Die Zcash-Community hat mit überwältigender Mehrheit für eine der größten technischen Änderungen der vergangenen Jahre gestimmt. 99,9 Prozent der teilnehmenden ZEC-Token sprachen sich dafür aus, die Blockzeit von 75 auf 25 Sekunden zu senken – bei einer Beteiligung von 66 Prozent der 3,6 Millionen stimmberechtigten Coins.
Das Wichtigste im Überblick:
- 99,9 Prozent der teilnehmenden ZEC stimmten für eine Verkürzung der Blockzeit von 75 auf 25 Sekunden
- Von 3,6 Millionen stimmberechtigten ZEC beteiligten sich 66 Prozent an der Abstimmung
- 98,9 Prozent lehnten eine Ersetzung des Halving-Rhythmus durch eine gleichmäßige Ausgabekurve ab
- Zurückgehaltene Netzwerkgebühren sollen frühestens ab Februar 2031 zusätzlich an Miner ausgeschüttet werden
- Unfertige Funktionen können bis zum Stichtag 30. September auf ein späteres Upgrade verschoben werden
Zcash beschließt Verkürzung der Blockzeit für NU7
Das auf Privatsphäre spezialisierte Netzwerk Zcash steht vor einem seiner größten Upgrades der vergangenen Jahre. Der Vorschlag, die Zeit zwischen zwei Blöcken drastisch zu verkürzen, ging in einer Community-Abstimmung praktisch ohne Gegenstimmen durch. Die kürzere Blockzeit soll dafür sorgen, dass Zahlungen und andere Transaktionen künftig schneller bestätigt werden als bisher.
Damit Blöcke künftig dreimal so häufig entstehen wie zuvor, ohne das Netzwerk zu überlasten, wird die Änderung mit einer zusätzlichen Begrenzung innerhalb der Blöcke kombiniert. Die konkrete technische Umsetzung erfolgt im Rahmen des sogenannten NU7-Upgrades, das die Ergebnisse der Abstimmung in Code übersetzt. Für Anleger, die sich näher mit dem Privacy-Fokus von Zcash und der Bedeutung solcher Netzwerk-Updates befassen wollen, liefert die Zcash-Prognose zum Kursziel von 1.200 US-Dollar zusätzlichen Kontext, wie Upgrades als fundamentaler Katalysator wirken können.
Warum die Geldpolitik unverändert bleibt
Neben der technischen Frage stand eine zweite, geldpolitische Abstimmung auf der Agenda. Hier fiel das Votum deutlich anders aus: 98,9 Prozent der beteiligten ZEC-Halter lehnten einen Vorschlag ab, der den bisherigen Halving-Rhythmus durch eine gleichmäßige Ausgabekurve mit schrittweise sinkender Coin-Emission ersetzt hätte.
Die Community entschied sich damit klar dafür, am gewohnten Halving-Modell festzuhalten, das die Neuausgabe von ZEC in festen Intervallen halbiert – ähnlich wie bei Bitcoin. Ergänzend beschloss die Abstimmung, einen Teil der Netzwerkgebühren zunächst zurückzuhalten und frühestens ab Februar 2031 wieder als zusätzliche Belohnung an Miner auszuschütten. Wie sich solche fundamentalen Entscheidungen in der jüngeren Kursentwicklung niederschlagen, zeigt der Artikel zur starken Kursentwicklung und institutionellen Nachfrage bei Zcash.
Nächste Schritte bis zum NU7-Upgrade
Die technischen Änderungen aus der Abstimmung sollen zügig im NU7-Upgrade umgesetzt werden. Damit einzelne Verzögerungen nicht das gesamte Vorhaben ausbremsen, gilt der 30. September als Entwicklungsstichtag: Funktionen, die bis dahin nicht fertiggestellt sind, können auf ein späteres Netzwerk-Upgrade verschoben werden.
Ein konkretes Aktivierungsdatum für NU7 steht nach aktuellem Stand noch nicht fest. Für Anleger, die die jüngste Marktdynamik rund um ZEC im Blick behalten wollen, lohnt sich ein Blick auf die Analyse zur Zcash-Rally und den jüngsten Short-Liquidationen, die zeigt, wie stark technische und fundamentale Impulse den Kurs bewegen können. Bis zur tatsächlichen Aktivierung bleibt festzuhalten: Die Abstimmung liefert ein klares Mandat, ändert aber noch nichts am laufenden Netzwerkbetrieb – die Umsetzung im Code steht noch aus.
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