Das japanische Unternehmen Remixpoint hat am 1. September sämtliche Bestände an Ethereum, Solana, XRP und Dogecoin veräußert und damit Bitcoin zum einzigen verbliebenen Krypto-Asset in seinem Treasury gemacht. Der Verkauf brachte 878.814.569 Yen (rund 4,47 Millionen US-Dollar) ein, bei einem Buchwert von 761.041.920 Yen (3,87 Millionen US-Dollar) – daraus resultierte ein realisierter Gewinn von 117.772.649 Yen (598.400 US-Dollar).

Das Wichtigste im Überblick:

  • Remixpoint verkaufte am 1. September ETH, SOL, XRP und DOGE für 878,8 Mio. Yen (4,47 Mio. USD) mit einem Gewinn von 117,8 Mio. Yen (598.400 USD)
  • Bitcoin ist nun das einzige Krypto-Asset im Unternehmens-Treasury, Bitcoin-Lending brachte zwischen Februar und August 14,92 BTC an Gebühren ein
  • Laut Bitcoin Treasuries hält Remixpoint 1.501 BTC im Wert von 116,1 Millionen US-Dollar und rangiert damit auf Platz 38 unter börsennotierten Bitcoin-Haltern
  • Der Schritt reiht sich in eine Serie ähnlicher Bitcoin-Treasury-Entscheidungen bei Metaplanet, Zhibao Technology, Strive und Strategy ein

Remixpoint verkauft Altcoins für 878,8 Millionen Yen

Die Ergebnisse fielen je nach Asset unterschiedlich aus. Ethereum brachte den größten Einzelgewinn mit 60.203.121 Yen (305.900 US-Dollar), gefolgt von Solana mit 49.304.898 Yen (250.500 US-Dollar) und XRP mit 11.523.717 Yen (58.500 US-Dollar). Einzig Dogecoin wurde mit einem Verlust von 3.259.087 Yen (16.500 US-Dollar) verkauft.

Vor dem Verkauf hatten ETH und SOL zusammen bereits 29.874.959 Yen (151.800 US-Dollar) an Staking-Erträgen erwirtschaftet. Remixpoint erwartet, den realisierten Gewinn im zweiten Quartal des Geschäftsjahres, das am 31. März 2027 endet, als Umsatz im Geschäftssegment zu verbuchen.

Bitcoin wird zum einzigen Krypto-Asset im Treasury

Das Unternehmen begründete die Entscheidung damit, Marktbedingungen, das Risiko-Rendite-Profil jeder einzelnen Kryptowährung sowie die eigene Finanzstrategie umfassend abgewogen zu haben. Die künftige Krypto-Politik soll sich nun ausschließlich auf Bitcoin konzentrieren, was laut Remixpoint die Strategie klarer macht und die Kapitaleffizienz verbessert.

Dass Bitcoin im Treasury bleibt, hat auch einen handfesten Ertragsgrund: Zwischen dem 24. Februar und dem 31. August generierte Bitcoin-Lending 14,92055902 BTC an Gebühren, im Gegenwert von 164.218.522 Yen (834.300 US-Dollar). Laut Bitcoin Treasuries hält Remixpoint aktuell 1.501 BTC im Wert von 116,1 Millionen US-Dollar und belegt damit Platz 38 unter börsennotierten Bitcoin-Haltern weltweit – abweichende Bestandsangaben in anderen Quellen erklären sich durch unterschiedliche Stichtage.

Close-up of two physical gold-colored Bitcoin coins featuring the Bitcoin symbol and binary code
Photo by Jievani on Pexels

Bitcoin-Treasuries als breiterer Unternehmenstrend

Der Schritt reiht sich in eine Serie ähnlicher Entscheidungen börsennotierter Unternehmen ein, die zuletzt Kapital aufnehmen, um ihre Reserven stärker auf Bitcoin zu konzentrieren. Metaplanet stockte im April um 5.075 BTC auf und hält nun 40.177 BTC, während Zhibao Technology im August über eine Privatplatzierung im Umfang von 154,7 Millionen US-Dollar 2.380 BTC erhielt.

Strive kaufte im August zunächst 1.110 BTC für 81,5 Millionen US-Dollar und legte anschließend weitere 1.800 BTC für rund 143 Millionen US-Dollar nach. Ende August erwarb Strategy 4.603 BTC für 369,7 Millionen US-Dollar und beendete damit eine rund zweimonatige Kaufpause – während Unternehmen wie BitMine im Gegensatz dazu weiterhin gezielt auf Ethereum als Treasury-Asset setzen.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Relevant wird zunächst, wie Remixpoint den realisierten Gewinn von 117.772.649 Yen im zweiten Geschäftsquartal buchhalterisch ausweist. Die Verkaufserlöse können laut Unternehmensangabe in den Ausbau von Batteriespeicherprojekten fließen oder schlicht die Bilanz stärken – beide Optionen bleiben bislang offen.

Zu beobachten sind zudem künftige Offenlegungen zum Bitcoin-Bestand und zur Lending-Aktivität des Unternehmens. Da Bestandszahlen je nach Stichtag variieren, lohnt sich bei kommenden Meldungen ein genauer Blick auf das Erhebungsdatum.

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Patrick Krauss
Patrick Krauss
Krypto-Analyst & Review-Faktenchecker

Patrick Krauss ist Krypto-Analyst und Autor bei 99Bitcoins und verantwortlich für das Faktenchecking von Krypto-Börsen- und Broker-Reviews. Er prüft sämtliche Inhalte auf fachliche Richtigkeit, Aktualität und Nachvollziehbarkeit und stellt sicher, dass Angaben zu Gebühren, Handelsbedingungen, Regulierung, Sicherheitsstandards und Risikohinweisen korrekt... Mehr lesen

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