Die Erhöhung der Block Size bei Solana um 20 % ab Epoche 822 steigert die Netzwerkeffizienz und senkt potenziell Transaktionsgebühren, könnte aber durch höhere Hardwareanforderungen die Zentralisierung fördern, da kleinere Validatoren benachteiligt werden.
Das Wichtigste im Überblick:
Größere Blöcke ab Epoche 822
Die Solana-Blockchain hat einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung ihrer Netzwerkleistung gemacht. Ab Epoche 822 ist bei Solana die Blockkapazität um 20% erweitert. Epoches bezeichnen dabei Block-Perioden, die 432.000 Blöcke umfasst. In der Regel dauert eine Epoche bei Solana 2 – 3 Tage. Die Erhöhung war zuvor mit dem Solana Improvement Document (SIMD) 0286 vorgeschlagen worden.
Die Berechnungsgrenze (Compute Limit) ist dabei von 50 Millionen auf 60 Millionen Compute Units (CUs) pro Block angehoben. Diese Änderung ermöglicht es dem Netzwerk, entweder mehr Transaktionen pro Block zu verarbeiten oder komplexere Transaktionen effizienter abzuwickeln. Während dies das Netzwerk insgesamt effizienter macht, hat es andererseits auch den Nachteil, dass es indirekt zur Zentralisierung von Solana führt. Die Änderung kam im Kontext des Crypto Bull Runs, die Solana auf über 205 USD steigen ließ.
Vermutlich hatte die Solana-Community mit der Blocksize-Erhöhung versucht, einen Ansturm auf die Solana Meme Coins, die in Rallys typischerweise stark gefragt sind, vorwegzunehmen.
Was bedeutet die Erhöhung der Blockkapazität?
Die Compute Units (CUs) sind eine Maßeinheit für die Rechenleistung, die Nodes für die Verarbeitung von Transaktionen auf Solana benötigen. Durch die Erhöhung des Limits können Validatoren mehr Transaktionen in einem Block bündeln oder anspruchsvollere Smart-Contract-Operationen durchführen.
Dies führt zu einer potenziellen Reduzierung der Transaktionsgebühren, da Validatoren mehr Transaktionen gleichzeitig verarbeiten können, was die Effizienz des Netzwerks steigert. Gleichzeitig verbessert die Maßnahme die Skalierbarkeit von Solana, was besonders in Zeiten hoher Netzwerkauslastung von Vorteil ist. Auch Nutzer von Solana profitieren von der Block-Size-Erhöhung, da sie so auf Dauer niedrigere Gebühren für einzelne Transaktionen zahlen müssen.
Vorbehalte: Blocksize erhöht Zentralisierung
Jedoch gibt es auch Kritiker des Upgrades. So könnte eine Erhöhung der Blockgröße bei Solana potenziell zu einer stärkeren Zentralisierung des Netzwerks führen, da größere Blöcke höhere Anforderungen an Hardware, Rechenleistung und Bandbreite stellen. Dies kann kleinere Validatoren mit weniger leistungsfähiger Ausstattung benachteiligen, da nur gut finanzierte Knoten oder Rechenzentren mit den gestiegenen Anforderungen mithalten könnten.
Solana hat bereits vergleichsweise hohe Hardwareanforderungen, und eine höhere Blockgröße würde diesen Trend verstärken, was die Kontrolle über das Netzwerk auf weniger Akteure konzentrieren könnte.
Dezentralisierung ist nicht die oberste Priorität von Solana
Jedoch lassen die Anforderungen für Validatoren vermuten, dass es sich bei den Validatoren größtenteils um kapitalintensive Entitäten handelt. Also Unternehmen und Institutionen, die oft selbst ohnehin zum Solana-Ecosystem gehören. Der Privat-Nutzer mit eigener Node dürfte bei Solana die absolute Ausnahme sein. Deshalb dürften Erhöhungen der Erfordernisse die Validatoren nur bedingt vom Konsensmechanismus bei Solana ausschließen.
Die Solana-Community nimmt die Erhöhung mehrheitlich positiv auf, was darauf hindeutet, dass sie Solana nicht als Bitcoin Alternative, sondern als Netzwerk für Anwendungen und unternehmerische Use-Cases sieht. Zudem arbeitet Solana immer wieder auch an Software-Optimierungen, die der steigenden Komplexität und Rechenleistung entgegenwirken.
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