Während zahlreiche Anleger auf einen Bitcoin-Boden im Herbst warten, vertritt der bekannte Analyst Doctor Profit inzwischen eine gegenteilige Meinung. Er geht davon aus, dass der Markt den Großteil der Investoren überraschen wird und der erwartete Tiefpunkt möglicherweise gar nicht mehr erreicht wird. Deshalb beginnt er bereits jetzt mit dem schrittweisen Aufbau einer langfristigen Bitcoin-Position und setzt zusätzlich auf Ethereum.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Doctor Profit hält einen klassischen Vierjahreszyklus mit einem Tiefpunkt im September oder Oktober für zunehmend unwahrscheinlich, da inzwischen ein Großteil des Marktes auf genau dieses Szenario setzt.
  • Der Analyst startet eine gestaffelte Kaufstrategie zwischen 54.000 und 64.000 US-Dollar und investiert täglich fünf Prozent seines vorgesehenen Kapitals, solange sich Bitcoin in dieser Kurszone bewegt.
  • Als wichtigste langfristige Kurstreiber nennt er die Tokenisierung klassischer Finanzmärkte, mögliche regulatorische Klarheit durch den CLARITY Act und den zunehmenden Einstieg institutioneller Investoren.

Warum der Markt die Mehrheit überraschen könnte

Nach Ansicht von Doctor Profit liegt das größte Risiko derzeit nicht in den Kursen selbst, sondern in der Erwartungshaltung der Anleger. Seiner Beobachtung nach planen inzwischen zahlreiche Investoren ihre Käufe erst für September oder Oktober, da sie sich am bekannten Vierjahreszyklus orientieren.

Genau diese breite Übereinstimmung macht ihn jedoch skeptisch. Märkte würden nur selten das liefern, womit nahezu alle Marktteilnehmer rechnen. Während am Hochpunkt kaum jemand den Vierjahreszyklus als Orientierung akzeptiert habe, werde nun nahezu selbstverständlich davon ausgegangen, dass der Tiefpunkt exakt nach diesem Muster entstehen müsse.

Aus seiner Sicht könnte Bitcoin den erwarteten Boden deshalb deutlich früher ausbilden und viele Kauforders unterhalb von 50.000 US-Dollar unerfüllt lassen.

Gestaffelte Käufe statt perfektes Market Timing

Anstatt auf einen einzigen Einstieg zu warten, verfolgt der Analyst einen disziplinierten Ansatz. Solange sich Bitcoin zwischen 54.000 und 64.000 US-Dollar bewegt, investiert er täglich fünf Prozent seines vorgesehenen Kapitals.

Steigt der Kurs über diese Zone hinaus, werden keine weiteren Käufe vorgenommen. Fällt Bitcoin dagegen weiter innerhalb der Spanne, kauft er konsequent weiter und verbessert dadurch seinen durchschnittlichen Einstiegspreis.

Zusätzlich setzt Doctor Profit auf eine feste Portfolioaufteilung. Für jeweils vier investierte Dollar in Bitcoin fließt ein weiterer Dollar in Ethereum. Beide Kryptowährungen betrachtet er als langfristige Gewinner einer zunehmenden institutionellen Adoption.


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Tokenisierung könnte einen neuen Marktzyklus auslösen

Neben der Charttechnik verweist der Analyst vor allem auf fundamentale Entwicklungen. Große Finanzunternehmen wie BlackRock arbeiten gemeinsam mit der DTCC an der Einführung tokenisierter Wertpapiere. Erste größere Anwendungen könnten bereits im Herbst starten und den Handel mit Aktien sowie anderen Finanzinstrumenten rund um die Uhr ermöglichen.

Parallel dazu könnte der CLARITY Act in den USA für mehr regulatorische Sicherheit sorgen und institutionellen Investoren den Zugang zum Kryptomarkt erleichtern.
Doctor Profit geht deshalb davon aus, dass Blockchain-Technologie und Kryptowährungen in den kommenden Monaten deutlich stärker in den Fokus traditioneller Finanzunternehmen rücken könnten. Selbst wenn zunächst vor allem tokenisierte Vermögenswerte profitieren, dürfte dies seiner Einschätzung nach das gesamte Narrativ rund um digitale Assets stärken.

Während viele Anleger weiterhin auf einen deutlich tieferen Bitcoin-Kurs warten, baut der Analyst seine Position bereits jetzt Schritt für Schritt aus. Für ihn überwiegt inzwischen das Risiko, eine größere Aufwärtsbewegung zu verpassen, gegenüber der Chance auf einen nochmals deutlich günstigeren Einstieg.

Anleger setzen auf Liquid Chain

Neben Bitcoin und Ethereum beobachten viele Investoren derzeit auch neue Projekte, die vom wachsenden Interesse institutioneller Marktteilnehmer profitieren könnten. Besonders häufig genannt wird aktuell Liquid Chain ($LIQUID).

Das Projekt entwickelt eine Layer-3-Lösung, die Bitcoin, Ethereum und Solana miteinander verbinden soll. Ziel ist es, Liquidität effizient zwischen den größten Blockchain-Netzwerken zu übertragen und dadurch schnellere sowie kostengünstigere DeFi-Anwendungen zu ermöglichen.

Der $LIQUID-Token befindet sich aktuell noch im Presale und kann vor dem geplanten Börsenlisting zu einem festen Preis erworben werden. Da der Vorverkauf in mehreren Phasen organisiert ist, steigt der Tokenpreis mit jedem Abschnitt schrittweise an. Frühzeitige Käufer sichern sich dadurch günstigere Einstiegskonditionen.

Mit seinem Fokus auf Cross-Chain-Liquidität und interoperabler Blockchain-Infrastruktur zählt Liquid Chain für viele Marktbeobachter zu den spannendsten Presale-Projekten des Jahres. Sollte sich die Technologie am Markt etablieren, sehen einige Analysten nach dem Listing deutliches Wachstumspotenzial.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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