Bitcoin kann sich zum Wochenabschluss oberhalb von 65.000 US-Dollar behaupten und gewinnt auf Wochensicht rund drei Prozent. Damit setzt sich die Stabilisierung nach den vorherigen Verlusten zunächst fort. Eine neue große Verkaufswelle bleibt aus, zugleich fehlt dem Markt aber weiterhin die Dynamik für einen überzeugenden Trendwechsel.

Besonders wichtig wird deshalb die kommende Woche: Neben entscheidenden US-Inflationsdaten stehen auch bei einzelnen Altcoins konkrete fundamentale Entwicklungen an, die kurzfristig für neue Volatilität sorgen könnten.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin stabilisiert sich über 65.000 Dollar, doch entscheidende Dynamik fehlt weiterhin.
  • US-Inflationsdaten könnten kommende Woche neue Volatilität am gesamten Kryptomarkt auslösen.
  • Hyperliquid erweitert HIP-3 und könnte dadurch zusätzliche Nachfrage nach HYPE fördern.
  • Kaito Studio steht vor größerem Upgrade und liefert KAITO neuen Katalysator.

US-Inflation im Fokus: CPI und PPI könnten Bitcoin bewegen

Makroökonomisch dürfte die kommende Woche vor allem von neuen US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten geprägt werden. Bereits am Dienstag veröffentlicht ADP seinen wöchentlichen NER-Pulse. Zuletzt lag der vierwöchige Durchschnitt des privaten Beschäftigungsaufbaus bei lediglich 15.000 Stellen pro Woche. Zugleich zeigte der monatliche ADP-Bericht für Juli nur 44.000 neue Stellen. Weitere Schwäche könnte die Erwartung einer weniger restriktiven Federal Reserve stärken und damit grundsätzlich Risikoassets wie Bitcoin unterstützen.

Noch wichtiger wird Mittwoch: Um 8:30 Uhr US-Ostküstenzeit veröffentlicht das Bureau of Labor Statistics die CPI-Daten für Juli. Erwartet werden derzeit rund 3,4 Prozent Inflation gegenüber dem Vorjahr sowie etwa 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei der Kerninflation liegen die Erwartungen bei ungefähr 0,2 Prozent monatlich.

Am Donnerstag folgt dann – anders als in der ursprünglichen Terminliste – nicht erneut der CPI, sondern der PPI. Für Juli wird beim Gesamt-PPI aktuell ein Anstieg von rund 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet, nachdem die Produzentenpreise im Juni um 0,3 Prozent gefallen waren. Beim Kern-PPI liegt der Konsens bei rund 0,3 Prozent. Niedrigere Werte könnten die Zinssorgen weiter reduzieren; überraschend hohe Inflationsdaten wären dagegen ein Risiko für die aktuelle Bitcoin-Stabilisierung.

Hyperliquid: HIP-3-Änderungen könnten HYPE neue Impulse liefern

Auch Hyperliquid dürfte in der neuen Woche im Blickpunkt stehen. Im Zentrum steht erneut HIP-3, mit dem unabhängige Entwickler beziehungsweise sogenannte Deployers eigene Perpetual-Märkte auf Hyperliquid aufsetzen können. Das System hat sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickelt, da darüber neben klassischen Kryptowährungen inzwischen auch andere Märkte und Finanzinstrumente abgebildet werden können.

Besonders interessant sind Veränderungen bei der Gebührenstruktur. Die aktuelle Hyperliquid-Dokumentation erlaubt HIP-3-Deployern, einen zusätzlichen Gebührenanteil von 0 bis 300 Prozent einzustellen; im sogenannten Growth Mode ist die Spanne begrenzter. Damit erhalten Betreiber deutlich mehr Flexibilität bei der Monetarisierung ihrer Märkte. Die teilweise verbreitete Formulierung, Gebühren könnten pauschal „um das 30-Fache“ erhöht werden, lässt sich aus den aktuellen offiziellen Dokumenten allerdings so nicht eindeutig bestätigen.

Für HYPE bleibt die Entwicklung dennoch fundamental relevant. Je attraktiver HIP-3 für externe Marktbetreiber wird, desto größer könnte langfristig das Handelsuniversum von Hyperliquid werden. HYPE zeigt aktuell zudem relative Stärke: Der Token notiert bei rund 54 US-Dollar und liegt auf Wochensicht knapp sechs Prozent im Plus. Damit bleibt Hyperliquid einer der Altcoins, bei denen fundamentale Produktfortschritte derzeit unmittelbar auf eine bereits vergleichsweise starke Kursentwicklung treffen.

Kaito Studio vor größerem Upgrade: KAITO rückt erneut in den Fokus

Beim KAITO-Token könnte wiederum ein anstehender Ausbau von Kaito Studio für Aufmerksamkeit sorgen. Kaito-Gründer Yu Hu kündigte am 6. August an, dass Kaito Studio schon bald über eine wesentlich vollständigere Produktsuite verfügen und gleichzeitig schnell in angrenzende Branchen expandieren werde. Einen ausführlichen Überblick will das Team noch über den offiziellen Account veröffentlichen. Damit handelt es sich derzeit eher um einen angekündigten Produktkatalysator als um ein bereits vollständig spezifiziertes Upgrade.

Kaito Studio ist inzwischen ein zentraler Bestandteil der Neuausrichtung des Projekts. Die Plattform soll Marken und Content Creator zusammenbringen und Kampagnen nicht mehr lediglich über Aufmerksamkeit, sondern stärker über konkrete Leistungen und Ergebnisse organisieren. Kaito beschreibt Studio selbst als Infrastruktur beziehungsweise Betriebssystem für die Zusammenarbeit zwischen Marken und Creatorn.

Parallel erweitert Kaito sein Ökosystem bereits weiter. Zuletzt wurde unter anderem Kaito Katalyst als neue Reward-Schicht für Creator-Kampagnen vorgestellt, während auch das KAITO-Staking überarbeitet wurde. Ein umfangreicheres Studio könnte diese einzelnen Komponenten stärker miteinander verbinden. Für KAITO wäre das fundamental interessant, da sich damit die Investmentstory stärker von der ursprünglichen Yaps- beziehungsweise InfoFi-Erzählung hin zu einer breiteren Creator- und Attention-Economy-Plattform verschieben könnte.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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