Eigentlich sah alles bullisch für die weitere Kursentwicklung beim Bitcoin aus. Der Kurs der wertvollsten Kryptowährung der Welt tickte nach der Trump-Rede bei Bitcoin 2024 fester und konnte kurzfristig sogar die 70.000 US-Dollar überwinden. Doch dann kam der schnelle Rücksetzer. Intraday fiel Bitcoin um mehr als 5 Prozent. Gewinnmitnahmen weiteten sich aus und aktuell notiert BTC rund 3.500 US-Dollar unter dem gestrigen Verlaufshoch.

Doch was steckt hinter dem jüngsten Crash? Der Analyst Alex Krüger hat dazu eine klare Meinung.

Krypto Korrektur: Das steckt dahinter

Der Krypto-Analyst @krugermacro erläutert in einem neuen Beitrag auf X die Volatilität im Kryptomarkt. Die Preise und die Euphorie erreichten zuletzt ein Hoch, insbesondere nach der vielbeachteten Rede von Trump, wobei Bitcoin die Marke von 70.000 US-Dollar erreichte. Doch kurz darauf fiel der BTC-Preis um 5 Prozent. Der Analyst vermutet, dass dieser Rückgang teilweise auf gute Umfrageergebnisse für Kamala Harris zurückzuführen sei.

Der „Trump-Trade“ beinhalte Long-Positionen in Bitcoin und Small Caps, während der „Kamala-Trade“ das Gegenteil darstelle. Sodann korrigierten Small Caps zusammen mit BTC, während Technologiewerte stabil blieben oder anstiegen. Ein Blick auf das Diagramm zeigt, dass BTC und der Russell 2000 (ein Small-Cap-Index) eng miteinander korrelieren. Dies unterstreicht die politische Sensibilität von Kryptos & Co. Je wahrscheinlicher der Wahlsieg von Donald J. Trump als Pro-Bitcoin-Präsident ist, desto besser dürfte es für Bitcoin aussehen.

US-Regierung bewegt BTC: Bitcoin fällt umgehend

Doch darüber hinaus gibt es natürlich weitere Argumente. Denn die US-Regierung hat kürzlich Bitcoins im Wert von 2 Milliarden US-Dollar verkauft. Gut möglich, dass die Biden-Administration die Bitcoins noch verkaufen möchte, bevor Donald Trump an die Macht kommt. Dieser beteuerte zuletzt, dass er die Bitcoins als Teil der strategischen Reserve nutzen und hodln wolle. „Never sell your Bitcoins“ war das Credo des republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Insgesamt besitzt die US-Regierung noch über 200.000 beschlagnahmte BTC, die in den nächsten Wochen auf den Markt kommen könnten. Sicher ist dies jedoch nicht – denn eine potenzielle Annäherung von Krypto-Industrie und Demokraten wäre damit wohl in weiter Ferne.

Zwei Tage nach der Zusicherung von Ex-Präsident Donald Trump, dass die USA kein Bitcoin verkaufen würden, hat die US-Regierung dennoch Bitcoin im Wert von 2 Milliarden Dollar transferiert.

Trump hatte bei seiner Rede auf der Bitcoin 2024 Konferenz versprochen, dass die Regierung ihre Bitcoin-Bestände behalten und die USA zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ machen würde. Dazu sollen diverse kryptofreundliche Maßnahmen lanciert werden, einschließlich der Entlassung des aktuellen Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission, Gary Gensler. Damit positionierte sich Trump zuletzt konträr zu Präsident Biden.

Dennoch deutet mittlerweile vieles daraufhin, dass die Bitcoins nicht auf den Markt geschmissen und verkauft werden. Vielmehr könnte es sich um die Zusammenarbeit zwischen dem US Marshall Service und Coinbase Prime handeln – hier sollen die Bitcoins nicht verkauft, sondern von Coinbase verwahrt werden.

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Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

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