Die Zeiten am Kryptomarkt bleiben turbulent. Eigentlich hat es stark danach ausgesehen, dass sich die Kurse zum Jahresstart erholen und die Rallye, die im letzten Jahr beendet wurde, doch noch starten könnte. Seit den neuen Zollankündigungen von Donald Trump ist von der Euphorie allerdings nichts mehr zu spüren. Während der Bitcoin-Kurs unter die 90.000 Dollar Marke gefallen ist und einen großen Teil seiner Gewinne in diesem Jahr wieder abgibt, ist auch Ethereum unter die 3.000 Dollar Marke gefallen. Noch härter hat es allerdings Solana getroffen. Hier sind Anleger inzwischen in Alarmbereitschaft.
Das Wichtigste im Überblick:
- Nach der Ankündigung neuer Handelszölle setzt sich der Abverkauf am Kryptomarkt fort.
- Solana hat innerhalb einer Woche um über 11 % verloren.
- Die Year-to-date-Rendite von über 18 % ist inzwischen auf 3 % geschrumpft.
- Aus charttechnischer Sicht gibt es keine Hinweise auf eine baldige Entspannung.
- Solange Bitcoin nicht wieder auf 100.000 Dollar steigt, ist auch eine Rallye bei Solana eher unwahrscheinlich.
Zweistellige Verluste
Es war ein starker Jahresauftakt, den Solana hingelegt hat. Während der Bitcoin-Kurs seit dem Jahreswechsel teilweise um bis zu 18 % gestiegen ist, hat Solana in der Spitze um über 18 % zugelegt. Von diesen Gewinnen ist heute nicht mehr viel übrig. Allein in den letzten 7 Tagen ist der $SOL-Kurs um über 11 % gefallen.
($SOL Kursentwicklung in der letzten Woche – Quelle: Coinmarketcap)
Betrachtet man einen längeren Zeitraum, sieht es auch nicht unbedingt besser aus für Solana. Im letzten Monat liegt der Kurs gerade noch mit 1,5 % im Plus, während Anleger auf Jahressicht ein Minus von knapp 50 % hinnehmen müssen. Im Januar 2025 hat $SOL noch ein Allzeithoch von fast 300 Dollar erreicht, als Trump den Meme Coin $TRUMP auf der Solana-Blockchain gelauncht hat.
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Alarmierende Chartsituation
Ein Blick auf den Chart verleitet nach dem jüngsten Kursrutsch nicht unbedingt zu bullishen Solana-Prognosen. Durch den erneuten Abverkauf wurden wichtige Unterstützungen unterschritten, wodurch das gesamte Setup wieder bearisher wird. Der EMA50 liegt bei 137 Dollar und wurde erst kürzlich überschritten, was ein erstes bullishes Signal gewesen wäre. Allerdings hat der jüngste Abverkauf den $SOL-Kurs wieder auf 127 Dollar gedrückt und damit auch weit unter diese wichtige Unterstützungslinie.
($SOL Chart – Quelle: Tradingview)
Ein Blick auf die Kursentwicklung der letzten Wochen macht deutlich, dass sich nun nur noch im Bereich zwischen 115 und 120 Dollar eine Unterstützungszone befindet, bevor es für Solana zurück zur psychologisch wertvollen Marke von 100 Dollar gehen könnte. Dass auch diese unterschritten wird, ist unter den aktuellen Voraussetzungen noch sehr unwahrscheinlich, solange die Lage zwischen den USA und Europa nicht weiter eskaliert und Trump fürs Erste nicht in weitere Länder einmarschiert oder andere Hiobsbotschaften ankündigt.
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Institutionelle Nachfrage
Während ein Blick auf den Chart nicht unbedingt Hoffnung macht, gibt es andere Faktoren, die schon eher dafür sprechen, dass sich Solana schnell wieder erholen könnte, sobald sich der restliche Markt beruhigt. Vor allem die Kapitalzuflüsse bei den Spot Solana ETFs machen Hoffnung.
https://twitter.com/Emanuel_crypto_/status/2013695003046941025?s=20
Seit der Zulassung der börsengehandelten Fonds fließen Woche für Woche Millionen von Dollar über die ETFs in Solana. Diese Entwicklung wirkt sich zwar nicht sofort auf den Kurs aus, sorgt aber dafür, dass das Angebot langfristig immer knapper wird und die institutionelle Adaption voranschreitet.
Zwar kann Solana hier nicht mit den Kapitalzuflüssen bei Bitcoin oder Ethereum mithalten, allerdings ist $SOL in Bezug auf die Marktkapitalisierung auch deutlich niedriger bewertet, sodass niedrigere Summen schon stärkere Auswirkungen auf den Kurs haben. Sobald sich der Markt erholt, könnte es immer wieder zu Tagen kommen, an denen jeweils 100 Millionen Dollar und mehr in Solana fließen, wobei es nicht viele solche Tage brauchen würde, um den $SOL-Kurs wieder in Schwung zu bringen.
Solange die geopolitischen Spannungen anhalten oder sich verschärfen, sollten Anleger jetzt nicht mit großen Kurssprüngen rechnen. Erholt sich der Bitcoin-Kurs aber auf 100.000 Dollar, stehen die Chancen gut, dass Solana wieder zu den Top Performern gehört und Bitcoin outperformt.
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