Die britische Großbank Standard Chartered hat ihre einst euphorische Bitcoin Prognose drastisch revidiert und warnt Investoren nun vor einem möglichen Absturz auf bis zu 50.000 US-Dollar. Hatte das Institut vor wenigen Monaten noch Kursziele von bis zu 300.000 US-Dollar ausgerufen, zwingt die aktuelle Marktlage die Analysten zu einer deutlichen Korrektur nach unten.
Das Wichtigste im Überblick:
- Standard Chartered senkt seine Bitcoin-Prognose von 300.000 USD.
- Die Analysten halten sogar einen Absturz auf bis zu 50.000 USD für realistisch
- Krypto-Native Analysten bleiben hingegen eher optimistisch mit ihren Prognosen.
Prognose halbiert: Von 150.000 auf 100.000 Dollar
Der Kryptomarkt befindet sich in einer fragilen Phase. Nachdem Bitcoin im Oktober noch Rekordhochs von über 126.000 US-Dollar verzeichnete, hat die führende Kryptowährung fast 45 Prozent an Wert verloren. In einer neuen Marktanalyse zeichnet Standard Chartered nun ein vorsichtiges Bild für die kommenden Jahre. Geoffrey Kendrick, Leiter der Digital-Asset-Forschung der Bank, senkte das Kursziel für Ende 2026 von zuvor 150.000 US-Dollar auf nunmehr 100.000 US-Dollar. Dies markiert bereits die zweite massive Abwärtskorrektur in kurzer Zeit.
Grund für die trüben Aussichten sind laut Kendrick primär die anhaltenden Bitcoin ETF Abflüsse. Viele Anleger, die über die US-Spot-ETFs in den Markt eingestiegen sind, sitzen auf Buchverlusten. Der durchschnittliche Einstiegspreis dieser Investorengruppe wird auf etwa 90.000 US-Dollar geschätzt. Angesichts der aktuellen Kurse wächst der Verkaufsdruck, was laut Experten eine weitere Kapitulationswelle auslösen könnte. Dies steht im Kontrast zu punktuellen Zuflüssen, wie jüngst berichtet wurde, als Bitcoin ETFs plötzlich 330 Millionen rein holten, was die Volatilität der institutionellen Stimmung unterstreicht.
Droht ein Krypto-Crash auf 50.000 Dollar?
Kurzfristig sieht Geoffrey Kendrick das Risiko noch nicht gebannt. Bevor eine nachhaltige Stabilisierung einsetzt, könnte die Ur-Kryptowährung im schlimmsten Fall bis auf 50.000 US-Dollar „durchgereicht“ werden. Ein solcher Krypto-Crash würde auch den Altcoin-Markt schwer treffen; für Ethereum skizziert die Bank ein mögliches Rückschlagsrisiko bis auf 1.400 US-Dollar. Die Kopplung an den schwächelnden Technologiesektor sowie makroökonomische Unsicherheiten wirken als zusätzliche Belastungsfaktoren.
Technisch gesehen kämpfen die Bullen an der letzten Verteidigungslinie. Analysten wie Tony Sycamore von IG Australia verweisen auf die Marke von 58.000 US-Dollar, die mit dem gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt korrespondiert. Viele Marktbeobachter argumentieren jedoch, dass 60.000 Dollar der Boden sein könnte, da hier massive Kaufinteressen vermutet werden. Sollte diese Zone jedoch nachhaltig fallen, wäre der Weg für das Bären-Szenario von Standard Chartered frei.
Analysten uneins über weitere Entwicklung
Trotz der Warnungen gibt es weiterhin optimistische Stimmen, die die aktuelle Korrektur als gesunde Marktbereinigung sehen. Während Standard Chartered zur Vorsicht mahnt, halten andere Experten an ihren bullishen Modellen fest.
If the weekly RSI were closing right now, it would tie the lowest it's been in Bitcoin's history.
The 200-week SMA is at $58,000, and the 1st quantile in my Bitcoin Quantile Model is at $54,000 to $58,000, depending on whether you use the genesis block as your start point or a…
— Plan C (@TheRealPlanC) February 5, 2026
So hat beispielsweise Top-Experte Plan C eine spektakuläre Bitcoin Prognose veröffentlicht, die ein deutlich positiveres Szenario zeichnet. Die Divergenz zwischen den Bankenanalysten und Krypto-Natives ist derzeit so groß wie selten zuvor.
Für Anleger bleibt die Situation eine Geduldsprobe. Historische Daten könnten jedoch Hoffnung geben. Zwar warnt Standard Chartered vor einem weiteren Abverkauf, doch technische Indikatoren zeigen oft erst im Moment maximaler Angst Kaufsignale an. Wer antizyklisch denkt, könnte in der aktuellen Phase eine einmalige Chance sehen, da dieser Indikator immer recht hatte und langfristig orientierten Investoren in der Vergangenheit gute Einstiege signalisierte.
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