Bitcoin setzt seine Talfahrt fort und verzeichnet im laufenden ersten Quartal 2026 bereits ein Minus von 22,3 Prozent. Der Kurs der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung fiel von rund 87.700 US-Dollar zu Jahresbeginn auf aktuell etwa 68.800 US-Dollar. Daten der Analyseplattform CoinGlass deuten darauf hin, dass Bitcoin damit auf das schlechteste Quartalsergebnis seit dem Bärenmarkt von 2018 zusteuert, was am Markt für spürbare Nervosität sorgt.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin verzeichnet mit einem Minus von 22,3 Prozent den schwächsten Jahresauftakt seit dem Krypto-Winter des Jahres 2018.
- Trotz der starken Korrektur vom Allzeithoch ordnen Experten die aktuelle Volatilität als reguläre, wenn auch nervenaufreibende Marktphase ein.
- Langfristige Anleger sollten angesichts steuerlicher Haltefristen und historischer Zyklen Besonnenheit bewahren und auf eine spätere Bodenbildung setzen.
Historischer Vergleich: Was 2018 bedeutete
Der aktuelle Vergleich mit dem Jahr 2018 weckt bei erfahrenen Marktteilnehmern ungute Erinnerungen. Damals stürzte der Bitcoin-Kurs im ersten Quartal um fast 50 Prozent ab und markierte den Beginn eines mehrjährigen „Krypto-Winters“. Besonders alarmierend ist die Monatsperspektive: Sollte Bitcoin auch den Februar im Minus beenden, wäre dies das erste Mal in der Geschichte des Assets, dass sowohl der Januar als auch der Februar rote Kerzen verzeichnen. Historisch betrachtet traten zwei aufeinanderfolgende Verlustquartale fast ausschließlich in extremen Bärenphasen auf, wie zuletzt 2018 und 2022.
Dieser Rückgang folgt auf das Allzeithoch vom 6. Oktober 2025, als Bitcoin kurzzeitig bei über 126.000 US-Dollar notierte. Ähnlich wie in früheren Zyklen scheint der Markt nach der Euphorie eine tiefe Korrekturphase zu durchlaufen, die nun die Widerstandsfähigkeit der Anleger auf die Probe stellt.
Was die aktuellen Daten zeigen
Die nackten Zahlen verdeutlichen die Schwere der aktuellen Marktlage: Nach einem Verlust von 10,2 Prozent im Januar liegt Bitcoin im Februar bereits weitere 13,4 Prozent im Minus. Um eine negative Monatsbilanz noch abzuwenden, müsste der Kurs rapide auf die Marke von 80.000 US-Dollar zurückkehren – ein Szenario, das angesichts des fehlenden Momentums unwahrscheinlich erscheint.
Analysten ordnen die Situation jedoch differenziert ein. Nick Ruck von LVRG Research bezeichnete den Rückgang jüngst als „reguläre Korrekturphase“ und nicht als strukturellen Zusammenbruch der langfristigen Entwicklung. Diese Einschätzung wird durch die Beobachtung gestützt, dass institutionelle Investoren trotz selektiver Verkäufe – wie etwa durch die Harvard University Ende 2025 – größtenteils investiert bleiben.
Der Krypto-Trader Daan Crypto Trades merkte an, dass das erste Quartal traditionell volatil sei:
$BTC Currently on track for its worst Q1 since 2018.
The first quarter of the year is known for its volatile nature 5 out of the last 13 years, Q2 saw the same result as Q1 in terms of up/downside.
So it's safe to say, whatever happens in Q1 does not generally translate over… pic.twitter.com/Rj6yEyj5wn
— Daan Crypto Trades (@DaanCrypto) February 15, 2026
„Q1 ist bekannt für seine volatile Natur. Es ist sicher zu sagen, dass das, was in Q1 passiert, sich historisch gesehen nicht zwangsläufig auf den weiteren Verlauf überträgt.“
Dennoch zeigen Bitcoin Prognosen von Insidern, dass die Unsicherheit am Markt greifbar bleibt. Wichtige technische Indikatoren signalisieren, dass der Bereich um 68.000 US-Dollar nun als kritische Unterstützung halten muss, um weitere Abverkäufe zu verhindern.
Was bedeutet das für Anleger?
Für langfristig orientierte Investoren in Deutschland ist jetzt vor allem Besonnenheit gefragt. Die steuerliche Haltefrist von einem Jahr gemäß § 23 EStG macht das „Aussitzen“ von Volatilität oft attraktiver als panikartige Verkäufe, die steuerliche Vorteile zunichtemachen könnten. Der Unterschied zwischen kurzfristigem Trading und einer langfristigen Strategie wird in Phasen wie diesen besonders deutlich.
Während Trader versuchen, von der hohen Volatilität zu profitieren, sollten langfristige Anleger die Fundamentaldaten im Blick behalten. Experten gehen davon aus, dass makroökonomische Faktoren und die fortschreitende Adaption im späteren Jahresverlauf wieder für Aufwind sorgen könnten. Ein Bodenbildungsprozess kann jedoch Zeit in Anspruch nehmen, weshalb Geduld aktuell die wichtigste Tugend für Krypto-Investoren bleibt.
Wird Bitcoin weiter sinken oder bietet sich derzeit eine günstige Einstiegsgelegenheit? Weshalb dieser Presale mit Bitcoin-Fokus evtl. interessant sein könnte.
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