Der Kryptomarkt ist mit starkem Verkaufsdruck in den neuen Handelstag gestartet. Bitcoin fiel erstmals seit 2022 unter seine Zwei Jahres Durchschnittslinie und rutschte im Tief bis in den Bereich um 81.000 US Dollar. Dieser technische Bruch löste eine Kettenreaktion aus. Innerhalb kurzer Zeit kam es zu Liquidationen im Umfang von rund 1,7 Milliarden US Dollar. Die Bewegung verstärkte sich dadurch selbst und führte zu hoher Volatilität im gesamten Markt. Daten von Santiment zeigen, dass die Angst unter Marktteilnehmern deutlich zugenommen hat und ein Mehrjahreshoch erreicht. Vergleichbare Stimmungswerte traten in der Vergangenheit häufig in Phasen auf, in denen starke Abwärtsbewegungen ihren Höhepunkt erreichten, was sich auf die Bitcoin Prognose auswirkt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bitcoin fällt erstmals seit 2022 unter die Zwei Jahres Durchschnittslinie und rutscht bis in den Bereich um 81.000 US Dollar.
  • Der Kursrückgang löst Liquidationen im Umfang von rund 1,7 Milliarden US Dollar aus und verstärkt den Abwärtsdruck.
  • Der Abverkauf erfasst mehrere Anlageklassen, Gold verliert rund acht Prozent, Silber etwa zwölf Prozent und der Nasdaq 2,5 Prozent.
  • Eine Einigung in den USA verhindert kurzfristig einen Government Shutdown, stabilisiert die Märkte jedoch nicht unmittelbar.
  • Berichte über eine mögliche Nominierung von Kevin Warsh als Fed Chef sorgen für zusätzliche Unsicherheit.
  • Ein Krypto Marktstrukturgesetz wird im US Senat knapp entlang der Parteilinien vorangebracht.
  • Institutionelle Akteure bleiben aktiv, ein großer texanischer Pensionsfonds erhöht sein Engagement im Bitcoin Umfeld.

Globaler Abverkauf belastet auch klassische Märkte

Der Rückgang bei Bitcoin war kein isoliertes Ereignis. Parallel kam es zu einem breiten Risikoabbau an den globalen Finanzmärkten. Gold verlor zeitweise rund acht Prozent, Silber gab sogar etwa zwölf Prozent nach. Auch der Technologiesektor stand unter Druck. Der Nasdaq fiel um rund 2,5 Prozent. Die gleichzeitigen Verluste in verschiedenen Anlageklassen deuten auf eine generelle Reduktion von Risiko hin.

Investoren zogen Kapital ab, statt einzelne Märkte gezielt umzuschichten. Der Kryptomarkt reagierte dabei besonders sensibel, da hohe Hebelpositionen den Verkaufsdruck zusätzlich verstärkten.
Politische Nachrichten und Fed Gerüchte sorgen für Unsicherheit

Auf politischer Ebene gab es über Nacht eine kurzfristige Entspannung. Senats Demokraten erzielten eine Einigung mit Donald Trump, um einen drohenden Government Shutdown in den USA zu verhindern. Damit wurde ein akuter Unsicherheitsfaktor zwar entschärft, eine unmittelbare Erholung an den Märkten blieb jedoch aus.

Zusätzlich sorgten Berichte über eine mögliche Nominierung von Kevin Warsh als neuen Chef der US Notenbank für Aufmerksamkeit. Wettmärkte reagierten schnell, die Wahrscheinlichkeit einer Nominierung stieg deutlich an.

Warsh hatte sich in der Vergangenheit positiv über technologische Innovationen geäußert und Bitcoin als moderne Software beschrieben. Allein die Aussicht auf einen möglichen Führungswechsel bei der Notenbank reichte aus, um die Unsicherheit im Markt weiter zu erhöhen, auch wenn es bislang keine offizielle Bestätigung gibt.

Regulierung, Institutionen und strukturelle Entwicklungen

Auch auf regulatorischer Seite gab es relevante Signale. Ein Gesetz zur Marktstruktur von Kryptowährungen wurde im zuständigen US Senatsausschuss knapp verabschiedet. Die Abstimmung fiel mit 12 zu 11 Stimmen aus und verlief strikt entlang der Parteilinien. Das zeigt, wie fragil der politische Rückhalt für solche Vorhaben weiterhin ist. Parallel dazu planen die US Börsenaufsicht SEC und die Rohstoffaufsicht CFTC eine gemeinsame Vereinbarung zur Aufsicht über den Kryptomarkt, um Zuständigkeiten klarer zu regeln.

Institutionell setzte der größte Pensionsfonds aus Texas ein Zeichen und erhöhte seine Beteiligung an der Bitcoin Treasury Firma Strategy.

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Bitcoin Aussichten

Bitcoin erlebte eine der größten Liquidationsphasen seiner Geschichte. Innerhalb weniger Stunden fiel der Kurs von rund 89.000 auf etwa 80.000 US Dollar und verlor damit etwa zehn Prozent. Dieser schnelle Rückgang löste massive Long Liquidationen aus. Durch den hohen Einsatz von Hebelprodukten verstärkte sich die Abwärtsbewegung deutlich und führte zu einem beschleunigten Kursverfall in kurzer Zeit.

Aus technischer Sicht ist vor allem der Bruch mehrerer zentraler Unterstützungszonen entscheidend. Bitcoin fiel unter eine langfristig gehaltene Durchschnittslinie und brach gleichzeitig aus einer bärischen Flaggenstruktur nach unten aus. Damit wurde die zuvor bestehende Seitwärtsphase klar nach unten aufgelöst. Besonders relevant ist der Bereich zwischen 81.000 und 70.000 US Dollar, da dort historisch nur wenig Handelsvolumen stattgefunden hat. Solche Zonen werden häufig zügig durchlaufen, da es an stabiler Unterstützung fehlt. Doch hier könnte sich eine gute Gelegenheit ergeben, um Bitcoin zu kaufen.

Zusätzlich signalisieren weitere Indikatoren eine Verschlechterung der Struktur. Bitcoin notiert unter wichtigen gleitenden Durchschnitten und hat eine mehrjährige Unterstützungslinie unterschritten. In dieser Konstellation bleibt der Abwärtsdruck technisch bestehen, solange keine Rückkehr über diese Niveaus erfolgt.

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Stefan Haas
Stefan Haas

Nach dem Maschinenbaustudium war Stefan mehrere Jahre als leitender Angestellter tätig, bevor er 2020 in die Selbstständigkeit wechselte. Erste Berührungspunkte mit Bitcoin hatte er bereits 2016 – damals noch im kurzfristigen Trading. Später baute und betrieb er ein eigenes Mining... Mehr lesen

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