Ether fiel am 7. Oktober unter 2.500 US-Dollar und erreichte ein Tagestief von 2.408 Dollar – während das Glamsterdam-Upgrade am Vortag auf dem Sepolia-Testnetz startete und dort die Blockkapazität laut FinanzNachrichten.de auf fast 200 Millionen Gas pro Block erhöhte.
Das Wichtigste im Überblick:
- Glamsterdam ging am 6. Oktober auf dem Sepolia-Testnetz live; die gemeldete Kapazitätssteigerung gilt nicht als Mainnet-Ergebnis.
- ETH fiel am 7. Oktober bis auf 2.408 Dollar. Zugleich meldete FinanzNachrichten.de sechs Handelstage mit Nettoabflüssen aus US-Spot-ETFs und rund 252 Millionen Dollar an Futures-Liquidationen.
- Für den weiteren Verlauf zählen sowohl die nächsten Testnet-Ergebnisse als auch die Entwicklung der ETF-Ströme und der 2.500-Dollar-Marke.
Glamsterdam hebt die Kapazität zunächst auf Sepolia
Der Testnet-Start erfolgte am 6. Oktober auf Sepolia. FinanzNachrichten.de bezeichnet Glamsterdam als größten Ethereum-Protokollwechsel seit dem Merge von 2022 und berichtet, dass die Kapazität dort auf fast 200 Millionen Gas pro Block gestiegen sei – mehr als das Dreifache des vorherigen Werts.
Diese Zahl beschreibt jedoch einen Testnet-Versuch, keine bereits vollzogene Verdreifachung auf Ethereums Mainnet. Sepolia dient dazu, Änderungen unter Testbedingungen zu erproben; aus dem gemeldeten Wert lässt sich daher nicht unmittelbar ableiten, wie viel mehr Transaktionen das Hauptnetz künftig verarbeiten wird. Der Sepolia-Test von Glamsterdam steht für einen technischen Entwicklungsschritt, nicht für eine bereits realisierte Kapazitätssteigerung im laufenden Ethereum-Netz.
Zum Upgrade gehören laut dem Bericht zwei zentrale Ansätze. Die integrierte Proposer-Builder-Separation (ePBS) trennt im Konsensprozess die Rolle des Block-Vorschlagenden von der des Builders und soll damit die nötigen Vertrauensannahmen verringern. Block-Level Access Lists wiederum sollen parallele Verarbeitung auf der Hauptkette ermöglichen und so langfristig zur Skalierung beitragen.
Kursdruck trifft auf ETF-Abflüsse und Liquidationen
Am 7. Oktober verlor ETH die Marke von 2.500 Dollar und sank im Tagesverlauf bis auf 2.408 Dollar. FinanzNachrichten.de meldete außerdem sechs Handelstage in Folge mit Nettoabflüssen aus US-Spot-ETFs auf Ether; im vorliegenden Bericht war kein klarer Wendepunkt zu erkennen.

Am selben Tag wurden dem Bericht zufolge Futures-Positionen im Umfang von rund 252 Millionen Dollar liquidiert. Das sind Positionen, die Handelsplattformen schließen, wenn die hinterlegte Sicherheit nicht mehr ausreicht. Die zeitliche Überschneidung zeigt, dass technische Fortschritte und Verkaufsdruck gleichzeitig auftraten; sie belegt nicht, dass das Upgrade den Kursrückgang verursacht oder die Abflüsse ausgelöst hat.
Ein weiterer Bericht von wallstreet-online.de hatte bereits am 7. Oktober Nettoabflüsse von 118 Millionen Dollar aus US-Spot-Ether-ETFs über drei Handelstage bis zum 1. Oktober angeführt. Diese frühere Momentaufnahme und die später von FinanzNachrichten.de beschriebene sechstägige Abflussserie beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume. Die ETF-Abflüsse im Umfeld des Glamsterdam-Tests unterstreichen, dass technische Entwicklungen und Kapitalströme getrennt betrachtet werden müssen.
Mehr Kapazität ist noch keine höhere Nutzung
Eine größere Blockkapazität kann Ethereum perspektivisch mehr Spielraum für Transaktionen verschaffen und Gebühren beeinflussen. Ob Nutzer diesen Spielraum tatsächlich ausfüllen, ist eine andere Frage: Der Testnet-Wert allein weist weder eine dauerhaft höhere Nutzung noch niedrigere Kosten im Mainnet nach.
Damit steht Glamsterdam für eine längerfristige Infrastrukturentwicklung, während der Kurs kurzfristig unter Druck blieb. FinanzNachrichten.de fasst diese Spannung als Fortschritt unter der Oberfläche bei gleichzeitiger Schwäche am Markt auf. Auch die Ethereum-Kursentwicklung rund um den Glamsterdam-Test lässt sich nicht allein aus der technischen Kapazität erklären.
Diese Punkte bleiben für Anleger relevant
Bei der technischen Seite kommt es darauf an, welche Schlüsse aus den Sepolia-Ergebnissen gezogen werden und ob weitere Schritte für einen breiteren Rollout folgen. Ein konkreter Termin für eine Aktivierung auf dem Mainnet ist in den vorliegenden Angaben nicht bestätigt.
Am Markt bleibt die Frage, ob ETH die Marke von 2.500 Dollar zurückerobern kann und ob die Abflüsse aus US-Spot-ETFs über die gemeldete Serie hinaus anhalten. Für Anleger sind das getrennte Beobachtungspunkte: Der Test belegt einen Fortschritt auf einem Testnetz, während Kurs und Kapitalflüsse die kurzfristige Marktlage beschreiben.
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