Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat eine deutliche Warnung an die Krypto-Community gerichtet und davor gewarnt, dass der vorgeschlagene Clarity Act Projekte wie ADA fundamental benachteiligen könnte. Während der Markt regulatorische Klarheit oft begrüßt, argumentiert Hoskinson, dass dieser spezifische Gesetzentwurf mehr schaden als nützen könnte, indem er ein „Zwei-Klassen-System“ schafft, in dem bevorzugte Assets florieren und alles andere durch bürokratische Hürden erstickt wird.
Das Wichtigste im Überblick:
- Charles Hoskinson argumentiert, dass der Clarity Act der SEC zu viel Macht verleiht, was dazu führen könnte, dass ADA als Wertpapier eingestuft wird, während Bitcoin ein Rohstoff bleibt.
- Sollte der Entwurf ohne Änderungen verabschiedet werden, könnte dies den Zugang von US-Anlegern zu DeFi-Protokollen und Staking-Belohnungen einschränken und einen „Zwei-Klassen-Markt“ schaffen.
Für ADA-Anleger ist dies nicht nur politisches Rauschen, sondern eine direkte Bedrohung für die Liquidität und das Wachstum des Assets. Die Sorge ist, dass Bitcoin zwar die Schlagzeilen beherrscht, Cardano und andere Innovatoren im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) jedoch in eine regulatorische Grauzone gedrängt werden könnten, die die Adaption hemmt.
I agree with the President. The banks amended the bill 137 times. They have to stop messing with it and trying to shut down the industry pic.twitter.com/F7xLu3Mk86
— Charles Hoskinson (@IOHK_Charles) March 4, 2026
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels weist ADA laut aktuellen Marktberichten eine Volatilität im Bereich von 0,26 USD bis 0,30 USD auf, obwohl der breitere Kontext auf ein starkes Interesse bei höheren Unterstützungsniveaus hindeutet.
Warum Hoskinson sagt, dass ADA-Halter besorgt sein sollten
Der Digital Asset Market Clarity Act ist ein Gesetzesentwurf, der endgültig entscheiden soll, wer auf dem US-Kryptomarkt Schiedsrichter spielt: die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) oder die Securities and Exchange Commission (SEC). Aktuell gleicht dies einem ungeklärten Machtkampf um Zuständigkeiten.
Der Entwurf zielt darauf ab, digitale Assets entweder als „digitale Rohstoffe“ (Commodities) oder als „Wertpapiere“ (Securities) einzustufen. Gilt ein Asset als Rohstoff, wird es von der CFTC reguliert, die allgemein als innovationsfreundlichere Behörde gilt und Märkte wie Weizen, Öl und Gold beaufsichtigt. Gilt es als Wertpapier, fällt es unter die SEC, was strenge Berichtspflichten und Registrierungshürden mit sich bringt und es für US-Börsen oft illegal macht, den Token für Privatanleger zu listen.
Hoskinsons Warnung konzentriert sich auf das Kleingedruckte. Er argumentiert, dass der Entwurf in seiner jetzigen Form der SEC weitreichende Befugnisse einräumt, um zu entscheiden, welche Projekte „dezentral genug“ sind, um als Rohstoffe zu gelten. Diese subjektive Macht könnte dazu führen, dass die SEC systematisch aufstrebende Blockchain-Projekte blockiert oder sie standardmäßig als Wertpapiere einstuft.
Insbesondere merkte Hoskinson an, dass der Entwurf keine klaren Schutzmaßnahmen für DeFi-Plattformen, Prognosemärkte oder Stablecoins vorsieht. Die Befürchtung ist ein „schuldig bis zum Beweis der Unschuld“-Ansatz.
Falls die Definition eines „Wertpapiers“ ausgeweitet oder aggressiv angewandt wird, könnten durchschnittliche ADA-Halter mit realen Hindernissen konfrontiert werden. Das ist nicht abstrakt: Sollte ADA als Wertpapier eingestuft werden, könnten US-basierte Börsen wie Coinbase oder Kraken gezwungen sein, das Asset von der Liste zu nehmen, um Klagen zu vermeiden. Das würde die Liquidität (die Leichtigkeit beim Kaufen und Verkaufen) über Nacht austrocknen lassen.
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