Mit nur 1 € starten und in 50 Kryptowährungen investieren. Trade Republic bringt ein vollwertiges Krypto-Wallet raus!
Der Broker wächst und ist inzwischen nicht nur eine der beliebtesten Krypto-Börsen in Deutschland, sondern hat auch eine Vollbanklizenz vorzuweisen. Als vollständig regulierter Anbieter von Krypto-Dienstleistungen kommt jetzt das nächste Produkt von Trade Republic auf den Markt.
Das Wichtigste in Kürze:
Was ist das neue Crypto Wallet von Trade Republic?
Das Krypto-Wallet des Brokers ist ein sogenanntes Exchange-Wallet bezeichnet. Es ist als mobile Wallet in die App des Anbieters eingebunden. Die Verwahrung erfolgt bei der Trade Republic Bank GmbH, wodurch die Einlagen der Anleger bis zu 100.000 € geschützt sind. Als Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken ist der Broker bzw. die Einlagen seiner Kunden maximal abgesichert.
Trade Republic hat sich für ein tolles Angebot entschieden und stärkt damit seine Marktposition. Innerhalb von 2 Monaten ist dies immerhin schon das dritte neue Produkt. In der Pressemitteilung heißt es dazu, dass man seine Transformation vom Broker zum Vermögensverwalter vollenden wird.
Was sind die Nachteile der Kryptowallet?
Auch wenn es sich hierbei um eigentlich gute Nachrichten handelt, schließlich bringt jedes neue Produkt Kryptowährungen näher in den Mainstream, sind hier einige Nachteile aufzulisten. Führen Sie aber stets auch eine ausführliche eigene Recherche durch, um zu entscheiden, ob dieses Produkt für Sie geeignet ist.
- Laut Webseite von Trade Republic liegt das von Anlegern in der neuen Wallet gehaltene Vermögen bei der Trade Republic Bank GmbH. Allerdings steht dort auch in den FAQs, dass nur der Großteil in den Cold Wallets des regulierten Krypto-Verwahrers BitGo Europe GmbH liegt. Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich nicht erkennen. Es ist davon auszugehen, dass Trade Republic mit einem Teil der Einlagen seiner Kunden arbeiten wird und versucht, Renditen zu erwirtschaften.
- Die Angebote von Staking-Renditen und den 2 % Crypto Saveback schließen sich gegenseitig aus. Das bedeutet, der Kunde muss sich für eine von beiden Lösungen entscheiden. Beide Funktionen gleichzeitig zu nutzen, ist also nicht möglich.
- Um den Bonus von 1 % auf Crypto Transfers zu erhalten, haben Kunden nur bis zum 14. Dezember Zeit. Der Bonus wird nur auf neu eingehende Transaktionen mit Kryptowährungen gewährt. Die zeitliche Begrenzung ist zudem ein Nachteil aus Verbrauchersicht.
- Wie so oft im Markt, wirbt auch Trade Republic mit den augenscheinlich kostenlosen Leistungen in seiner neuen Cold Wallet. Aber es können Gebühren durch Dritte anfallen und die gleich an mehreren Stellen. So fallen Gebühren beim Senden und Empfangen von Kryptos an, die entweder von den Netzwerken selbst berechnet werden, bei Ethereum sind das etwa die Gasgebühren, oder der Drittanbieter des Handelspartners schlägt nochmal was obendrauf.
- Jede Bezahlung mit der Trade Republic Karte, wo Kryptos im Spiel sind, wird in Deutschland steuerlich als Verkauf gewertet. Es kommt also unter Umständen zu Kapitalerträgen, auch Verluste sind möglich, die in die Steuererklärung müssen. Für Anwender ein gewisser Mehraufwand, der zwar mit den im Backend zur Verfügung gestellten Steuerberichten begrenzt ist. Dennoch können diese Kosten das Ergebnis und die Freude an den Funktionen der neuen Krypto-Wallet schmälern.
- Um sich für die 2 % Crypto Saveback zu qualifizieren, müssen Kunden zunächst mindestens 50 € monatlich in Sparpläne investieren. Aus den versprochenen 2 % werden schnell nur 1 %, wenn die Bezahlung mit Cash statt mit Kryptowährungen erfolgt. Die Voraussetzungen für die Qualifizierung bleiben aber gleich.
- Es gibt zwar schon flexible Staking-Angebote, aber bei Trade Republic gilt: Einmal gesperrt, kommen Anleger nicht an ihre gestakten Coins ran. Eine weitere Rendite mit eigentlich gesperrten Kryptos zu erwirtschaften, ist in diesem Angebot nicht vorgesehen.
- Trotz großem deutschen Markt findet sich ein Teil der Gebühren immer noch in Englisch. Das ist beispielsweise bei den Währungsgebühren zur Umrechnung von verschiedenen Währungen der Fall. Ausgezahlt wird bei Trade Republic immer in Euro, weshalb es durchaus zu solchen Gebühren kommen kann.
Was müssen Kunden von Trade Republic beachten?
Das Unternehmen wächst schnell, vielleicht sogar zu schnell. Nachdem es einige Zeit lang viele Beschwerden über den schlecht erreichbaren Kundenservice gegeben hatte, reagierte der Broker mit der Auslagerung dieser Aufgaben in ein externes Service-Center. Die Einführung der Trade Republic Debitkarte brachte Kritik von Verbraucherschützern ein, da die Formulierungen für Werbezwecke aufgebauscht bzw. unklar formuliert waren. Auch hier kam es zu Verbesserungen.
Das Fintech hat inzwischen 12 Millionen Kunden und unterliegt als regulierter Anbieter bzw. Vollbank mit EU-Lizenz den Vorgaben zu KYC-Prozessen und AML-Regularien. Als kleines Fintech gestartet, ist Trade Republic heute einer der ganz großen Player am Kryptomarkt. Die neue Wallet ist ein logischer Schritt, hat unserer Meinung nach aber auch noch Verbesserungspotenzial, genau wie die beiden anderen Produkte zunächst auch.
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