XRP steht erneut im Fokus vieler Anleger. Hintergrund sind neue Aussagen aus dem Ripple-Umfeld, wonach klassische Zahlungssysteme wie SWIFT langfristig an Bedeutung verlieren könnten, während Blockchain-basierte Lösungen an Relevanz gewinnen. Besonders stark fällt dabei die These aus, dass XRP als Brücken-Asset zwischen traditionellem Finanzsystem und dezentraler Infrastruktur profitieren könnte.

Für die aktuelle XRP-Prognose ist das vor allem deshalb interessant, weil sich damit wieder das alte Kernnarrativ von Ripple in den Vordergrund schiebt. Es geht nicht nur um Spekulation, sondern um die Frage, ob Banken und Finanzdienstleister künftig stärker auf Blockchain-Zahlungen setzen und dabei alte Systeme teilweise umgehen.

XRP setzt weiter auf das Zahlungsnarrativ

Nach den vorliegenden Aussagen sieht Evernorth-CEO Ash genau hier die große Chance für XRP. Seine Kernbotschaft lautet, dass SWIFT aus seiner Sicht keine echte Bedrohung für die Bridge-Asset-These von XRP darstellt. Stattdessen könnten neue Unternehmen und Banken den Schritt direkt von alten Zahlungsschienen hin zu Blockchain-Lösungen machen.

Das ist für XRP wichtig, weil der Coin seit Jahren eng mit genau diesem Anwendungsfall verbunden ist. Während viele Kryptowährungen vor allem als Wertaufbewahrungsmittel oder als Basis für Smart Contracts betrachtet werden, will XRP in erster Linie beim schnellen und günstigen Transfer von Werten punkten. Wenn sich diese Erzählung wieder stärker durchsetzt, könnte das das Interesse am Coin erneut ankurbeln.

Gleichzeitig passt das Thema in die aktuelle Marktphase. Stablecoins, Tokenisierung und Blockchain-Zahlungen rücken immer stärker in den Mittelpunkt. Große Finanzunternehmen arbeiten an neuen Strukturen für digitale Transfers. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte XRP zumindest wieder stärker als Zahlungscoin wahrgenommen werden.


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Chartbild bleibt noch verhalten

Trotz des positiven Narrativs zeigt der Chart aktuell noch kein vollständig bullishes Bild. XRP notiert bei rund 1,44 Dollar und damit leicht unter der 50-Tage-Linie bei etwa 1,50 Dollar. Die 200-Tage-Linie liegt mit rund 1,94 Dollar noch deutlich höher. Das bedeutet, dass XRP technisch weiterhin in einer größeren Korrekturphase steckt.


Immerhin wirkt der Kurs zuletzt stabiler als noch vor einigen Wochen. Nach dem scharfen Rücksetzer Anfang Februar konnte sich XRP im Bereich um 1,40 Dollar wieder fangen. Der RSI liegt bei rund 51 und signalisiert damit eine eher neutrale Lage. Weder Überhitzung noch starke Unterbewertung sind aktuell klar zu erkennen.

Für die kurzfristige XRP-Prognose wird damit vor allem die Marke bei 1,50 Dollar wichtig. Erst wenn XRP diesen Bereich klar zurückerobert, könnte sich das Chartbild spürbar aufhellen. Solange der Kurs darunter bleibt, ist eher von einer Seitwärtsbewegung mit leichter Schwäche auszugehen.

Was jetzt für XRP entscheidend wird

Fundamental hängt bei XRP vieles daran, ob das Zahlungsnarrativ wieder mehr Gewicht bekommt. Wenn Banken, Zahlungsanbieter und neue Blockchain-Firmen tatsächlich stärker auf direkte Onchain-Lösungen setzen, könnte XRP davon profitieren. Das allein reicht aber noch nicht aus, um sofort eine neue Rally auszulösen.

Der Markt wird vielmehr darauf achten, ob aus solchen Aussagen irgendwann konkrete Partnerschaften, Anwendungen oder reale Nachfrage entstehen. XRP lebt seit Jahren von der Hoffnung, im globalen Zahlungsverkehr eine größere Rolle zu spielen. Damit diese Story wieder stärker zündet, braucht es mehr als nur optimistische Worte. Es braucht sichtbare Nutzung.

Kurzfristig bleibt XRP deshalb ein Coin mit interessanter Story, aber noch ohne voll bestätigtes technisches Signal. Bullish würde die Lage erst dann werden, wenn sich das Zahlungsnarrativ mit einem charttechnischen Ausbruch verbindet.

Die XRP-Prognose bleibt aktuell gemischt. Positiv ist, dass das Kernthema rund um Blockchain-Zahlungen und die Rolle von XRP als Brücken-Asset wieder stärker diskutiert wird. Das gibt dem Coin neues narratives Potenzial.

Technisch ist XRP aber noch nicht über den Berg. Solange der Kurs unter der 50-Tage-Linie bleibt, dominiert weiter Vorsicht. Erst oberhalb von 1,50 Dollar könnte sich die Lage deutlicher verbessern. Bis dahin bleibt XRP vor allem ein Coin, den Anleger wegen seines Zahlungsnarrativs genau beobachten, der den nächsten größeren Ausbruch aber erst noch liefern muss.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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