Bitcoin zeigt ein Kursverhalten, das langjährigen Marktteilnehmern bekannt vorkommen dürfte. Laut der aktuellen Analyse von Crypto Rover gleicht die Struktur des laufenden Zyklus erstaunlich stark der Phase aus den Jahren 2021 und 2022. Vier Jahre später scheinen sich viele Bewegungen erneut abzuspielen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Bitcoin zeigt nahezu identische Kursmuster wie im Zyklus 2021 bis 2022.
- Der 200-Tage-SMA bei rund 100.000 US-Dollar gilt als zentrale Entscheidungszone.
- Zeitlich passt der Markt erneut zum bekannten Halving-Zyklus. key_takeaway]Ober- und unterhalb des aktuellen Kurses liegt viel Liquidität.[/key_takeaway]
- Solange alte Hochs nicht klar überschritten werden, bleibt der Vierjahreszyklus intakt.
Fraktal aus 2021 kehrt bei Bitcoin zurück
Der Blick auf den langfristigen Chart zeigt auffällige Parallelen. In beiden Zyklen kam es zunächst zu einer Doppeltop-Struktur, gefolgt von einem deutlichen Rücksetzer. Danach bildete sich ein zweiter Boden, bevor eine Erholungsbewegung einsetzte. Dieses Muster ist im aktuellen Markt erneut sichtbar. Besonders der 200-Tage-Simple-Moving-Average spielt dabei eine zentrale Rolle.
In früheren Zyklen führte der Kurs nach starken Abverkäufen fast immer zu einer Entlastungsrallye in Richtung dieser Linie. Auch 2021 verlief diese Bewegung nahezu identisch. Erst ein Bruch darunter leitete damals eine stärkere Abwärtsphase ein. Ende 2025 zeigte Bitcoin erneut einen kräftigen Rückgang, gefolgt von einer Stabilisierung. Genau an dieser Stelle setzt der Vergleich an.
200-Tage-Linie als Schlüsselniveau
Der 200-Tage-Durchschnitt verläuft aktuell im Bereich um 100.000 US-Dollar. Darüber liegt eine weitere massive Widerstandszone nahe der vorherigen Range.
EMA liegt nahe, Quelle: Analyse von Krypto Rover auf https://www.youtube.com/watch?v=hgeGSrP_xWs
Technisch betrachtet treffen hier mehrere Faktoren zusammen: gleitender Durchschnitt, horizontale Resistance und hohe Liquidität.
Crypto Rover sieht genau hier den Punkt, an dem sich entscheidet, ob der Vierjahreszyklus weiterhin Bestand hat. Solange Bitcoin diese Zone nicht klar nach oben durchbricht, bleibt das bisherige Zyklusmodell gültig. Ein nachhaltiger Ausbruch über alte Allzeithochs würde das Bild verändern und Raum für ein neue Bitcoin Prognose öffnen.
Auch der Blick auf den Halving-Zyklus stützt diese These. Rund 18 Monate nach dem Halving erreichte Bitcoin in früheren Zyklen jeweils ein zyklisches Hoch. Zeitlich liegt der aktuelle Markt sehr nah an diesem Fenster. Die Überschneidung von Fraktal, gleitendem Durchschnitt und Halving-Timing macht die aktuelle Phase besonders sensibel.
Liquidität und Volatilität von Bitcoin
Neben der Chartstruktur spielt die Liquiditätsverteilung eine wichtige Rolle. Oberhalb des aktuellen Kursniveaus liegen größere Liquiditätspools, ebenso darunter. Bitcoin neigt dazu, diese Bereiche gezielt anzulaufen. Ein kurzfristiger Anstieg in Richtung 110.000 US-Dollar wäre daher nicht ungewöhnlich, um dort Stops auszulösen. Erst danach könnte sich die nächste Richtung klarer zeigen.
Zusätzlich wird aktuell das sogenannte Bull Market Support Band getestet. Dieses Band fungiert abwechselnd als Unterstützung und Widerstand. Auch hier zeigt sich ein nahezu identisches Verhalten zum Zyklus 2021 bis 2022. Bruch, Rückeroberung, neues Hoch, erneuter Bruch. Das Muster ist bekannt.
This chart has perfectly predicted the current Bull Trap.
Everyone knows what happens next, but most are just scared to admit it.
The pattern is identical to what we saw in 2021, and if it holds, Bitcoin will dump to $40K next month.
Are you prepared for that scenario? pic.twitter.com/p33bOiSGXp
— Chiefy (@0xChiefy) January 15, 2026
Die makroökonomische Lage liefert dem Chartbild zusätzlichen Kontext. Geopolitische Spannungen rund um den Persischen Golf sorgten zuletzt für spürbare Umschichtungen an den Märkten. Bitcoin kletterte zeitweise bis auf 95.700 US-Dollar und lag damit rund 1.000 US-Dollar über dem Vortagesniveau. Die Nachfrage zog parallel zu klassischen Absicherungen wie Gold und Silber an.
Marktbeobachter werten die Bewegung weniger als strukturellen Stärkeimpuls, sondern als Reaktion auf Unsicherheit. Ohne neue Signale der US-Notenbank bleibt der Anstieg fragil. Zinssenkungen hatten im vergangenen Jahr den Boden für deutlich höhere Kurse bereitet und gelten weiterhin als zentraler Treiber.
Fazit zur aktuellen Marktlage
Die Analyse von Crypto Rover zeichnet damit ein klares Bild. Der Bitcoin-Vierjahreszyklus lebt. Die Kursstruktur, das Timing nach dem Halving und die Reaktion an zentralen technischen Marken sprechen dieselbe Sprache. Erst ein deutlicher Ausbruch über die großen Widerstände würde dieses Szenario kippen. Bis dahin dominiert ein Marktumfeld, das stark an frühere Zyklen erinnert. Volatilität bleibt hoch, Entscheidungen fallen an klar definierten Zonen.
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