Die vergangene Woche brachte im Kryptomarkt eine ungewöhnlich dichte Mischung aus institutionellen Initiativen, technologischen Entwicklungen und deutlicher Marktvolatilität. Während große Finanzakteure ihre Aktivitäten rund um Tokenisierung und Infrastruktur ausbauen, zeigten gleichzeitig starke Kursschwankungen bei Bitcoin, wie fragil die Stimmung weiterhin bleibt. Parallel rückten strategische Partnerschaften zwischen Krypto-Unternehmen und klassischen Finanz- oder Rohstoffplattformen stärker in den Fokus. Auch einzelne Projekte konnten trotz turbulenter Marktphase Kapitalzuflüsse verzeichnen. Was sind die Top Krypto News der Woche?
Das Wichtigste im Überblick:
- Ripple integriert Hyperliquid in Ripple Prime, institutioneller Zugang zu DeFi-Liquidität.
- Bitcoin fällt kurz auf 60.000 Dollar, erholt sich rasch Richtung 70.000 Dollar.
- Bithumb-Fehlüberweisung sorgt kurzfristig für Chaos und zusätzliche Marktvolatilität global.
- Bitcoin-Layer-2-Projekt Bitcoin Hyper meldet über 31 Millionen Dollar Presale-Kapital.
- CME prüft eigenen Token, Tether investiert parallel stark in tokenisiertes Gold.
Ripple Prime öffnet sich für Hyperliquid
Ripple hat am 4. Februar 2026 angekündigt, seine institutionelle Prime-Brokerage-Plattform Ripple Prime um eine Anbindung an das DeFi-Derivateprotokoll Hyperliquid zu erweitern. Das Ziel ist es, dass professionelle Kunden über eine zentrale Prime-Brokerage-Infrastruktur auf On-Chain-Derivate-Liquidität zugreifen können, ohne für jeden DeFi-Marktplatz eigene Abläufe, Gegenparteien und Risikomodelle aufzubauen.
Hyperliquid, meet Ripple Prime: https://t.co/RZWdbRfHoe
We’re now enabling institutions to access onchain derivatives liquidity through @HyperliquidX in a streamlined and secure way. Customers can also efficiently cross-margin crypto with all asset classes supported by our prime…
— Ripple (@Ripple) February 4, 2026
Ripple betont dabei ein Setup mit einer Gegenpartei, zentraler Risikoüberwachung sowie konsolidierter Besicherung/Margining über das Gesamtportfolio hinweg. Beobachter werten den Schritt als weiteres Signal, dass Prime-Brokerage-Modelle im Kryptobereich zunehmend Brücken zwischen klassischer Marktinfrastruktur und dezentralen Handelsplätzen schlagen sollen – mit dem Fokus auf Abwicklung, Risikokontrolle und Kapitaleffizienz.
Hier mehr erfahren: Ripple & Hyperliquid vereint
Bitcoin-Schockwelle, dann Rebound: Bithumb verschärft die Volatilität
Die vergangene Woche war von extremen Ausschlägen geprägt: Bitcoin rutschte am 6. Februar 2026 zeitweise bis rund 60.000 US-Dollar, bevor am 7. Februar eine schnelle Gegenbewegung folgte und der Kurs wieder über 70.000 US-Dollar sprang.
In diese ohnehin nervöse Marktphase fiel ein Vorfall bei Bithumb: Die südkoreanische Börse erklärte, bei einer internen Prämienauszahlung seien Nutzer versehentlich mit mindestens 2.000 BTC statt rund 2.000 Won gutgeschrieben worden – in Summe ging es um 620.000 BTC, die laut Bithumb zu 99,7%wieder eingesammelt wurden. Der Fehler löste auf der Plattform einen kurzfristigen Abverkauf und einen deutlichen Preisrutsch aus; Aufseher kündigten eine genauere Prüfung der internen Kontrollen an.
Hier mehr erfahren: Bithumb verursacht Bitcoin-Crash
Bitcoin Hyper sammelt weiter Kapital im Crash
Im Windschatten der Marktpanik war auffällig, dass bestimmte Presales weiterhin Zuflüsse meldeten. Beim Bitcoin-Layer-2-Projekt Bitcoin Hyper konnte der Presale rund 31 Mio. US-Dollar überschreiten. Diese zeigen aber, dass einzelne Narrative – hier „Bitcoin-Scaling/Layer-2“ – trotz drawdown-Phase weiter Aufmerksamkeit binden können. Parallel zeigt sich eine relative Stärke, da Kapitalzuflüsse nicht abrissen, während der Spot-Markt stark schwankte.
Für die Einordnung ist entscheidend: Presale-Summen sind kein Handelsvolumen am offenen Markt und sagen wenig über spätere Liquidität aus. Dennoch bleiben Anleger bullisch für Bitcoin Hyper – als Mischung aus Bitcoin und Solana, die nachhaltig Nutzen haben möchte.
Kryptowährungen sind volatil. Ihr Kapital ist in Gefahr.
Tether greift nach Gold.com und stärkt XAU₮-Distribution
Tether hat seine „Gold-Schiene“ in der Woche konkret ausgebaut: Gold.com meldete am 5. Februar 2026 eine strategische Investition über 150 Mio. US-Dollar durch Tether, strukturiert über den Erwerb von 3,371 Mio. Aktien zu 44,50 US-Dollar je Anteil. In der Mitteilung ist zudem festgehalten, dass Gold.com 20 Mio. US-Dollar in Tethers goldgedeckten Token XAU₮ investieren will – ein Signal, dass nicht nur ein Equity-Stake, sondern auch Produktintegration geplant ist.
Tether Makes $150 Million Strategic Investment in https://t.co/wkdntYlIFB, Expanding Global Access to Tokenized and Physical Gold
Read more:https://t.co/ttkmDcS369
— Tether (@tether) February 5, 2026
Branchenberichte beschrieben den Deal als Minderheitsbeteiligung (rund 12%) und betonten die Stoßrichtung: XAU₮ soll über die Edelmetall-Plattform breiter distribuiert werden; außerdem werde geprüft, ob physisches Gold perspektivisch auch direkt mit Stablecoins wie USDT bezahlt werden kann
Hier mehr erfahren: Tether investiert in Gold.com
CME spielt „CME Coin“ durch – Tokenized Cash mit Google im Blick
Auch bei traditionellen Marktbetreibern wurde Tokenisierung in der Woche lauter: CME-Chef Terry Duffy sagte, man prüfe intern die Einführung eines eigenen digitalen Tokens – häufig als „CME Coin“ betitelt – vor dem Hintergrund, wie tokenisierte Sicherheiten und digitale Abwicklungsmodelle in den Derivatemärkten genutzt werden könnten. Parallel arbeitet CME demnach mit Google Cloud an einer Lösung für „tokenized cash“, also einer digital abbildbaren Cash-Komponente, die als technisches Fundament für künftige Collateral- und Settlement-Abläufe dienen könnte.
Details wie Starttermin, Design oder regulatorische Einordnung blieben zunächst offen; die Aussagen markieren aber, dass sich ein großer Infrastrukturakteur öffentlich zu einem Token-Konzept und zu cash-nahen Tokenisierungsprojekten bekennt.
Hier mehr erfahren: CME Coin kommt von TradFi
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