Nach Angaben der Ermittler wurden zwischen 2018 und heute mehr als eine Milliarde US-Dollar über inzwischen identifizierte Krypto-Wallets und Finanzkonten bewegt, wobei ein Großteil der Gelder von Krypto-Handelsplattformen stammen soll.
Um die Spuren zu verschleiern, habe Figueira „Untergebene“ angeheuert, die Hunderte Einzeltransaktionen ausführten und dabei verschiedene Bankkonten, Börsenkonten, private Wallets und Briefkastenfirmen nutzten.
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Ermittler sprechen von Geldwäsche im historischem Ausmaß
Das FBI identifizierte laut Reid Davis, Sonderagent der Kriminalabteilung in Washington, Kryptowährungen im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar, die durch Wallets der mutmaßlichen Geldwäscheorganisation flossen.
Das Netzwerk habe weltweit Privatpersonen und Unternehmen bedient und damit möglicherweise zahlreiche kriminelle Aktivitäten unterstützt. US-Staatsanwältin Lindsey Halligan betonte das Ausmaß des Falls:
Geldwäsche dieser Größenordnung ermögliche es kriminellen Organisationen, zu wachsen und erheblichen realen Schaden anzurichten. Wer illegale Gelder in Milliardenhöhe verschiebe, müsse damit rechnen, identifiziert und konsequent strafrechtlich verfolgt zu werden!
Teil einer breiten Offensive gegen Krypto-Kriminalität
Die Anklage reiht sich in eine Serie verschärfter Maßnahmen der US-Behörden gegen Krypto-bezogene Finanzkriminalität ein.
Erst kürzlich forderte der New Yorker Bezirksstaatsanwalt Alvin Bragg, nicht lizenzierte Kryptogeschäfte zu kriminalisieren, dessen Volumen er auf rund 51 Milliarden US-Dollar bezifferte.
Laut FBI gingen allein 2024 rund 11.000 Beschwerden im Zusammenhang mit Krypto-ATMs ein, wobei der Gesamtschaden Schätzungen zufolge bei über 246 Millionen US-Dollar lag.
Unterdessen meldete das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis, dass Kriminalität im Zusammenhang mit Kryptowährungen mit 154 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 einen neuen Höchstwert erreicht hat:

Diese Entwicklung sei insbesondere auf einen immensen Anstieg der Sparte „sanktionierte Organisationen“ zurückzuführen und werde zunehmend von Stablecoin-Transfers getragen. Parallel dazu häufen sich aber auch spektakuläre Einzelverfahren:
In Utah wurde ein Mann wegen Betrugs und eines illegalen Bargeld-zu-Krypto-Geschäfts zu drei Jahren Haft verurteilt. In Brooklyn klagten Staatsanwälte einen 23-Jährigen an, rund 16 Millionen US-Dollar von Coinbase-Nutzern über Phishing erbeutet zu haben.
Strategische Bitcoin-Reserve und laufendes Verfahren
Angesichts wachsender Beschlagnahmungen hat die US-Regierung inzwischen eine strategische Bitcoin-Reserve eingerichtet, um sichergestellte Kryptowährungen nicht sofort zu veräußern.
Der staatliche Bestand wird derzeit auf 328.372 BTC mit einem Wert von über 31 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Fall Figueira gilt jedoch weiterhin die Unschuldsvermutung.
Die Anklage stellt bislang lediglich Vorwürfe dar. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, entscheidet das Gericht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Strafrahmen und der konkreten Umstände über das Strafmaß.
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