Strategy hat 2026 insgesamt 20,9 Milliarden US-Dollar an Stamm- und Vorzugsaktien ausgegeben und belegt damit laut einer von CEO Phong Le veröffentlichten Rangliste Platz vier unter den größten US-Aktienemittenten – hinter SpaceX, Alphabet und Intel. Für ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell auf dem Aufbau einer Bitcoin-Bilanz beruht, ist das eine bemerkenswerte Kapitalmarktgröße.
Das Wichtigste im Überblick:
- Strategy rangiert 2026 mit 20,9 Mrd. Dollar an Aktienemissionen auf Platz vier der größten US-Emittenten
- SpaceX führt mit 86,3 Mrd. Dollar, gefolgt von Alphabet (25,7 Mrd.) und Intel (23 Mrd.)
- Strategy nutzt die Erlöse für Bitcoin-Käufe, Dividenden auf Vorzugsaktien und Liquiditätsreserven
- Eine MSCI-Konsultation zur Indexeinstufung läuft bis 30. September, eine Entscheidung wird bis 16. Oktober erwartet
Strategy erreicht Platz vier bei US-Aktienemissionen
Der Chart, den Le am 3. September auf X veröffentlichte, stützt sich auf Daten von ECM Analytics, Dealogic, Capital IQ sowie Unternehmensunterlagen. Er zeigt SpaceX mit 86,3 Milliarden Dollar an der Spitze, gefolgt von Alphabet mit 25,7 Milliarden und Intel mit 23 Milliarden Dollar.
SpaceX hatte separat gemeldet, dass sein Börsengang im Juni rund 85,7 Milliarden Dollar an Nettoerlösen einbrachte – ein Betrag, der fast die gesamte im Chart ausgewiesene Summe des Unternehmens ausmacht. Strategy erreicht seine 20,9 Milliarden Dollar dagegen nicht über eine einzelne Großemission, sondern über wiederholte Verkäufe von MSTR-Stammaktien und mehrere Vorzugsaktienserien.
Wie Strategy das Kapital einsetzt
Eine bei der SEC eingereichte Form 8-K zeigt, wie granular dieser Prozess abläuft: Zwischen dem 24. und 30. August erzielte Strategy 602,8 Millionen Dollar an Netto-Erlösen aus MSTR-Verkäufen über sein At-the-Market-Programm.
Davon flossen 369,7 Millionen Dollar in weitere Bitcoin-Käufe, 151,8 Millionen in den Rückkauf von Stretch-Vorzugsaktien, 50,7 Millionen in Dividendenzahlungen auf dieselbe Aktiengattung und 30 Millionen in das Dollar-Liquiditätskonto. Zum Ende dieses Zeitraums hielt Strategy 845.050 BTC, nachdem es in der Vorwoche 4.603 BTC aus Stammaktienerlösen zugekauft hatte. Das Digital Credit Capital Framework des Unternehmens erlaubt es dem Management dabei, flexibel zwischen Emission und Rückkauf zu wechseln, solange eine Dollar-Reserve für Vorzugsdividenden und Zinszahlungen erhalten bleibt.

Risiken für Aktionäre und Bitcoin-Anleger
Das Modell verschafft Strategy mehrere Hebel zur Steuerung der Bilanz – Bitcoin-Käufe, Dividenden, Liquiditätspuffer und Vorzugsaktienrückkäufe lassen sich flexibel finanzieren. Gleichzeitig trägt diese Flexibilität einen Preis: fortgesetzte Verwässerung der Stammaktionäre und laufende Finanzierungskosten.
Strategy bietet inzwischen MSTR sowie fünf verschiedene Vorzugsaktien innerhalb einer gemeinsamen Kapitalstruktur an, wie unsere Einordnung zu Strategys wachsendem Bitcoin-Bestand zeigt. Keines dieser Papiere verschafft Anlegern direktes Eigentum am Bitcoin-Bestand des Unternehmens – sie unterscheiden sich stattdessen in Dividendenkonditionen, Rangfolge im Insolvenzfall, Wandlungsrechten und ihrer Abhängigkeit von der finanziellen Verfassung des Konzerns.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Für Anleger, die Strategy als Proxy für Bitcoin-Engagement nutzen, bleibt die laufende MSCI-Konsultation der nächste konkrete Termin. Sie endet am 30. September, eine Entscheidung wird bis zum 16. Oktober erwartet – und könnte darüber mitentscheiden, ob MSTR seinen Platz in weit verbreiteten globalen Indizes behält.
Wie sich dieser Prozess bislang entwickelt hat, beschreibt unser Beitrag zur MSCI-Debatte um Strategy. Hintergrund zur Argumentation des Unternehmens liefert zudem Strategys offizielle Stellungnahme zur MSCI-Konsultation sowie eine Einordnung von CoinDesk zu den vorgeschlagenen Indexregeln.
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