Anleger wurden in den letzten Wochen am Kryptomarkt auf die Probe gestellt. Der Bitcoin-Kurs ist innerhalb kürzester Zeit von 126.000 Dollar auf 80.000 Dollar gefallen. Für viele Analysten ist daher klar, dass der Bärenmarkt begonnen hat und es auch im kommenden Jahr weiter bergab geht. Dabei deutet nun einiges darauf hin, dass der Wendepunkt erreicht sein könnte. Nicht nur auf technischer Seite, auch die Fundamentaldaten lassen darauf schließen.

Technische Analyse macht Hoffnung

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Analysten versuchen, die Kurse für die nahe Zukunft zu erahnen. Die Bitcoin-Prognosen vieler Marktbeobachter wurden immer bearisher, da der 4-Jahres-Zyklus nun eigentlich einen Bärenmarkt vorsehen würde, der das ganze restliche Jahr über anhält. Tatsächlich macht ein Blick auf den Chart zur Zeit wenig Hoffnung. Es gibt allerdings ein Signal, das in der Vergangenheit schon eine massive Rallye nach sich gezogen hat.

Wie der Analyst Gordon seinen 600.000 Followern auf X mitteilt, ist Bitcoin drauf und dran, seine gesamte Wochenkerze unterhalb des unteren Bollinger Bands zu schließen. Einen Schlusskurs darunter hat es zwar schon öfter gegeben, allerdings lag diesmal auch der Eröffnungskurs darunter.

Wie der Analyst aufzeigt, hat es das erst einmal gegeben und das war bereits im November 2018 der Fall. Er weist darauf hin, dass darauf eine beeindruckende Rallye folgte und erwartet dasselbe auch diesmal wieder. Mit dieser Einschätzung ist er nicht allein.

Es gibt auch weitere Indikatoren, die darauf hindeuten, dass es sich jetzt lohnen könnte, Bitcoin zu kaufen. Der Fear and Greed Index hat beispielsweise den niedrigsten Wert erreicht, der von Coinmarketcap jemals gemessen wurde.

Als die Kryptobörse FTX kollabiert ist, herrschte ähnlich viel Panik am Markt. Auch in diesem Fall kam es schnell wieder zu einer Erholung und diesmal gibt es gar keinen so massiven Auslöser, der den Crash überhaupt erst herbeigeführt hat.

Kapitalzuflüsse bei ETFs

Ein weiterer Punkt, der dafür spricht, dass der Boden erreicht ist, ist die Entwicklung bei den Spot Bitcoin ETFs in den USA. Diese hatten am Freitag ihren mit Abstand stärksten Handelstag seit ihrer Markteinführung. Über 11,5 Milliarden Dollar Handelsvolumen wurden erreicht. Man könnte also meinen, dass es an diesem Tag auch zu einem massiven Kapitalabfluss gekommen ist. Das war aber nicht der Fall.

Nach einem Handelsvolumen von 11,5 Milliarden Dollar sind unterm Strich netto über 230 Millionen Dollar in die Fonds geflossen. Das ist deshalb so aussagekräftig, weil es bedeutet, dass sich Käufer und Verkäufer in etwa die Waage gehalten haben und Käufer am Ende knapp überwogen haben. Bei diesem hohen Volumen bedeutet das, dass im Laufe des Tages über 5,5 Milliarden Dollar aus den ETFs abgezogen wurden, aber unterm Strich noch mehr Kapital hinein geflossen ist.

Damit wurde viel “altes” Kapital aus den ETFs bereinigt und die frischen Milliarden, die erst am Freitag investiert wurden, dürften nicht mehr so schnell abgezogen werden. Vor allem aber die Tatsache, dass es sich eher um einen Panik-Abverkauf gehandelt hat und sich die Fundamentaldaten rund um Bitcoin nicht verschlechtert haben, spricht dafür, dass die Erholung weitergeht, die sich in den letzten 2 Tagen schon abzeichnet. Vom Tief, das am Freitag bei 80.000 Dollar erreicht wurde, ist der Bitcoin-Kurs inzwischen schon auf über 86.000 Dollar gestiegen.

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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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