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Das Wochenende bringt am Kryptomarkt nicht viel Bewegung mit sich. Zumindest bis jetzt. Die Euphorie, die sich in den ersten Handelstagen abgezeichnet hat, ist abgeflacht und Bitcoin bewegt sich wieder um die 90.000 Dollar Marke. Auch XRP, der Coin von Ripple, hat seine steile Rallye beendet. Vom Hoch, das vor wenigen Tagen bei über 2,40 Dollar erreicht wurde, ist der Kurs deutlich eingebrochen. Aktuell notiert XRP noch bei 2,09 Dollar. An das Allzeithoch aus dem letzten Jahr ist noch gar nicht zu denken. Dennoch zieht der Ripple-CEO Brad Garlinghouse eine positive Bilanz. Für ihn scheint alles nach Plan zu laufen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Der Ripple-CEO Brad Garlinghouse spricht von einem unglaublich erfolgreichen Jahr 2025.
- Neben neuen Lizenzen werden auch zwei wichtige Übernahmen als Gründe genannt.
- Garlinghouse betont, dass Ripple keinen Hypes hinterherlaufe, sondern eine langfristige Vision verfolge.
- Auch Investoren scheinen diese Vision zu teilen, wie das hohe Interesse an den ETFs zeigt.
Ein großartiges Jahr
Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat in einer aktuellen Mitteilung an die Aktionäre ein äußerst positives Fazit zum vergangenen Jahr gezogen, wie er auf X erzählt. 2025, vor allem das vierte Quartal, sei für Ripple außergewöhnlich erfolgreich verlaufen. Besonders hob Garlinghouse dabei zwei strategische Übernahmen hervor, von Ripple Prime und GTreasury.
Beide Akquisitionen sollen Ripples Kerngeschäft deutlich erweitern und beschleunigen. Ziel sei es, die eigene Vision eines „Internet of Value“ schneller umzusetzen, also einer globalen Finanzinfrastruktur, in der Werte so einfach übertragen werden können wie heute Informationen. XRP bleibe dabei, so Garlinghouse, das „Herzstück“ dieses Ökosystems.
Happy belated New Year! I just hit send on Ripple’s quarterly shareholder email. To say that 2025 (and Q4) were successful for Ripple feels like saying @TomBrady was just a great quarterback!! (#theGOAT)
Our two major acquisitions – Ripple Prime and GTreasury – greatly…
— Brad Garlinghouse (@bgarlinghouse) January 10, 2026
Ein weiterer Schwerpunkt lag natürlich einmal mehr auf der regulatorischen Entwicklung. Ripple verfüge mittlerweile über eines der umfangreichsten Lizenzportfolios der gesamten Branche. Zuletzt kam unter anderem eine EMI-Lizenz in Großbritannien hinzu, die es Ripple ermöglicht, regulierte Zahlungsdienste in einem der wichtigsten Finanzzentren der Welt anzubieten.
Garlinghouse betonte, dass Ripple damit gut positioniert sei, um 2026 zu einem noch bedeutenderen Jahr für das Unternehmen zu machen. Die regulatorische Klarheit und die wachsende institutionelle Infrastruktur gelten seit Längerem als zentrale Bausteine für Ripples Expansionsstrategie.
Gleichzeitig machte der Ripple-CEO deutlich, dass das Unternehmen bewusst nicht auf kurzfristige Marktzyklen oder Hypes setzt. Der Aufbau globaler Krypto-Infrastruktur, die Modernisierung der bestehenden Finanzarchitektur und die Ablösung veralteter Zahlungssysteme seien langfristige Prozesse.
Ripple verfolge deshalb konsequent eine langfristige Strategie rund um krypto-basierte Vermögenswerte wie XRP und den hauseigenen Stablecoin $RLUSD. Mit Blick auf 2026 zeigte sich Garlinghouse entsprechend optimistisch. Ob das ausreichen wird, um die bullishen XRP-Prognosen noch wahr werden zu lassen, wird sich zeigen.
Interesse weiterhin hoch
Anleger, die Kryptowährungen kaufen, sind nicht unbedingt für ihre Geduld bekannt. Viele sind durch Influencer auf den Markt aufmerksam geworden, die ständig nur vom nächsten x100 oder x1.000 Coin sprechen, weshalb viele Neulinge mit dem Gefühl in den Markt kommen, dass sie hier über Nacht reich werden können.
Das ist offenbar nicht der Fall und vor allem bei XRP müssen Investoren extrem geduldig sein. Immerhin gibt es XRP schon fast so lange wie Bitcoin, länger als Ethereum und viel viel länger als Solana oder Sui, aber der Kurs verläuft die meiste Zeit über seitwärts oder korrigiert scharf nach einem kurzen, steilen Anstieg. Das hindert Investoren offenbar nicht daran, XRP zu kaufen. Vor allem bei den Kapitalzuflüssen bei den Spot XRP ETFs fällt das auf.
(Kapitalzuflüsse bei den XRP ETFs – Quelle: Coinglass)
Seit der Markteinführung der börsengehandelten Fonds ist es erst ein einziges Mal zu Kapitalabflüssen gekommen. Eine Entwicklung, mit der Solana nicht mithalten kann, obwohl die Solana ETFs in etwa zur selben Zeit eingeführt wurden, während es die Bitcoin und Ethereum ETFs schon viel länger gibt, was den Vergleich verzerrt.
Das hohe Interesse an den ETFs deutet darauf hin, dass viele Anleger nach wie vor an die Vision von Ripple glauben und sich nicht daran stören, dass das Unternehmen zwar immer mehr Lizenzen sammelt, den Großteil seiner Einnahmen aber immer noch mit dem Verkauf neuer XRP generiert, auf Kosten der bestehenden Investoren.
Alles in allem sieht es also stark danach aus, dass 2026 ein bullishes Jahr für XRP werden könnte. Vor allem, wenn die optimistischen Krypto-Prognosen für Bitcoin und Co. Realität werden und die Stimmung am Markt besser wird.
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