Für Strategy (ehemals MicroStrategy) geraten die Schlagzeilen zunehmend ins Negative. Während eine US-Anwaltskanzlei mögliche Ansprüche von Investoren prüft, sorgt gleichzeitig ein neuer Stresstest des Bitcoin-Analysten Adam Livingston für Diskussionen. Das Modell zeigt zwar keine unmittelbare Insolvenzgefahr, zeichnet für Aktionäre jedoch ein äußerst pessimistisches Szenario.

Die Entwicklungen verdeutlichen, dass mit dem anhaltenden Rückgang des Bitcoin-Kurses auch die Risiken des größten börsennotierten Bitcoin-Investors wieder stärker in den Fokus rücken.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die Rosen Law Firm prüft mögliche Anlegerklagen gegen Strategy und untersucht, ob Investoren über Risiken des Bitcoin-Geschäftsmodells unzureichend informiert wurden.
  • Ein neuer Stresstest kommt zu dem Ergebnis, dass Strategy selbst bei einem Bitcoin-Einbruch auf rund 26.600 US-Dollar voraussichtlich keine unmittelbare Insolvenz drohen würde.
  • Dennoch könnten Aktionäre in einem Extremszenario erhebliche Wertverluste erleiden, da der Bitcoin-Anteil pro Aktie laut Modell massiv zurückgehen würde.

Rosen Law Firm untersucht mögliche Anlegeransprüche

Die US-amerikanische Kanzlei Rosen Law Firm hat eine offizielle Untersuchungsseite eingerichtet, über die sich Investoren von Strategy einer möglichen Sammelklage anschließen können.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Unternehmen oder seine Führungskräfte Anleger möglicherweise durch irreführende Aussagen über die Bitcoin-Treasury-Strategie, die Profitabilität oder die Risiken der kreditfinanzierten Bitcoin-Käufe getäuscht haben könnten.

Bislang handelt es sich jedoch lediglich um eine Untersuchung möglicher Ansprüche. Weder wurde eine Klage eingereicht, noch gibt es Feststellungen über ein Fehlverhalten des Unternehmens. Strategy selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.

Stresstest simuliert einen massiven Bitcoin-Crash

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt Strategy durch einen neuen Stresstest des Bitcoin-Analysten Adam Livingston. Er simulierte ein Szenario, in dem Bitcoin innerhalb weniger Monate auf rund 26.600 US-Dollar fällt, die Kapitalmärkte über längere Zeit geschlossen bleiben und Strategy gezwungen wäre, Teile seiner Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um vorrangige Verbindlichkeiten zu bedienen.

Trotz dieser extremen Annahmen kommt Livingston zu dem Schluss, dass Strategy nicht in eine sogenannte „Death Spiral“ geraten würde. Nach seinem Modell könnte das Unternehmen auch nach mehreren Jahren noch einen erheblichen Teil seiner Bitcoin-Bestände halten.


Auch interessant: Die besten Krypto Presales 2026


Das größte Risiko sehen Analysten bei den Aktionären

Während das Unternehmen selbst den Stresstest überstehen könnte, sieht Livingston die größten Auswirkungen bei den Anteilseignern.
Nach seiner Simulation würde der Bitcoin-Anteil pro Aktie drastisch sinken. Ursache wären unter anderem mögliche Verwässerungen durch neue Kapitalmaßnahmen sowie notwendige Verkäufe von Bitcoin zur Bedienung bestehender Verpflichtungen.

Das Modell geht davon aus, dass Strategy nach dem Verbrauch seiner Barreserven innerhalb von drei Jahren rund 115.700 Bitcoin verkaufen müsste. Selbst danach würde das Unternehmen allerdings noch mehr als 731.000 Bitcoin besitzen.

Diskussion über Strategy dürfte weiter an Fahrt aufnehmen

Strategy bleibt damit eines der umstrittensten Unternehmen im gesamten Kryptosektor. Während Befürworter auf die langfristigen Chancen der enormen Bitcoin-Reserven setzen, verweisen Kritiker auf die hohe Verschuldung und die starke Abhängigkeit von funktionierenden Kapitalmärkten.

Die laufende Untersuchung der Rosen Law Firm sowie die Ergebnisse des neuen Stresstests dürften die Debatte über die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells weiter anheizen. Ob aus der Untersuchung tatsächlich eine Sammelklage entsteht und ob sich die extremen Annahmen des Stresstests jemals bewahrheiten, bleibt jedoch abzuwarten.


Lies auch: Die besten Krypto Wallets im Vergleich


Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können

10+ Jahre

99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.

90hr+

Wöchentliche Recherche

100k+

Monatliche Leser

50+

Experten

2000+

Krypto-Projekte unter die Lupe genommen

Google News Icon
Folgen Sie 99Bitcoins in Ihrem Google News Feed.
Erhalten Sie die neuesten Updates, Trends und Einblicke direkt auf Ihr Gerät.
Jetzt abonnieren
Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

Kostenloser Bitcoin-Crashkurs

  • Von über 100.000 Lesern genutzt
  • Eine E-Mail pro Tag, sieben Tage lang.
  • Kurz und lehrreich, garantiert!

0 % Gebühren. Voller Profit.

  • Komplett gebührenfrei Kryptos kaufen.
  • 1% Extra-Cashback auf Ihre Einzahlung.
  • Sicheres Wallet ohne Schlüssel-Verwaltung.
0 % Gebühren. Voller Profit.
Nach oben