Die neue Woche startet am Kryptomarkt mit einer leichten Erholung. Für Optimismus reicht das allerdings noch längst nicht, da der Bitcoin-Kurs erst auf 75.000 Dollar gefallen ist und sich damit auf niedrigem Niveau zu stabilisieren versucht. Nach wie vor gibt es viele Unsicherheitsfaktoren, die den angespannten Markt nochmal unter Druck setzen könnten. Viele Anleger stehen vor der Frage, ob der Bärenmarkt begonnen hat oder ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um nachzukaufen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin ist kurzzeitig unter die 75.000 Dollar Marke gefallen.
  • An diesem Punkt entscheidet sich nun die weitere Entwicklung für die kommenden Wochen.
  • Aus den USA könnte es erste Entlastungen geben.
  • Der US-Shutdown dürfte ein schnelles Ende finden.
  • Auch zwischen den USA und dem Iran könnte sich die Lage entspannen.
  • Die Sorge, dass Michael Saylor nun Bitcoin verkaufen muss, ist unberechtigt.

Erste Entlastung

Kryptowährungen sind nach wie vor als Risiko-Assets eingestuft. Das bedeutet, dass sie in Zeiten extremer Unsicherheit von vielen Anlegern auch zuerst abverkauft werden. Offenbar zeigt sich, dass auch Bitcoin von vielen noch nicht als sicherer Hafen und digitales Gold gehandelt wird, weshalb der Kurs auch hier massiv eingebrochen ist. Im aktuellen Marktumfeld gibt es einfach zu viele Unsicherheitsfaktoren, die dazu beigetragen haben.

Von geopolitischen Spannungen hin zu ersten Bankenpleiten in den USA bis über den Shutdown und den Crash von Edelmetallen gibt es zahlreiche Gründe, die die Sorgen der Investoren verstärken. Allerdings bahnt sich nun auch eine erste Entlastung an. Der US-Shutdown könnte noch in dieser Woche aufgehoben werden und auch zwischen dem Iran und den USA könnte ein Deal ausgehandelt werden. Zumindest zeigen sich beide Parteien gesprächsbereit.


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Wichtige Kurszone

Beim Blick auf den Chart wird schnell deutlich, dass Bitcoin nicht an einem willkürlichen Punkt gedreht hat, sondern an einer wichtigen Marke. Genau im Bereich der 75.000 Dollar Marke ist es vorerst zu einer Umkehr gekommen. Dieser Bereich hat in der Vergangenheit bereits gehalten, als im letzten Jahr am Liberation Day die Handelszölle verkündet wurden und der Markt anschließend gecrasht ist. Auch XRP und Solana haben genau an markanten Punkten gedreht.

Das macht deutlich, dass die Mehrheit der Investoren Bitcoin für 75.000 Dollar wieder als günstig empfindet und bereit ist, auch im aktuellen Marktumfeld einzusteigen. Die politischen Ereignisse in dieser Woche könnten daher schnell dazu führen, dass der Bitcoin-Kurs wieder in Richtung 80.000 – 85.000 Dollar steigt. Das wäre auch dringend nötig, um Abstand zur wichtigen Unterstützungszone bei 75.000 Dollar zu gewinnen, die ansonsten zu kippen droht.

Diese Woche könnte also entscheidend für die nächsten Monate sein, ob sich Bitcoin nun schnell erholen wird, oder ob tatsächlich ein Crash bis in den Bereich um 50.000 Dollar zu befürchten ist. Gelingt der US-Regierung eine schnelle Lösung bezüglich des Haushaltsbudgets und kommt Entwarnung aus dem Iran, können Anleger kurzfristig aufatmen.


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Sorgen um Saylor

Ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte, ist die Sorge um Michael Saylors Unternehmen Strategy, das zum größten Bitcoin-Wal nach Satoshi Nakamoto aufgestiegen ist. Viele Anleger befürchten, dass Saylor nun Bitcoin verkaufen muss, da der aktuelle Kurs unter dem Durchschnittspreis liegt, zu dem das Unternehmen die Coins gekauft hat. Strategy sitzt also auf einem Buchverlust.

Allerdings sollten Anleger bedenken, dass der Großteil dieser Coins ohne Schulden gekauft wurde. Die Finanzierung erfolgte in den letzten Jahren teilweise über Wandelanleihen, die bereits in Aktien umgewandelt wurden oder erst in Jahren auslaufen oder durch die Ausgabe zusätzlicher Strategy-Aktien, sodass das Unternehmen auch noch einen deutlich niedrigeren Bitcoin-Kurs aushalten würde, ohne in finanzielle Schieflage zu geraten.

Saylor betont bereits, dass er auch diese Gelegenheit nutzen wird, um Bitcoin zu kaufen. Mit den Milliarden, die er in Bitcoin investiert, stützt er auch den Kurs bis zu einem gewissen Ausmaß. Abzuwarten bleibt, wie institutionelle Investoren heute nach dem Öffnen der Börsen auf die Entwicklungen am Wochenende reagieren werden.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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