Die Dubai Financial Services Authority (DFSA) hat XRP als anerkannten virtuellen Vermögenswert eingestuft. Lizenzierte Unternehmen im Dubai International Financial Centre (DIFC) können den Token damit in Vermögensverwaltungsprozesse und Handelsangebote einbinden. Die Entscheidung schafft für XRP einen regulatorischen Rahmen innerhalb der Sonderwirtschaftszone.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die DFSA hat XRP in ihre Liste der anerkannten Krypto-Token für das DIFC aufgenommen.
  • Lizenzierte Unternehmen können XRP in Kryptowährungsdienste, Handelsangebote und Vermögensverwaltungsprozesse einbinden.
  • Neben XRP wurde auch Toncoin (TON) aufgenommen; zuvor waren Bitcoin, Ethereum und Litecoin anerkannt worden.
  • Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Ripple in den USA weiterhin mit der SEC im Rechtsstreit liegt.

Die DFSA-Entscheidung im Detail

Mit XRP und Toncoin erweitert die DFSA ihre Liste anerkannter digitaler Vermögenswerte im DIFC. Bereits im Vorjahr hatte die Aufsichtsbehörde Bitcoin, Ethereum und Litecoin in die Liste aufgenommen. Für lizenzierte Unternehmen in der Sonderwirtschaftszone bedeutet die Entscheidung regulatorische Klarheit bei der Einbindung von XRP in Kryptowährungsdienstleistungen, Handelsangebote und Vermögensverwaltungsprodukte.

Aerial view of the Dubai International Financial Centre gate building with a large branded hot air balloon
The Gate building at the Dubai International Financial Centre (DIFC).

Nach Angaben von Ripple-CEO Brad Garlinghouse sind mehr als 4.000 Unternehmen im DIFC tätig. Die Anerkennung eröffnet diesen Unternehmen die Möglichkeit, XRP innerhalb des regulatorischen Rahmens des DIFC in ihre Geschäftsprozesse aufzunehmen.

Reaktion aus der Ripple-Zentrale

Brad Garlinghouse begrüßte die Entscheidung und ordnete sie als Unterstützung für Dubais Anspruch ein, sich als internationales Finanzzentrum zu positionieren. Er verband die Entwicklung mit der Erwartung, dass die Aktivitäten der ansässigen Unternehmen zum Wirtschaftswachstum in der Region beitragen können.

Brad Garlinghouse, Ripple CEO, wearing a blue suit and speaking during a panel discussion.
Ripple CEO Brad Garlinghouse speaking at an industry event.

Garlinghouse erklärte zudem, Ripple wolle seine Präsenz in Dubai ausbauen. Die Ankündigung fiel zeitlich mit der Ripple Swell zusammen, dem Flaggschiff-Event des Unternehmens, das am 8. und 9. November in Dubai stattfinden sollte.

Rechtlicher Hintergrund: Zwei Kontinente, zwei Realitäten

Die Anerkennung in Dubai steht im Kontrast zur rechtlichen Situation von Ripple in den USA. Im Juli entschied Richterin Analisa Torres in einem Urteil, dass XRP bei Verkäufen über Börsen kein Wertpapier darstellt. Für direkte Verkäufe an institutionelle Käufer sah das Urteil jedoch eine abweichende Einordnung vor.

Die SEC nahm die private Beteiligung von Garlinghouse und Ripple-Mitgründer Chris Larsen aus der Beschwerde zurück. Weitere Streitpunkte zwischen Ripple und der Aufsichtsbehörde blieben bestehen; eine gerichtliche Auseinandersetzung war für den 9. November vorgesehen.

Während Ripple in den USA mit rechtlichen Fragen konfrontiert war, bot die DFSA-Anerkennung im DIFC einen klaren Rahmen für die Nutzung von XRP durch lizenzierte Unternehmen. Dubai positioniert sich damit als Standort, an dem digitale Vermögenswerte unter festgelegten regulatorischen Bedingungen eingesetzt werden können.

Was die Anerkennung bedeutet

Die Entscheidung der DFSA ist vor allem ein regulatorischer Schritt für das DIFC. Sie schafft die Grundlage dafür, dass lizenzierte Unternehmen XRP in ihren Angeboten und Prozessen einsetzen können. Ob und in welchem Umfang diese Möglichkeit genutzt wird, bleibt offen.

Für XRP und Ripple unterstreicht die Anerkennung die Bedeutung des DIFC als regulierter Standort für digitale Vermögenswerte. Sie ändert jedoch nichts an den weiterhin bestehenden rechtlichen Fragen im Verfahren mit der US-Börsenaufsicht SEC.

Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können

10+ Jahre

99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.

90hr+

Wöchentliche Recherche

100k+

Monatliche Leser

50+

Experten

2000+

Krypto-Projekte unter die Lupe genommen

Google News Icon
Folgen Sie 99Bitcoins in Ihrem Google News Feed.
Erhalten Sie die neuesten Updates, Trends und Einblicke direkt auf Ihr Gerät.
Jetzt abonnieren
Patrick Krauss
Patrick Krauss
Krypto-Analyst & Review-Faktenchecker

Patrick Krauss ist Krypto-Analyst und Autor bei 99Bitcoins und verantwortlich für das Faktenchecking von Krypto-Börsen- und Broker-Reviews. Er prüft sämtliche Inhalte auf fachliche Richtigkeit, Aktualität und Nachvollziehbarkeit und stellt sicher, dass Angaben zu Gebühren, Handelsbedingungen, Regulierung, Sicherheitsstandards und Risikohinweisen korrekt... Mehr lesen

Kostenloser Bitcoin-Crashkurs

  • Von über 100.000 Lesern genutzt
  • Eine E-Mail pro Tag, sieben Tage lang.
  • Kurz und lehrreich, garantiert!

1 Monat gebührenfrei traden

  • Bis zu 100 USD Gebühren im ersten Monat sparen.
  • Keine eigene Krypto-Wallet erforderlich.
  • Keine komplizierten Passwörter nötig.
1 Monat gebührenfrei traden
Nach oben