Bitcoin stieg in der vergangenen Woche zwischenzeitlich auf rund 87.000 Dollar und lieferte damit den stärksten Wochensprint seit Januar 2026. Am Freitag, dem 25. September, notierte die größte Kryptowährung wieder bei rund 84.200 Dollar, nachdem steigende Anleiherenditen den Schwung am Donnerstag zuvor gebremst hatten.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin sprang am 21. September um fast 8 Prozent auf bis zu 87.381 Dollar, das höchste Niveau seit Ende Januar.
  • Spot-Bitcoin-ETFs zogen am selben Tag 998,9 Millionen Dollar an, den höchsten Tageszufluss seit elf Monaten.
  • Mehr als 648 Millionen Dollar an Short-Positionen wurden liquidiert und beschleunigten die Rally zusätzlich.
  • Steigende Anleiherenditen bremsten den Anstieg am Donnerstag; BTC pendelt seither zwischen 82.900 und 85.000 Dollar.

Short-Liquidationen und ETF-Zuflüsse treiben den Sprung

Der Ausbruch begann am 21. September, als Bitcoin um fast 8 Prozent auf bis zu 87.381 Dollar sprang, das höchste Niveau seit Ende Januar. Mehr als 648 Millionen Dollar an Short-Positionen wurden an diesem Tag liquidiert, was den Anstieg zusätzlich beschleunigte.

Eine goldfarbene physische Bitcoin-Münze in einer Nahaufnahme.
Eine symbolische Darstellung von Bitcoin.

Am selben Montag verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs laut Decrypt Zuflüsse von 998,9 Millionen Dollar, den höchsten Tageswert seit elf Monaten. Über eine Sechs-Tage-Serie hinweg summierten sich die Zuflüsse in die US-Spot-ETFs Marktdaten zufolge auf rund 2,8 Milliarden Dollar, die stärkste ETF-Woche seit Oktober 2025.

Parallel dazu kaufte Strategy 950 BTC für 76 Millionen Dollar und hält damit nach eigenen Angaben 846.000 Bitcoin in seiner Bilanz. Fundstrat erklärte gegenüber Yahoo Finance, der Krypto-Winter sei vorbei. Die Fed hatte den Leitzins am 16. September einstimmig auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben, die erste Anhebung seit Juli 2023.

Anleiherenditen bremsen die Rally

Am Donnerstag, dem 24. September, fielen die Kurse zurück, als die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen das höchste Niveau seit 2007 erreichten. Bitcoin sank auf rund 83.300 Dollar, bevor asiatische und europäische Käufer den Rückgang auffingen.

Ein geöffneter Laptop zeigt Handelscharts für Kryptowährungen auf einem Tisch in einem Café.
Kryptowährungs-Handelscharts auf einem Laptop in einem Café.

Am Freitag bewegte sich BTC in einer Spanne zwischen 82.900 und 85.000 Dollar. Zum Wochenschluss am Sonntag, dem 27. September, notierte der Kurs bei 84.601 Dollar, ein Plus von rund 5,3 Prozent auf Wochensicht.

Auch das ETF-Tempo ließ nach: Aus dem Rekordtag mit knapp einer Milliarde Dollar wurden binnen weniger Handelstage nur noch gut 100 Millionen Dollar. Ein ähnliches Muster war Anfang September zu beobachten, als rund 750 Millionen Dollar aus den Fonds abflossen und gehebelte Positionen bei Bitcoin unter 78.000 Dollar unter Druck gerieten.

Warum die 33-Prozent-Lücke zum Rekordhoch zählt

Trotz der Rally liegt Bitcoin noch rund 33 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.198 Dollar aus dem Oktober 2025. Die ETF-Zuflüsse vom Montag markierten den höchsten Tageswert seit elf Monaten, und das nach Monaten, in denen die US-Spot-ETFs überwiegend Nettoabflüsse verzeichneten.

Erst ab dem 19. August drehte sich das Bild: Innerhalb weniger Wochen flossen rund 4,6 Milliarden Dollar in die Fonds und glichen die zuvor aufgelaufenen Abflüsse weitgehend aus. Ob der aktuelle Wochensprint eine tragfähige Trendwende einleitet oder ein statistischer Ausreißer bleibt, lässt sich nicht an einer einzelnen starken Woche ablesen, sondern erst an mehreren aufeinanderfolgenden ETF-Wochen.

Diese Marken entscheiden die nächsten Wochen

Ein Anstieg über 85.000 Dollar könnte den Weg Richtung 87.000 Dollar öffnen, während ein Rückfall unter 82.900 Dollar 80.000 Dollar als nächste Unterstützung ins Spiel brächte. Terminmärkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 68,5 Prozent für eine weitere Zinserhöhung im Oktober ein.

Ob sich 80.000 bis 82.000 Dollar als neuer Boden bestätigen, hängt maßgeblich davon ab, ob die entscheidenden Widerstandszonen bei Bitcoin über die vergangene Woche hinaus verteidigt werden, während die Anleiherenditen ihrerseits von den Fed-Erwartungen für Oktober abhängen.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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