Edelmetalle erlebten gestern einen der heftigsten Einbrüche ihrer Geschichte. Gold und Silber verloren innerhalb eines Tages massiv an Wert und vernichteten dabei Vermögen in Billionenhöhe. Auslöser war eine überraschende Neubewertung nach politischen Signalen aus den USA. Trotz des Crashs bleiben die Monatsbilanzen positiv – während Bitcoin zeitgleich deutlich unter Druck geriet und strukturelle Schwächen offenbart. Erfahre hier mehr!
Das Wichtigste im Überblick:
15 Billionen US-Dollar vernichtet: So hart war der Edelmetall-Crash wirklich
Nach einem unglaublich starken Jahr 2025 verzeichneten die Edelmetalle Silber und Gold gestern historische Rückschläge:
Gold fiel um über 12 Prozent unter 5.000 US-Dollar pro Unze, während Silber laut Bloomberg den größten jemals verzeichneten Kursverlust innerhalb eines Handelstages erlitt und um bis zu 36 Prozent einbrach.
Auslöser dieser Entwicklung dürfte wohl die Nominierung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der US-Notenbank Fed durch Donald Trump gewesen sein, was den US-Dollar in die Höhe schnellen ließ und massive Gewinnmitnahmen an den Rohstoffmärkten zur Folge hatte.
Innerhalb von 24 Stunden vernichtete der Crash sagenhafte 15 Billionen US-Dollar auf den Gold- und Silbermärkten – eine Summe, die der Hälfte der gesamten US-Wirtschaftsleistung und ein 5-Faches des gesamten Kryptomarktes entspricht.
Dennoch konnten beide Edelmetalle den Januar mit Gewinnen von (12 Prozent bei Gold und 16 Prozent bei Silber) abschließen, während der Bitcoin parallel auf den tiefsten Stand seit 9 Monaten fiel.
Diese Divergenz wirft bei Investoren zunehmend die Frage auf, ob die digitale Währung dem Kursverlauf der Edelmetalle folgen oder seinen eigenen Weg gehen wird.
Lies hier unsere Bitcoin-Prognose!
Das sind die möglichen Gründe der jüngsten Preisentwicklung
Im Rahmen des Crashs brach der Spotpreis für Gold zweitweise um über 12 Prozent ein und erreichte mit 4.682 US-Dollar pro Unze den größten Tagesrückgang seit Anfang der 1980er Jahre! Am Ende des Tages konnte der Kurs immerhin zurück auf 4.880 USD klettern.
Bei Silber fiel der Preiseinbruch noch viel dramatischer aus: Im Tagesverlauf stürzte der Preis um 36 Prozent auf 74,28 US-Dollar pro Unze, ehe sich Silber später um 85,259 US-Dollar einpendelte. Dieser Einbruch markiert den schlechtesten Tag seit März 1980!
Aakash Doshi, globaler Leiter der Gold- und Metallstrategie bei State Street Investment Management, kommentierte den Abverkauf wie folgt:
Die Ankündigung von Donald Trump, Kevin Warsh als Kandidaten für den nächsten Vorsitz der US-Notenbank zu nominieren, stützte den US-Dollar und setzte gleichzeitig Edelmetalle unter Druck. Verstärkt wurde diese Bewegung durch die Monatsend-Neugewichtung vieler Portfolios. In den Wochen zuvor galten USD-Short-Positionen sowie Long-Positionen in Gold und Silber nämlich als dominante Strategie.
Als sich dieser Konsens abrupt umkehrte, beschleunigte sich der Abverkauf deutlich. Gehebelte Positionen mussten aufgelöst werden, was zu Zwangsliquidationen und Nachschussforderungen führte und den Verkaufsdruck weiter verstärkte.
Bloomberg wies außerdem darauf hin, dass technische Faktoren den Crash verstärkten, da ein Gamma-Squeeze Händler zwang, Futures-Kontrakte zu verkaufen, als die Preise für Gold unter wichtige Optionsmarken von 5.300, 5.200 und anschließend 5.100 Dollar fielen.
Gleichzeitig hatte der RSI von Gold kürzlich mit Werten über 90 den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht, was darauf hindeutet, dass das Edelmetall stark überkauft und eine Korrektur dementsprechend überfällig war.
Auch große Mining-Unternehmen waren von dem Crash betroffen: So verzeichnete Newmont einen Rückgang von 11,52 Prozent, Barrick Gold von 12,09 Prozent und AngloGold von 13,28 Prozent.
Bitcoin steht trotz neuem Fed-Impuls vor strukturellen Problemen
Bitcoin steht aktuell unter starkem Druck, da die Märkte die künftige Geldpolitik der US-Notenbank neu bewerten.
Nach der Nominierung von Kevin Warsh als möglichem Fed-Vorsitzenden fiel der Kurs zeitweise auf rund 82.000 US-Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit 9 Monaten!
Gleichzeitig zogen Anleger auch massiv Kapital aus den in den USA gelisteten Bitcoin-Spot-ETFs: Allein in diesem Monat beliefen sich die Outflows auf rund eine Milliarde US-Dollar!
Laut Jeff Park, CIO von Bitwise, befindet sich Bitcoin derzeit in einem schwierigen Umfeld. Während Edelmetalle auf Kaufkraftverluste reagieren, profitiert Bitcoin vor allem dann, wenn das Finanzsystem selbst unter Druck gerät.
Aktuell seien Wirtschaft und Kreditmärkte jedoch noch zu stabil, um eine Flucht in Bitcoin auszulösen! So kannst du Bitcoin ohne KYC kaufen!
Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können
99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.
Wöchentliche Recherche
100k+Monatliche Leser
Experten
2000+Krypto-Projekte unter die Lupe genommen



