Circle hat das Mainnet seiner Layer-1-Blockchain Arc gestartet und dabei eine institutionelle Validatorengruppe präsentiert, der unter anderem BlackRock, DTCC, ICE, Mastercard und Visa angehören. Parallel dazu erstellte das Unternehmen eine Anfangsmenge von 10 Milliarden ARC-Token – ohne damit einen öffentlichen Token-Launch zu bestätigen, wie Circle laut Quelle betont.
Das Wichtigste im Überblick:
- Circle hat das Arc-Layer-1-Mainnet mit mehr als 100 Anwendungen und institutionellen Teilnehmern live geschaltet
- Die erste Validatorengruppe umfasst 11 Mitglieder, darunter BlackRock, DTCC, ICE, Mastercard und Visa
- Circle erstellte 10 Milliarden ARC-Token, ein öffentlicher Token-Launch ist bislang nicht bestätigt
- Gebühren werden weiterhin in USDC gezahlt, die Transaktionsfinalität liegt unter einer Sekunde
- Eine mögliche Umstellung von Proof-of-Authority auf Proof-of-Stake wird für 2027 geprüft
Circle startet Arc-Mainnet mit institutionellen Validatoren
Laut der Quelle arbeiten bereits mehr als 100 Anwendungen und institutionelle Teilnehmer mit dem neuen Netzwerk. Die DeFi-Protokolle Aave, Morpho und Uniswap sind ab dem ersten Tag verfügbar, was Arc von einem reinen Testnet-Projekt zu einer nutzbaren Infrastruktur macht.
Die erste Validatorengruppe besteht aus 11 Mitgliedern. Neben BlackRock, DTCC, ICE, Mastercard und Visa sollen weitere Teilnehmer laut Quelle phasenweise dem Netzwerk beitreten. Arc ist mit der Ethereum Virtual Machine kompatibel, sodass Entwickler bestehende Solidity-Smart-Contracts ohne größere Anpassungen einsetzen können – ein Faktor, der die technische Einstiegshürde für etablierte Finanzinstitute senkt.
Gebühren werden in USDC beglichen, die Transaktionsfinalität liegt laut Circle unter einer Sekunde. Das öffentliche Testnet war bereits im Oktober 2025 gestartet und hat seither nach eigenen Angaben mehr als 700 Millionen Transaktionen verarbeitet – ein Datenpunkt, der die praktische Relevanz von Stablecoins als Zahlungsschiene unterstreicht, wie auch unsere Einordnung zu Dollar-Stablecoins und US-Staatsanleihen zeigt.
Warum der Start für Stablecoin- und Finanzinfrastruktur relevant ist
Circle bindet seine bestehende Zahlungsinfrastruktur sowie den StableFX-Service direkt in Arc ein. StableFX ermöglicht den rund um die Uhr laufenden Handel und die Abwicklung mehrerer Fiat-gebundener Stablecoins, darunter USDC, EURC, GBPA, JPYC und KRW1.
Zusätzlich können tokenisierte Fonds wie BlackRocks BUIDL und Circles eigenes USYC laut Quelle für Handel, Kreditvergabe und als Sicherheiten genutzt werden. Damit positioniert sich Arc weniger als klassische Public-Blockchain im Retail-Sinn, sondern als Abwicklungsschicht für regulierte Finanzprodukte.
Nach Darstellung der Quelle sollen vorhersehbare Gebühren und die schnelle Finalität genau jene Anforderungen adressieren, die institutionelle Kunden bislang gegenüber Blockchain-Netzwerken vorgebracht haben – eine Einschätzung, die ICE-Vertreter Michael Blaugrund laut Bericht in diesem Sinne formuliert hat. Die regulatorische Debatte rund um Stablecoins, etwa im Kontext des CLARITY Act, bleibt für die Einordnung solcher Infrastrukturprojekte relevant, wie unser Artikel zu Stablecoin-Rewards und Bankenverbänden beschreibt. Auch nationale Stablecoin-Initiativen wie der Schweizer Franken-Stablecoin CHFD zeigen, wie unterschiedlich Länder und Unternehmen an programmierbare Zahlungsinfrastruktur herangehen.
Nächste Schritte bei ARC und der Asset-Tokenisierung
Für Anleger bleiben mehrere Punkte offen. Circle erwägt für 2027 eine Umstellung von Proof-of-Authority auf Proof-of-Stake, eine endgültige Entscheidung liegt laut Quelle jedoch nicht vor. Ebenso unklar ist, ob und wann ARC öffentlich verteilt oder gehandelt werden könnte – die erstellten 10 Milliarden Token sind bislang ein rein technischer Schritt, kein Startsignal für einen Markt.
Konkreter ist die Ankündigung, dass Circle und DTCC in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 damit beginnen wollen, bei der DTCC verwahrte Vermögenswerte direkt auf Arc zu tokenisieren. ARC selbst soll perspektivisch Netzwerksicherheit, Governance und Koordination unterstützen, während die Transaktionsgebühren weiterhin in USDC anfallen. Wer die Entwicklung verfolgen will, sollte insbesondere auf offizielle Mitteilungen von Traders Union und Circle selbst achten, da eine Entscheidung zur öffentlichen ARC-Verteilung Marktreaktionen auslösen dürfte.
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