XRP zählt auch 2026 weiterhin zu den beliebtesten Kryptowährungen innerhalb der Community. An der Kursentwicklung ist davon zuletzt allerdings wenig zu erkennen. Der Token befindet sich in einem ausgeprägten Bärenmarkt und notiert aktuell nur knapp oberhalb von 1 US-Dollar.
Vom Rekordhoch bei rund 3,65 US-Dollar hat XRP damit etwa 70 Prozent eingebüßt. Gleichzeitig könnte gerade diese extreme Schwäche zunehmend interessant werden. Mehrere technische und marktbezogene Indikatoren zeigen mittlerweile Bedingungen, die bei XRP historisch nur selten aufgetreten sind. Günstig allein bedeutet zwar noch keinen Boden – doch das Chance-Risiko-Verhältnis könnte sich langsam verändern.
Das Wichtigste im Überblick:
- XRP bleibt beliebt, notiert aber über siebzig Prozent unter Rekordhoch.
- Monatlicher RSI signalisiert extreme Schwäche und historisch seltene Kapitulation aktuell.
- MVRV Z-Score zeigt XRP so günstig wie seit 2022 nicht.
- Bitcoin Hyper sammelt trotz Bärenmarkt rund 33 Millionen Dollar ein.
XRP am Extrempunkt: Diese Konstellation gab es nur selten
Aktuell bewegt sich XRP in einem Marktumfeld, das selbst für die ausgesprochen volatile Historie der Kryptowährung ungewöhnlich schwach erscheint. Anfang August wurde der Bereich rund um 1 US-Dollar erneut getestet. Damit handelt XRP ungefähr 72 Prozent unter dem Allzeithoch von rund 3,65 US-Dollar aus dem Jahr 2025. Zugleich bewegt sich der Kurs auf Niveaus, die seit fast zwei Jahren nicht mehr erreicht wurden.
XRP is entering territory where the chart starts looking uncomfortable.
Down 72% from its ATH.
A fresh 2-year low near $1.
And the monthly RSI has fallen below its 2020 COVID-crash levels.Read that again.
The market has already priced in an extreme amount of fear.
That… pic.twitter.com/W6dhG9Td78
— Zippy (@zippy257) August 8, 2026
Besonders auffällig ist jedoch der langfristige Relative Strength Index. Der RSI misst vereinfacht die Stärke beziehungsweise Geschwindigkeit vorheriger Kursbewegungen. Auf Monatsbasis ist dieser Indikator zuletzt sogar unter das Niveau gefallen, das XRP während des Corona-Crashs im März 2020 erreichte. Damit befindet sich der Token technisch betrachtet in einer historisch stark ausgeprägten Schwächephase. Solche Extremwerte zeigen allerdings nicht automatisch eine unmittelbar bevorstehende Trendwende. Märkte können länger überverkauft bleiben, als Anleger erwarten.
Dennoch wird die Konstellation interessant. Denn gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass der Verkaufsdruck zumindest partiell nachlassen könnte. So fielen die monatlichen XRP-Zuflüsse zu Binance zuletzt auf sehr niedrige Werte. Geringere Börsenzuflüsse können darauf hindeuten, dass weniger Anleger ihre Coins unmittelbar zum Verkauf bereitstellen.
Damit entsteht eine seltene Ausgangslage: Der Kurs ist massiv gefallen, das langfristige Momentum extrem schwach und die Stimmung entsprechend pessimistisch. Genau solche Kapitulationsphasen haben historisch jedoch häufig attraktive asymmetrische Setups geschaffen. Das bedeutet keineswegs, dass XRP nicht nochmals unter 1 US-Dollar fallen könnte. Doch sollte sich der Verkaufsdruck stabilisieren und neue Nachfrage entstehen, wäre das Aufwärtspotenzial nach dem drastischen Drawdown deutlich größer als noch auf den Hochs.
MVRV Z-Score signalisiert historische Unterbewertung bei XRP
Auch der MVRV Z-Score untermauert die These, dass XRP inzwischen eine ungewöhnlich günstige Bewertungszone erreicht hat. Die On-Chain-Metrik vergleicht vereinfacht den aktuellen Marktwert eines Netzwerks mit dem durchschnittlichen Einstandswert der gehaltenen Coins und zeigt damit, ob ein Asset historisch eher über- oder unterbewertet erscheint.
Bei XRP ist der MVRV Z-Score bereits seit rund einem halben Jahr stark gefallen und befindet sich inzwischen im negativen Bereich. Genau diese Zone markiert in der Glassnode-Grafik eine Phase deutlicher Unterbewertung. Bemerkenswert ist vor allem der historische Vergleich: So niedrig lag der Indikator zuletzt im Bärenmarkt 2022.
Damals bewegte sich XRP ebenfalls über Monate in einer ausgeprägten Schwächephase, bevor sich die Bewertung später normalisierte. Natürlich garantiert ein niedriger MVRV Z-Score keinen unmittelbaren Boden. Er zeigt jedoch, dass bereits erhebliche Verluste und Pessimismus eingepreist sind. Für langfristig orientierte Anleger verbessert sich damit zumindest statistisch das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich.
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Krypto-Tipp: Bitcoin-L2 als Wachstumsmarkt – Bitcoin Hyper zeigt relative Stärke
Während bei etablierten Altcoins wie XRP derzeit vor allem die niedrige Bewertung für Aufmerksamkeit sorgt, entsteht parallel dazu ein weiteres Narrativ: Bitcoin-Layer-2-Lösungen. Sie sollen Bitcoin zusätzliche Funktionen ermöglichen, ohne die eigentliche Layer-1 grundlegend zu verändern. Ein Projekt, das innerhalb dieses Segments derzeit relative Stärke zeigt, ist Bitcoin Hyper (HYPER). Gerade im schwachen Gesamtmarkt fällt auf, dass der Presale weiterhin Nachfrage anzieht und nach Projektangaben bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt wurden.
Technologisch verfolgt Bitcoin Hyper dabei einen interessanten Ansatz. Die geplante Layer-2 kombiniert Bitcoin als Settlement-Layer mit der Solana Virtual Machine (SVM) als Ausführungsumgebung. Dadurch sollen die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit der Geschwindigkeit und Programmierbarkeit, die man aus dem Solana-Ökosystem kennt, verbunden werden. Nutzer sollen BTC über eine sogenannte Canonical Bridge auf die zweite Ebene übertragen und dort deutlich schneller für Transfers, DeFi-Anwendungen oder andere Smart-Contract-basierte Anwendungen einsetzen können.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Zero-Knowledge-Proofs. Transaktionen auf der Layer-2 sollen gebündelt und komprimiert werden, bevor entsprechende Zustandsinformationen beziehungsweise Validitätsnachweise regelmäßig auf Bitcoins Layer-1 zurückgeführt werden. Damit versucht Bitcoin Hyper, zusätzliche Skalierbarkeit zu schaffen und gleichzeitig Bitcoin als fundamentale Abwicklungsschicht einzubinden.
Auch der HYPER-Token ist Bestandteil des Ökosystems und kann bereits im Presale für Staking eingesetzt werden. Die angezeigte Rendite bewegt sich derzeit im Bereich von rund 36 Prozent APY. Hier sorgt gerade die Kombination aus Bitcoin-L2, SVM-Infrastruktur und anhaltendem Presale-Momentum dafür, dass das Projekt in einem ansonsten ausgesprochen schwachen Kryptomarkt aktuell heraussticht.
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