ADA fiel am 11. September auf ein Wochentief von 0,204 US-Dollar, nachdem überraschend hohe US-Erzeugerpreise den gesamten Altcoin-Markt unter Druck setzten. Der Rückgang beträgt 5,3 Prozent innerhalb einer Woche – zeitgleich meldete das Entwicklerteam Input Output einen technischen Durchbruch beim Leios-Testnetz, der die Kursschwäche bislang nicht auffangen konnte.

Das Wichtigste im Überblick:

  • ADA fiel am 11. September auf ein Wochentief von 0,204 Dollar, ausgelöst durch überraschend hohe US-Erzeugerpreise.
  • Das Leios-Testnetz verarbeitete über 41 Tage die sechsfache Kapazität des aktuellen Mainnets.
  • Die aktiven Adressen brachen von über 169.000 auf 56.307 ein – ein Rückgang von 67 Prozent in drei Wochen.
  • ADA notiert 93 Prozent unter dem Allzeithoch von 3,10 Dollar.
  • Input Output plant, Leios bis Ende 2026 mainnet-fertig zu machen.

Leios-Testnetz erreicht sechsfache Mainnet-Kapazität

Technisch hat Cardano gerade seinen bislang größten Skalierungstest bestanden. Laut CryptoSlate erreichte das Leios-Testnetz einen Durchsatz von 26,8 TxkB/s, während das Mainnet aktuell bei 4,51 TxkB/s liegt. In den stabilen Schlusstagen übernahm Leios demnach 54 Prozent des gesamten Datenverkehrs im Testbetrieb.

Das Testnetz lief über 41 Tage auf geografisch verteilten Knoten, was die Ergebnisse über eine reine Laborumgebung hinaus bestätigt. Input Output plant, Leios bis Ende 2026 für den Mainnet-Einsatz vorzubereiten. Für den ADA-Kurs und seine technischen Marken bleibt die Frage offen, ob dieser Fortschritt ausreicht, um das Sentiment zu drehen.

ADA-Schwäche trifft auf schrumpfende Nutzerbasis

Während die Technologie Fortschritte macht, erzählen die Nutzungsdaten eine andere Geschichte. Laut CoinGabbar fielen die aktiven Adressen von über 169.000 auf nur noch 56.307 in drei Wochen – ein Einbruch von 67 Prozent.

ADA notierte zuletzt bei 0,209 Dollar, nach dem Rückgang von 5,3 Prozent binnen sieben Tagen, und liegt damit 93 Prozent unter dem Allzeithoch von 3,10 Dollar. Höhere Erzeugerpreise deuten darauf hin, dass die Zinsen länger hochbleiben könnten, was den gesamten Risikomarkt belastet und bei einem bereits stark gefallenen Coin besonders schwer wiegt. Changelly wird mit einer September-Durchschnittsprognose von 0,219 Dollar zitiert, was einem Aufschlag von unter 5 Prozent entspräche. Wie sich diese Marktschwäche in den breiteren Altcoin-Verkaufsdruck und Open-Interest-Bewegungen einordnet, zeigt, dass ADA nicht isoliert betroffen ist.

Warum das Upgrade den Markt noch nicht überzeugt

Der Leios-Fortschritt reiht sich in eine mehrjährige Skalierungsstrategie ein, mit der Cardano vor allem die begrenzte Basisschicht-Kapazität adressieren will. Diese Kritik am Netzwerk ist nicht neu, doch der aktuelle Testnetz-Erfolg liefert erstmals belastbare Zahlen aus einer geografisch verteilten Umgebung statt aus reinen Simulationen.

Nur löst technische Kapazität allein das eigentliche Problem nicht: Ohne wachsende Nutzerzahlen und neue Anwendungsfälle fehlt ADA ein klarer Katalysator für eine Neubewertung. Bei einer Marktkapitalisierung von 7,7 Milliarden Dollar braucht der Coin erhebliches neues Kapital, um sich nachhaltig von der aktuellen Schwäche zu lösen – und solange die aktiven Adressen fallen, bleibt dieser Zufluss aus.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Entscheidend wird sein, ob Input Output den angepeilten Zeitplan hält und Leios tatsächlich bis Ende 2026 mainnet-fertig macht. Ebenso wichtig: ob sich die aktive Adressanzahl von ihrem Tiefstand bei 56.307 erholt, denn ohne steigende On-Chain-Aktivität dürfte auch ein technisch überzeugendes Upgrade den Kurs kaum bewegen.

Kurzfristig bleibt zudem die Reaktion auf das Wochentief von 0,204 Dollar und den 5,3-prozentigen Sieben-Tages-Rückgang zu beobachten. Weitere Testnetz- oder Mainnet-Meilensteine dürften erneut Aufmerksamkeit erhalten – ob sie diesmal auch die Nutzerbasis mitziehen, ist die zentrale offene Frage für die kommenden Wochen.

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Patrick Krauss
Patrick Krauss
Krypto-Analyst & Review-Faktenchecker

Patrick Krauss ist Krypto-Analyst und Autor bei 99Bitcoins und verantwortlich für das Faktenchecking von Krypto-Börsen- und Broker-Reviews. Er prüft sämtliche Inhalte auf fachliche Richtigkeit, Aktualität und Nachvollziehbarkeit und stellt sicher, dass Angaben zu Gebühren, Handelsbedingungen, Regulierung, Sicherheitsstandards und Risikohinweisen korrekt... Mehr lesen

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