Ethereum-Entwickler haben den 6. Oktober als Starttermin für den Glamsterdam-Test auf dem Sepolia-Testnetz bestätigt, und der ETH-Kurs sprang daraufhin über 2.600 US-Dollar. Der Markt reagiert damit auf einen konkreten Termin statt auf vage Roadmap-Versprechen, während die Frage bleibt, ob der Test die nötige technische Grundlage für den nächsten Kursimpuls liefert.
Das Wichtigste im Überblick:
- Glamsterdam startet am 6. Oktober erstmals auf dem öffentlichen Sepolia-Testnetz
- ETH handelte am 18. September bei 2.603 US-Dollar, Marktkapitalisierung 304 Milliarden US-Dollar
- September-Kursziel laut CoinDCX bei 2.800 US-Dollar, Spanne 2.434 bis 2.950 US-Dollar
- Ethereum-ETFs zogen im September 324,4 Millionen US-Dollar an und übertrafen damit Bitcoin-ETFs
- Ein erfolgreicher Sepolia-Test würde den Weg für ein Mainnet im vierten Quartal 2026 öffnen
Glamsterdam-Test auf Sepolia startet am 6. Oktober
Die Entscheidung für den Testtermin fiel am 17. September, nachdem Glamsterdam zuvor auf privaten Entwicklernetzwerken erfolgreich lief, so berichtet CoinCodex. Erstmals läuft das Upgrade damit auf einem öffentlichen Testnetz, was den Sepolia-Test zum entscheidenden Prüfpunkt für die gesamte Ethereum-Roadmap macht.
Auf dem vorgelagerten Devnet-11 wurde das Gas-Limit von 60 auf 200 Millionen angehoben, ohne dass die Finalität der Kette darunter litt. Glamsterdam gilt damit als das größte Upgrade seit dem Merge und soll die Netzwerkkapazität verdreifachen. Wie das Upgrade technisch im Detail aufgebaut ist, erklärt dieser Hintergrundartikel zum Glamsterdam-Upgrade. Verläuft der Sepolia-Test erfolgreich, wäre der Weg für ein Mainnet-Upgrade im vierten Quartal 2026 frei.
ETH, Kursziel und ETF-Zuflüsse reagieren
ETH handelte am 18. September bei 2.603 US-Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von rund 304 Milliarden US-Dollar. Nach dem Scheitern des Clarity Act war der Kurs zuvor auf 2.397 US-Dollar gefallen, konnte sich aber innerhalb weniger Tage wieder erholen.
Laut CoinDCX liegt das September-Kursziel für ETH bei 2.800 US-Dollar, mit einer Bandbreite von 2.434 bis 2.950 US-Dollar. Die Unterstützung bei 2.434 US-Dollar deckt sich mit dem 20-Tage-EMA, der bei früheren Rücksetzern bereits als Boden diente.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die institutionelle Nachfrage: Ethereum-ETFs zogen im September 324,4 Millionen US-Dollar an und übertrafen damit die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs, bei kumulierten Zuflüssen von 13,46 Milliarden US-Dollar. Wie stark solche Kapitalflüsse den ETH-Kurs bewegen können, zeigt die Analyse zu aktuellen Ethereum-ETF-Zuflüssen. Die Marktstimmung ist damit insgesamt positiv, auch wenn ETH weiterhin unter wichtigen Widerstandszonen handelt, wie auch der Blick auf frühere ETF-Abflüsse und die anschließende ETH-Erholung zeigt.
Warum der Test über Ethereum hinaus wichtig ist
Glamsterdam ist in eine mehrjährige Ethereum-Roadmap eingebettet, die nach dem Merge über die Upgrades Pectra und Fusaka bis zum jetzt anstehenden Test reicht. Recherchen zur Roadmap beschreiben Glamsterdam als Paket, das neben reiner Kapazität auch Themen wie Layer-1-Skalierung, MEV-Management und Datenpreise adressieren soll – Details zu einzelnen technischen Bausteinen sind allerdings von Ethereum-Entwicklern bislang nicht offiziell für den Sepolia-Test bestätigt.
Die von der Primärquelle genannte Zahl von 200 Millionen Gas und der Faktor drei bei der Kapazität beziehen sich konkret auf das Devnet-11-Ergebnis. Weiterführende Recherchen sprechen darüber hinaus von möglichen weiteren Testnet-Rollouts vor einem Mainnet-Fork im vierten Quartal 2026 – ein Zeitrahmen, der sich mit den Angaben aus dem aktuellen Sepolia-Test deckt.
Diese Marken und Termine sind jetzt entscheidend
Der 6. Oktober bleibt der nächste konkrete Prüfstein: Verläuft der Sepolia-Test stabil, dürfte das Vertrauen in den Mainnet-Zeitplan für das vierte Quartal 2026 wachsen. Auf der Kursseite markiert die Primärquelle 2.434 US-Dollar als Unterstützung und 2.800 US-Dollar als September-Kursziel, mit 2.950 US-Dollar als oberem Ende der genannten Spanne.
Ob ETH diese Zonen in den kommenden Wochen testet, dürfte neben dem technischen Ausgang des Glamsterdam-Tests auch von der weiteren Entwicklung der ETF-Zuflüsse abhängen.
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