Nach mehreren Wochen seitlicher Bewegung ist nun eine zentrale Unterstützungszone bei Bitcoin gefallen. Der Kurs konnte sich nach dem Rücksetzer nicht stabilisieren und durchbrach eine Struktur, die über Monate hinweg gehalten hatte. Damit hat sich das technische Gesamtbild spürbar eingetrübt. Vor allem der Bruch des Bull-Flag-Musters, welches seit mehr als drei Monaten als Halt gedient hatte, verändert die Ausgangslage deutlich.
Das Wichtigste in Kürze:
- Bitcoin ist unter eine zentrale Unterstützungszone gefallen,, was das technische Gesamtbild klar eintrübt.
- Der Bruch der Bull-Flag-Struktur signalisiert eine nachlassende Trendstärke und erhöht das Risiko weiterer Abwärtsbewegungen.
- Ein offenes CME-Gap bei rund 89.000 US-Dollar könnte kurzfristig für eine technische Erholung sorgen.
- Unterhalb von 80.000 US-Dollar zeigt das Volumenprofil eine dünne Handelszone, was schnelle Kursbewegungen bis in den Bereich 70.000 US-Dollar begünstigt.
Wichtige Unterstützung verloren, Trend verliert an Kraft
Mehrfach hatte Bitcoin genau an dieser Zone kräftig nach oben reagiert. Drei deutliche Abpraller sorgten in der Vergangenheit für Hoffnung auf eine Fortsetzung des übergeordneten Trends, was sich in der Bitcoin Prognose zeigt. Mit dem Rückgang wurde diese Linie jedoch aufgegeben. Aus technischer Sicht ist das ein klares Warnsignal. Der Markt signalisiert Schwäche, vor allem weil der Bruch nicht impulsiv zurückgekauft wurde.
Parallel dazu bleibt das Umfeld angespannt. Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Government Shutdowns in den USA ist zuletzt auf rund 78 Prozent gestiegen. Beim letzten Shutdown folgte auf eine kurze Erholung ein deutlicher Liquiditätsentzug. Bitcoin und Ethereum verloren in dieser Phase rund 20 bis 25 Prozent, Altcoins deutlich mehr. Die Ausgangslage ist diesmal heikler, da die Liquidität bereits dünn ist und das Vertrauen im Markt angeschlagen wirkt.
🚨 WARNING: There’s now a 78% chance we get a 🇺🇸 US Government Shutdown before the end of the month. pic.twitter.com/Yqqt3tnY7W
— Mister Crypto (@misterrcrypto) January 26, 2026
Institutionelle Gelder fließen derzeit eher in Aktien und Gold. Die Volatilität an den traditionellen Märkten bleibt erhöht, was zusätzliche Unsicherheit schafft. In diesem Umfeld fällt es Bitcoin schwer, Kaufdruck aufzubauen. Solange politische Risiken und Liquiditätsfragen ungelöst bleiben, fehlt ein stabiler Boden für eine nachhaltige Erholung.
CME-Gap als kurzfristiger Hoffnungsschimmer
Entlastung könnte die offene CME Gapp bringen. Dieses liegt im Bereich von rund 89.000 US-Dollar. In Betrachtung der Vergangenheit werden solche Gaps häufig geschlossen, teils innerhalb weniger Tage, teils erst nach mehreren Wochen. Ein technischer Rücklauf in diese Zone ist daher durchaus möglich und würde eine kurzzeitig Entlastung bringen.
Ein solcher Anstieg würde jedoch nichts an der übergeordneten Struktur ändern. Entscheidend bleibt, ob Bitcoin verlorene Unterstützungen zurückerobern kann. Gelingt das nicht, bleibt jeder Bounce anfällig für neue Abverkäufe. Der Markt befindet sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase, allerdings mit klarer Tendenz nach unten.
Be careful shorting Bitcoin here.
Big CME Gap to the upside.
$87.9k – $89.3k. pic.twitter.com/vSbnjYIdV0
— Nic (@nicrypto) January 26, 2026
Besonders kritisch wird der Bereich unterhalb von 80.000 US-Dollar. Ein Blick auf das Volumenprofil zeigt dort eine auffällige Leere. Zwischen 80.000 und 70.000 US-Dollar wurde in der Vergangenheit vergleichsweise wenig gehandelt. Fällt der Kurs in diese Zone, könnte die Bewegung sehr schnell verlaufen, da kaum Volumen als Puffer vorhanden ist.
Große Entscheidungszone zwischen 78.000 und 66.000 US-Dollar
Auf höheren Zeitebenen könnte der Trend brechen, der seit Anfang 2023 gehalten hat. Diese Zone wurde bereits mehrfach getestet und steht nun auf dem Prüfstand. Ein bestätigter Bruch würde das Risiko einer beschleunigten Abwärtsbewegung erhöhen. Dann könnte Bitcoin schnell in Richtung 75.000 US-Dollar fallen.
Aus strategischer Sicht liegt der Bereich zwischen 78.000 und 66.000 US-Dollar als wichtige Kaufzone am Plan. Dort sehen einige das attraktivste Chance-Risiko-Verhältnis für langfristige Positionen. Exakte Tiefpunkte lassen sich kaum treffen, weshalb gestaffelte Einstiege einen guten Durchschnittspreis bringen können. Unterhalb von 70.000 US-Dollar nimmt das Risiko zwar weiter zu, gleichzeitig steigt jedoch auch das Potenzial für eine stärkere Gegenbewegung.
Experte Crypto Rover sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit auf einen Rückgang Richtung 66.000 US-Dollar, Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=E30s7tMkMBA
Auffällig ist zudem, dass Bitcoin aktuell auf dem niedrigsten Niveau des laufenden Jahres handelt. Das verstärkt den psychologischen Druck. Ethereum zeigt sich ebenfalls schwach und bleibt klar im Schatten von Bitcoin, eine Altcoin Season scheint damit auch vom Tisch. Erst regulatorische Klarheit in den USA (Stichwort Clarity Act) könnte hier neue Impulse liefern, doch dieser Prozess dürfte Zeit benötigen.
Unterm Strich bleibt das Bild angespannt. Solange Bitcoin unter den verlorenen Schlüsselzonen notiert, dominiert Vorsicht. Erst eine klare Rückeroberung wichtiger Marken oder ein sauberer Bruch nach unten mit anschließender Stabilisierung dürfte für neue Richtung sorgen.
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