Memecoins galten lange als spekulativster, aber auch renditestärkster Bereich des Kryptomarkts. Doch zuletzt zeigt sich ein anderes Bild: Viele frühere Hype-Coins haben massiv an Wert verloren, Momentum fehlt fast vollständig. Die meisten bekannten Memecoins notieren inzwischen mehr als 90 Prozent unter ihren Allzeithochs. Auch die größten Namen bleiben nicht verschont. Shiba Inu war einst ein Top-20-Coin, getragen von Community, Hype und Börsenlistings.

Mittlerweile ist SHIB jedoch deutlich zurückgefallen und rutscht aktuell sogar aus den Top 30. Nun legt ein bekannter Trader nach: Für James Wynn ist Shiba Inu endgültig tot.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Memecoins zeigen zuletzt deutliche Schwäche und massive Kursverluste gegenüber Allzeithochs.
  • Shiba Inu rutscht weiter ab und verliert frühere Top-Positionen.
  • James Wynn sieht SHIB als alt, tot und langweilig.
  • Whale-Transfers an Börsen erhöhen zusätzlich den Verkaufsdruck bei SHIB.

James Wynn rechnet mit Shiba Inu ab: „Alt, tot und langweilig“

James Wynn ist in der Krypto-Szene vor allem als aggressiver Trader und Social-Media-Persönlichkeit bekannt. Große Aufmerksamkeit bekam er durch öffentlich geteilte High-Risk-Trades, insbesondere mit hohen Hebeln und Millionenpositionen. Seine Aussagen werden daher im Markt durchaus wahrgenommen, auch wenn sie selten nüchtern-analytisch, sondern häufig provokant formuliert sind. Genau in dieses Muster passt nun auch seine Einschätzung zu Shiba Inu.

Wynn schreibt, dass er bereits früher gesagt habe, SHIB werde nicht zurückkommen. Besonders kritisch äußert er sich über das Ökosystem rund um Shiba Inu und verweist auf BONE, den Governance- und Utility-Token aus dem Shiba-Inu-Umfeld. Aus seiner Sicht sei dort ein „Cash Grab“ betrieben worden. Damit unterstellt er sinngemäß, dass Entwickler oder das Team vor allem Kapital aus der Community gezogen hätten, ohne nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.

Noch härter fällt seine Bewertung von SHIB selbst aus. Shiba Inu sei „alt, tot und langweilig“. Damit zielt Wynn auf ein zentrales Problem vieler früherer Memecoin-Gewinner: Der erste Hype ist vorbei, die Community-Erzählung wirkt verbraucht, neue Käufer fehlen. Während neue Memecoins mit frischen Narrativen, schnellen Kursbewegungen und kurzfristiger Aufmerksamkeit punkten, erscheint SHIB für viele Trader nicht mehr spannend genug.

Zwar schließt Wynn ein Comeback nicht vollständig aus. Allerdings sieht er dieses höchstens in fünf bis zehn Jahren durch Nostalgie. Kurzfristig klingt seine These klar bearish: Die Memecoin-Meta habe sich weiterentwickelt, während Shiba Inu im alten Zyklus gefangen bleibe. Für SHIB-Anleger ist das eine harte Einschätzung, passt jedoch zur schwachen Kursentwicklung der letzten Monate. Entscheidend bleibt nun, ob Shiba Inu neue Nachfrage erzeugen kann – oder endgültig zum Relikt des letzten Memecoin-Booms wird.

Shiba Inu unter Druck: Wale schicken Billionen SHIB an Börsen

Zusätzlicher Druck kommt nun ausgerechnet von den großen SHIB-Haltern. Laut den geteilten Daten wurde ein früher Shiba-Inu-Wal aus der 2020er-Ära wieder aktiv. Besonders brisant: Diese Wallet soll damals rund 17,4 Prozent des gesamten SHIB-Angebots für lediglich 13.752 US-Dollar gekauft haben. Zum Hochpunkt 2021 war diese Position zwischenzeitlich rund 9,1 Milliarden US-Dollar wert. Jahrelang blieb die Wallet offenbar unangetastet – nun beginnt Bewegung in die Bestände zu kommen.

Konkret wurden fast 600 Milliarden SHIB im Gegenwert von rund 2,83 Millionen US-Dollar an eine ForwarderV4-Adresse verschoben. Solche Bewegungen bedeuten nicht automatisch einen vollständigen Verkauf, erhöhen aber die Nervosität am Markt erheblich. Denn wenn alte Wale nach Jahren wieder aktiv werden, interpretieren Trader dies oft als mögliches Signal für Distribution.

Noch problematischer wirkt der zweite Datenpunkt: Große Shiba-Inu-Halter sollen innerhalb eines Tages rund 1,04 Billionen SHIB an Börsen transferiert haben. Das entsprach laut den Angaben fast dem 6,5-Fachen des Deposit-Volumens vom Vortag. Gleichzeitig stiegen die Exchange-Reserven wieder auf rund 80,5 Billionen SHIB, nachdem sie über Monate eher zurückgegangen waren.

Für den Markt ist das kurzfristig klar negativ. Steigende Börsenbestände gelten häufig als potenzieller Verkaufsdruck, weil Token auf Exchanges leichter liquidiert werden können. Genau diese Angebotswelle soll den SHIB-Kurs zuletzt in Richtung 0,0000044 US-Dollar gedrückt haben.

In Kombination mit schwachem Momentum, fallender Marktkapitalisierung und der Kritik von James Wynn entsteht damit ein toxisches Bild: Nicht nur die Story wirkt ausgelaugt, auch On-Chain-Daten deuten auf zunehmenden Verkaufsdruck durch große Halter hin. SHIB wirkt auch im Juni 2026 kein heißer Kandidat auf ein Comeback.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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