Arbitrum DAO hat im ersten Halbjahr 2026 Einnahmen von 6,19 Millionen US-Dollar erzielt, wie aus einem unaudited Bericht der Arbitrum Foundation hervorgeht. Allein im Juli trug die neu gestartete Robinhood Chain 360.000 Dollar an Lizenzgebühren bei – ein Anteil von 35 Prozent an den Monatseinnahmen der DAO.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Arbitrum DAO erzielte im ersten Halbjahr 2026 laut Arbitrum Foundation 6,19 Millionen Dollar Einnahmen aus vier Quellen
  • Die Bruttomarge auf Protokoll-Einnahmen lag über 97 Prozent, nach mehr als 90 Prozent im Jahr 2025
  • Robinhood Chain brachte im Juli 360.000 Dollar Lizenzgebühren ein, gleich 35 Prozent der Monatseinnahmen
  • Laut Foundation deuten die Julidaten auf ein Q3-Einnahmenwachstum von mehr als 40 Prozent gegenüber Q2 hin
  • Arbitrum verarbeitete 478 Millionen Transaktionen im ersten Halbjahr, rund 18 Prozent des Lifetime-Totals von 2,7 Milliarden

Arbitrum DAO meldet 6,19 Millionen Dollar Einnahmen im ersten Halbjahr

Laut dem unaudited Bericht der Arbitrum Foundation setzt sich das Halbjahresergebnis aus vier Quellen zusammen: Transaktionsgebühren auf Arbitrum One, Einnahmen aus den Timeboost-Auktionen für Sequencer-Priorität, Lizenzgebühren aus dem Expansion Program sowie Renditen aus dem Treasury-Management.

Bemerkenswert ist die Marge: Die Bruttomarge auf Protokoll-Einnahmen lag im ersten Halbjahr 2026 bei über 97 Prozent, verglichen mit mehr als 90 Prozent im Vorjahr. Ein wesentlicher Treiber der Diversifizierung ist die Robinhood Chain, die am 1. Juli auf dem Mainnet startete und im ersten Monat 360.000 Dollar an Lizenzgebühren generierte – 35 Prozent der DAO-Einnahmen für Juli.

Die Regel dahinter: Chains im Expansion Program, die außerhalb von Arbitrum One und Nova abwickeln, geben 10 Prozent ihrer netto Protokoll-Einnahmen an das Arbitrum-Ökosystem zurück. Nach Angaben der Foundation deuten allein die Julidaten darauf hin, dass die Einnahmen im dritten Quartal um mehr als 40 Prozent über dem Niveau des zweiten Quartals liegen könnten – eine Einschätzung, die auf einem einzigen Monat basiert und noch nicht als gesicherter Trend gilt.

Warum Robinhood Chain für das Geschäftsmodell wichtig ist

Die Lizenzeinnahmen entstehen nicht im Vakuum. Arbitrum verarbeitete im ersten Halbjahr 478 Millionen Transaktionen, rund 18 Prozent des gesamten Lifetime-Volumens von 2,7 Milliarden Transaktionen. Das monatliche Volumen der Stablecoin-Transfers lag im Schnitt bei über 70 Milliarden Dollar, während die Zahl der Stablecoin-Halter um 40 Prozent auf 10,5 Millionen stieg.

Beim Thema tokenisierte reale Vermögenswerte (Real World Assets) führt Arbitrum mit mehr als 2.000 Deployments die Rangliste an – ein Kontext, der die Rolle von Ethereum als zugrunde liegende Sicherheitsschicht unterstreicht, wie auch in der jüngsten Ethereum-Kursanalyse deutlich wird. Ende Juni hielt die DAO zudem 125 Millionen Dollar an Non-ARB-Treasury-Vermögen, also Kapital außerhalb der eigenen Token-Bestände.

Robinhood Chain selbst war vor dem Mainnet-Start kein unbeschriebenes Blatt: Die Chain hatte bereits mehr als 200 Millionen Testnet-Transaktionen verarbeitet, und Robinhood hatte zuvor Aktien-Token auf Arbitrum One ausgegeben. Für Arbitrum zeigt der frühe Beitrag der Chain, dass sich externe Netzwerke monetarisieren lassen, ohne dass die Einnahmen ausschließlich von der Aktivität auf den Flaggschiff-Netzwerken abhängen.

A smartphone displaying the Robinhood logo positioned over a dark background with stock market data and charts.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Die entscheidende Frage lautet, ob sich der Schwung nach dem Launch in einen dauerhaften Lizenzmotor verwandelt oder ob es sich um einen kurzfristigen Startup-Effekt handelt. Am 1. September erzielte Robinhood Chain einen Rekordwert von 3,75 Millionen Dollar an Gebühren, während das DEX-Volumen 1,5 Milliarden Dollar überstieg und der Total Value Locked (TVL) – also das insgesamt in Smart Contracts gebundene Kapital – über 750 Millionen Dollar lag.

Die Einschätzung der Foundation, dass die Einnahmen im dritten Quartal um mehr als 40 Prozent über dem zweiten Quartal liegen könnten, stützt sich bislang ausschließlich auf die Julidaten. Ob sich dieser Trend über weitere Monate fortsetzt, dürfte sich erst mit den nächsten Berichtsdaten der Arbitrum Foundation zeigen.

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Patrick Krauss
Patrick Krauss
Krypto-Analyst & Review-Faktenchecker

Patrick Krauss ist Krypto-Analyst und Autor bei 99Bitcoins und verantwortlich für das Faktenchecking von Krypto-Börsen- und Broker-Reviews. Er prüft sämtliche Inhalte auf fachliche Richtigkeit, Aktualität und Nachvollziehbarkeit und stellt sicher, dass Angaben zu Gebühren, Handelsbedingungen, Regulierung, Sicherheitsstandards und Risikohinweisen korrekt... Mehr lesen

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