Die Zukunft von Bitcoin-Mining ist dezentral, sagt Jack Dorsey und veröffentlicht über Block die Bitcoin-Plattform Proto. 

Von Zahlungen und allen Funktionen als Bitcoin-Wallet bis hin zur Mining-Hardware und der Steuerung von Software im großen Stil für das Krypto-Mining soll Proto ermöglichen. Die Initiative soll das Mining neuer Bitcoins, auch als Schürfen bezeichnet, dezentral aufstellen. Bisher sind es große Monopolisten, wie IREN oder MARA, die das Mining kontrollieren. Die zentralisierte Steuerung und Abschöpfung der Profite sind Jack Dorsey ein Dorn im Auge. 

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Mit dem neuen Produkt geht es einen großen Schritt in Richtung Dezentralität fürs Bitcoin-Mining. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das neue Bitcoin-Mining soll ohne Hardware-Austausch auskommen.
  • Proto gewährt bisher unerreichten Zielgruppen Zugang zum Schürfen.
  • Open-Source-Tools stehen für das Flottenmanagement bereit.
  • Modulare, reparierbare Rigs sind ebenfalls Bestandteil der Initiative.
  • Auch Tether unterstützt dezentrale Bitcoin-Mining-Pools wie OCEAN.
  • Zentralisierte Anbieter wie Bitmain gerieten zuletzt unter Spionageverdacht.
  • Ähnlich wie Linux für Software, könnte sich Proto für Hardware entwickeln.
  • Projekte wie Proto könnten mit DePIN-Coins wie IOTA zusammenarbeiten.

Welche Vorteile bietet Proto von Block?

Ein wartungsfreundliches Mining-System, das wenig anfällig für Reparaturen und teuren Austausch ist, stellt die zentrale Basis des Konzeptes von Proto dar. Werkzeuglose Upgrades und eine möglichst lange Lebensdauer sind weitere Bedingungen, die das Unternehmen Block, gegründet von Jack Dorsey, an die neue Hardware stellt. Damit soll unter anderem teures Recycling vermieden werden, was auch der Umwelt zugutekommt. 

Als Teil von Block ist Proto in einer einzigartigen Position, die Dezentralisierung des Bitcoin-Minings voranzutreiben.

Quelle: Proto

Proto Fleet umfasst eine Software für den Betrieb mehrerer, meist großer Mengen Mining-Rigs, auch als Flotten bezeichnet. Block präsentiert Fleet als Ergänzung zum Rig und will damit die Verfügbarkeit erhöhen und die Komplexität beim Betrieb der Mining-Hardware reduzieren. An der Dezentralität für das Schürfen neuer Bitcoins kommt man laut Dorsey nicht vorbei, denn die Branche wandelt sich enorm. Und derzeit sind die Miner an eine Handvoll Hersteller gebunden, wenn sie nachrüsten, aufrüsten oder warten wollen. 

Es geht nicht nur um die Erzeugung von Bitcoins. Es geht um den Erhalt eines dezentralen Netzwerks, die Unterstützung moderner Energiesysteme und die Wahrung der digitalen Souveränität.

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Block Inc. positioniert Proto neben seinen anderen Initiativen. Dazu gehören das Lightning Payment System, die Cash App und die selbstverwahrende Bitcoin-Wallet Bitkey. Um die Infrastruktur der Bitcoin-Blockchain zu stärken und den Zugang zu den Mining-Belohnungen zu erleichtern, sollen statt Einweggeräten reparierbare, aufrüstbare Geräte zum Einsatz kommen. Außerdem ist das erklärte Ziel der Proto-Initiative, dass sich die Lösungen sowohl an kleine Betreiber und Anwender als auch an größere Mining-Farmen richten.

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Proto kombiniert Angebote aus Hardware, Software und Community-Programmen auf einer einzigen Plattform. Mit zunehmender Verbreitung solcher dezentraler Lösungen soll eine verteilte Bitcoin-Hashrate für die Branche erreicht werden, was auch einen geringen Hardware-Verbrauch nach sich zieht. 

Wie funktioniert die Proto-Initiative?

Schon im Oktober 2021 kündigte Jack Dorsey auf X an, dass man darüber nachdenke, ein Bitcoin-Mining-System zu entwickeln, das Open Source und in Zusammenarbeit mit der Community entstehen soll. Am 13. Januar 2022 übernahm dann der Chef-Designer von Block Inc. auf X die Aufgabe, den Beschluss der Initiative bekanntzugeben. 

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Inzwischen sind zahlreiche Initiativen um das Ökosystem von Proto entstanden, mit dem die Dezentralität von Mining-Abläufen gefördert werden soll. Landwirtschaftliche Betriebe erhalten über Agrivoltaik, das ist Solarstrom über landwirtschaftliche Flächen, die Möglichkeit, netzgekoppelte Batteriespeicher fürs Bitcoin-Mining zu verwenden. 

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Die von Block Inc. angebotenen Mining-Anlagen werden in den USA hergestellt, was der Politik von US-Präsident Donald Trump zur Reduzierung der Abhängigkeiten entgegenkommen dürfte. 

Kann es wirklich dezentrales Bitcoin-Mining geben?

Jack Dorsey setzt mit seinen Geschäftsentwicklungen voll und ganz auf Bitcoin. Ob die landwirtschaftlichen Kleinbetriebe dank Batteriespeicher wirklich lukrativ am Mining neuer BTC teilhaben können, bleibt abzuwarten. Eine schöne Vorstellung von grünem Krypto-Mining ist es aber allemal. 

Was die Dezentralität beim Mining-Prozess angeht, stehen zahlreiche Faktoren dieser Entwicklung entgegen, auch wenn die eigentlich in der Natur von Bitcoin vorgesehen ist. Es gibt zahlreiche Bedenken gegen eine starke Zentralisierung durch Mining-Pools und Monopolisten, die in immens großen Rechenzentren nichts anderes machen, als neue Bitcoins zu schürfen. 

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Pools aus vielen verschiedenen, eigennützigen Akteuren bestehen, die alle ein Interesse daran haben, das Netzwerk dezentral und stabil zu halten, da jede Schwachstelle im System zum Verlust ihrer Haupteinnahmequelle führen könnte.

Quelle: Fidelity Digital Assets

Aber es gibt auch hohen Kostendruck, angetrieben durch sinkende Blockbelohnungen und steigende Betriebskosten sowie die benötigte Hardware. Genau hier könnte die Lösung von Block Inc. ansetzen. Die großen Betreiber von Mining-Fabriken stellen allmählich ihre Geschäftsmodelle, zumindest teilweise, um. Sie stellen ihre Rechenleistung für KI-Anwendungen bereit. Das schafft freie Kapazitäten, die auch durch Proto beispielsweise mit erneuerbaren Energien genutzt werden können. 

Bitcoin-Mining wandelt sich unter neuen Standards der Wertschöpfung und die Bedeutung des Erhalts der Dezentralität des Bitcoin-Netzwerks erhält neuen Antrieb. Weitere Firmen positionieren sich zudem in diesem Segment, darunter das Tatsu-Projekt mit ChipForge, einer ähnlich gelagerten Plattform für die Zusammenarbeit von Minern.

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Paul Schröder
Paul Schröder

Paul ist hauptberuflicher Content-Writer mit einem Schwerpunkt auf Kryptowährungen und Finanzthemen. Seine Leidenschaft für Krypto begann 2016, als er seinen ersten Bitcoin für rund 900 Dollar kaufte. Seitdem hat er sich immer wieder intensiv mit dem Markt beschäftigt. 2024 machte er... Mehr lesen

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