Der HYPE-Token von Hyperliquid legte nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu. Trump erklärte, die CFTC arbeite an einem Weg, Hyperliquid unter bundesstaatliche Regulierung in die USA zu bringen. Damit rückte eine mögliche regulatorische Perspektive für die Plattform in den Fokus des Marktes.
Das Wichtigste im Überblick
- Trump erklärte, CFTC-Vorsitzender Michael Selig arbeite an einem regelkonformen und legalen Weg für Hyperliquid in die USA.
- Der HYPE-Token und börsengehandelte Werte mit Bezug zu Hyperliquid legten am Mittwoch zu.
- Die an der Nasdaq notierte Hyperliquid Strategies stieg laut Marktdaten um 30,4 Prozent auf 9,39 US-Dollar.
- Die CFTC hatte regulierten US-Plattformen wie Kalshi und Coinbase bereits einen Weg für Perpetual-Produkte eröffnet.
- Eine Verfahrensabstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act wird derzeit für September erwartet.
Trumps Ansage zu CFTC und Hyperliquid
Bei einem Treffen von Führungskräften aus Technologie-, Krypto- und Finanzbranche im Weißen Haus sagte Trump am Mittwoch, CFTC-Vorsitzender Michael Selig arbeite daran, Hyperliquid auf regelkonforme und legale Weise in die USA zu holen. Die Äußerungen fielen in eine Phase, in der US-Aufsichtsbehörden mehr Handelsaktivität mit digitalen Assets unter heimische Aufsicht stellen wollen.

Hyperliquid ist auf Perpetual Futures spezialisiert. Dabei handelt es sich um Derivate, mit denen Trader auf Vermögenspreise spekulieren können, ohne dass die Kontrakte ein festes Verfallsdatum haben. Solche Produkte sind ein wichtiger Bestandteil des Offshore-Handels mit Krypto-Derivaten, während der Zugang für US-Anleger historisch stärker eingeschränkt war.
Reaktion bei HYPE und Hyperliquid Strategies
Der HYPE-Token legte nach Trumps Äußerungen zu, da Trader die Möglichkeit eines breiteren US-Zugangs berücksichtigten. Auch börsengehandelte Produkte mit Bezug zu Hyperliquid stiegen am Mittwoch, sodass die Marktreaktion über den nativen Token hinausging.
Besonders deutlich fiel die Bewegung bei der an der Nasdaq notierten Hyperliquid Strategies aus. Die Aktie stieg laut Marktdaten am Mittwoch um 30,4 Prozent auf 9,39 US-Dollar.
Die Reaktion verdeutlicht die Bedeutung, die Anleger einem möglichen regulatorischen Zugang beimessen. Ein US-Weg könnte den adressierbaren Markt für Hyperliquid erweitern und einen Teil der rechtlichen Unsicherheit rund um den Offshore-Handel mit Perpetual Futures verringern. Eine Genehmigung oder breite Akzeptanz wäre damit jedoch nicht garantiert.
Warum ein US-Zugang relevant ist
Anfang des Jahres eröffnete die CFTC regulierten US-Plattformen wie Kalshi und Coinbase einen Weg, Perpetual-Produkte anzubieten. Dadurch verringerte sich die Trennung zwischen Offshore-Märkten für Krypto-Derivate und Produkten, die über bundesregulierte Handelsplätze verfügbar sind.

Selig argumentierte zudem, dass Onchain-Technologie die Finanzmärkte verändern könnte. Er drängte die Aufsichtsbehörden, bestehende Regeln anzupassen, statt neue Handelsinfrastruktur außerhalb des US-Systems zu belassen. Im Juni erklärte er, die Behörden wollten einen Weg schaffen, auf dem Onchain-Märkte im Inland operieren und zugleich bundesstaatliche Vorgaben erfüllen können.
Wie eine US-Version von Hyperliquid ausgestaltet würde, hinge unter anderem von Registrierungsanforderungen, Verwahrungsregeln, Marktüberwachung und dem Umgang mit dezentraler Infrastruktur ab. Ein regulierter Zugang könnte die Plattform einem größeren Pool institutionellen und privaten Kapitals öffnen. Zugleich müsste sie unter Vorgaben arbeiten, die sich deutlich von dem Modell unterscheiden könnten, das ihr frühes Wachstum begünstigte.
Der Clarity Act als nächster Prüfstein
Trump nutzte dasselbe Treffen im Weißen Haus, um Gesetzgeber zur Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity Act aufzurufen. Das Vorhaben soll einen umfassenderen bundesstaatlichen Rahmen für Kryptowährungsmärkte schaffen.
Das Gesetzesvorhaben kommt nur langsam voran, weil Gesetzgeber bei Teilen des Rahmenwerks uneins bleiben. Eine Verfahrensabstimmung wird derzeit für September erwartet. Dadurch bleibt dem Kongress ein kleineres Zeitfenster, um die Gesetzgebung noch in diesem Jahr abzuschließen.
Bis zu einem umfassenderen gesetzlichen Rahmen kommt Behörden wie der CFTC größere Bedeutung für die Entwicklung der Märkte für digitale Assets zu. Für Hyperliquid bleibt damit die Frage, ob die von den Behörden vorangetriebenen Bemühungen schon vorher eine praktikable US-Struktur ermöglichen können.
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