Bitcoin konsolidiert am Wochenende weiterhin bei rund 64.000 US-Dollar. Zwar konnte sich die wichtigste Kryptowährung von ihren jüngsten Verlaufstiefs lösen, von einer nachhaltigen Erholung oder gar einer bestätigten Trendwende kann bislang jedoch keine Rede sein. In der kommenden Woche dürfte sich daher zeigen, ob Käufer erneut Vertrauen fassen oder der Verkaufsdruck zurückkehrt. Abseits von Bitcoin stehen zudem mehrere projektspezifische Ereignisse an, die bei UNI, MORPHO und PENDLE für erhöhte Volatilität sorgen könnten.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin konsolidiert bei 64.000 Dollar, ohne bestätigte nachhaltige Trendwende bislang.
  • Uniswap stimmt über Gebührenmodelle ab, die UNI-Burns künftig erhöhen könnten.
  • Morpho Midnight bringt bald festverzinsliche Onchain-Kredite zunächst auf Base heraus.
  • Pendle präsentiert Roadmap, während Bitcoin Hyper im Presale Stärke zeigt.

Uniswap: Gebührenabstimmungen rücken den UNI-Token in den Fokus

Bei Uniswap sind am 19. Juli zwei finale Onchain-Abstimmungen gestartet. Eine davon betrifft die Aktivierung von Protokollgebühren für Uniswap v2 und v3 auf der neuen Robinhood Chain. Uniswap fungiert dort seit dem Start als zentraler öffentlicher Automated Market Maker. Werden Gebühren aktiviert, fließt künftig ein Teil der bisherigen Einnahmen der Liquiditätsanbieter an das Protokoll und wird anschließend für den UNI-Burn verwendet. Dadurch entsteht eine direktere Verbindung zwischen der Nutzung von Uniswap und der Tokenökonomie von UNI.

Parallel stimmt die Community über die Ausweitung der Protokollgebühren auf Uniswap v4 ab. Vorgesehen ist ein dynamisches Gebührenmodell, das unterschiedliche Pool-Typen und Gebührensätze berücksichtigt. Die Initiative könnte die laufenden UNI-Burns deutlich erhöhen, ist jedoch nicht unumstritten: Kritiker warnen, dass geringere Einnahmen für Liquiditätsanbieter Kapital zu konkurrierenden Börsen verdrängen könnten. Für UNI dürfte deshalb nicht nur das Abstimmungsergebnis, sondern auch die Reaktion der Liquiditätsanbieter relevant werden.

Morpho Midnight steht unmittelbar vor dem öffentlichen Start

Morpho dürfte in den kommenden Tagen mit Morpho Midnight eines seiner bisher ambitioniertesten Produkte öffentlich starten. Anders als Morpho Blue setzt Midnight nicht auf offene Kredite mit variablen Zinssätzen, sondern auf Kredite mit festen Laufzeiten und festen Zinsen. Risiko, Laufzeit und Zinshöhe werden dabei nicht zentral vom Protokoll bestimmt, sondern durch Angebot und Nachfrage zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern ausgehandelt. Morpho sieht darin insbesondere für institutionelle Akteure und Fintech-Unternehmen einen wichtigen Baustein.

Der Start erfolgt bewusst in mehreren Stufen. Zunächst wird lediglich ein cbBTC/USDC-Markt auf Base mit verschiedenen Laufzeiten angeboten. Funktionen wie Cross-Chain-Unterstützung, automatische Verlängerungen, zusätzliche Sicherheiten und die Anbindung an Morpho Vaults sollen erst später folgen. Zum Launch sind ausschließlich direkte Kreditgeber und Kreditnehmer zugelassen. Trotz des begrenzten Umfangs könnte Midnight die Bewertung von MORPHO beeinflussen: Gelingt es dem Protokoll, einen funktionierenden Markt für festverzinsliche Onchain-Kredite aufzubauen, würde Morpho einen bisher vergleichsweise schwach entwickelten Bereich des DeFi-Marktes adressieren.


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Pendle präsentiert am 22. Juli seine weitere Roadmap

Pendle veranstaltet am 22. Juli um 13:00 Uhr UTC einen Community Call, bei dem das Team seine weitere Roadmap vorstellen möchte. Im Fokus dürfte stehen, wie Pendle seine Position im Markt für handelbare Renditen weiter ausbauen will. Das Protokoll ermöglicht Nutzern, künftige Erträge zu isolieren, feste Renditen zu sichern oder gezielt auf die Entwicklung variabler Renditen zu spekulieren.

Bereits Anfang 2026 hatte das Team mehrere Schwerpunkte definiert. Dazu gehören einfachere automatische Verlängerungen auslaufender Positionen, bessere Möglichkeiten für gehebelte Renditestrategien, direkte Zugänge von zentralisierten Börsen sowie größere und liquidere Märkte. Zusätzlich soll Boros, Pendles Plattform für den Handel mit Funding Rates, auf weitere Märkte und Anlageklassen ausgeweitet werden. Auch Stablecoins, tokenisierte Real-World-Assets und institutionelle Emittenten spielen in der Strategie eine wichtige Rolle.

Bitcoin Hyper setzt im Presale auf relative Stärke

Von einer stärkeren Nutzung des Bitcoin-Netzwerks könnten langfristig insbesondere skalierbare Layer-2-Lösungen profitieren. Ein spekulatives Projekt, das derzeit Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist Bitcoin Hyper. Das Konzept soll die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit einer schnellen Ausführungsschicht verbinden, die auf der Solana Virtual Machine basiert.

hyper l2

Über eine sogenannte Canonical Bridge sollen BTC zwischen der Bitcoin-L1 und dem geplanten Layer-2-Netzwerk übertragen und dort für schnelle Zahlungen, DeFi-Anwendungen oder weitere dApps eingesetzt werden können. Zero-Knowledge-Technologie soll dabei die Verifizierung von Transaktionen unterstützen.

Relative Stärke zeigt sich bislang allerdings ausschließlich im Presale: Nach aktuellen Angaben wurden nahezu 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Zudem bewirbt das Projekt aktuell Staking-Renditen von rund 36 Prozent APY.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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