Strategy (ehemals MicroStrategy, NASDAQ: MSTR) verzeichnete im Q4 2025 einen massiven unrealisierten Verlust von 17,44 Milliarden US-Dollar aufgrund des Bitcoin-Kursrückgangs, bleibt aber trotz des Drucks aggressiv beim BTC-Kauf.
Das Wichtigste im Überblick:
Verlust für letztes Quartal und gesamtes Jahr gemeldet – allerdings unrealisiert
Am 5. Januar 2026 veröffentlichte Michael Saylor’s Strategy (NASDAQ: MSTR) ein SEC-Filing. Daraus ging hervor, dass das Unternehmen im vierten Quartal 2025 einen unrealisierten Verlust von 17,44 Milliarden US-Dollar auf seinen Bitcoin-Bestand verzeichnete. Der Auslöser war der deutliche Rückgang des Bitcoin-Kurses, der kurz nach Quartalsbeginn einsetzte.
Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Strategy einen immer noch schmerzhaften, aber deutlich geringeren Verlust von 5,4 Milliarden Dollar auf seine Digital-Asset-Positionen.
Aktienentwicklung und mNAV
Strategy betont weiterhin, dass der wichtige mNAV (Multiple der Bitcoin-Bestände im Verhältnis zur Marktkapitalisierung) noch knapp über der kritischen 1,0x-Marke liegt – nach eigenen Angaben bei 1,02x. Unabhängige Beobachter und On-Chain-Analysten kommen jedoch zu einem deutlich pessimistischeren Bild und taxieren den mNAV aktuell bei nur 0,80x.
Damit würde Strategy bereits unter dem reinen Substanzwert seiner Bitcoin-Bestände gehandelt. Die Aktie von Strategy (MSTR) hat im vierten Quartal 2025 mit einem Kursrutsch von 53 Prozent einen dramatischen Einbruch erlebt. Viele Marktteilnehmer hoffen, dass der nächste Crypto Bull Run die Verluste schnell wieder egalisieren könnte.
Am heutigen Mittwoch lag der Schlusskurs bei 164 US-Dollar lag. Damit notiert die Aktie derzeit nur noch bei etwa einem Drittel ihres Höchststandes vom Juli 2025, als sie mit 457 Dollar ihr Allzeithoch erreicht hatte.
Trotz allem: Strategy pumpt weiter Fiat in Bitcoin
Unbeeindruckt von den massiven Papierverlusten gab Strategy in derselben Einreichung bekannt, weiterhin Bitcoin zu kaufen. Demnach hat das Unternehmen in den ersten vier Tagen des Jahres 2026 weitere 1.283 BTC für 116 Millionen Dollar erworben. Damit steigt der Gesamtbestand auf 673.783 Bitcoin – zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von 75.026 USD.
Kurzfristig liegt der aktuelle Bitcoin-Kurs bei rund 91.000 USD (Stand: 7. Januar 2026) noch deutlich über diesem Durchschnitt – doch ein anhaltender Abverkauf würde Strategy sehr schnell in die reale Verlustzone bringen. Trotz der massiven unrealisierten Verluste halten viele Bitcoin-Anhänger weiterhin daran fest, dass Bitcoin langfristig zu den besten Kryptowährungen zählt – genau deshalb pumpt Strategy trotz allem weiter Fiat in BTC.
Finanzierung: Immer mehr Verwässerung statt Cashflow
Das ursprüngliche 2025er-Konzept – zusätzliche Bitcoin-Käufe durch fünf neue Preferred-Stock-Angebote mit teils bis zu 11 % Dividende – hat sich weitgehend erledigt. Die meisten jüngsten Käufe wurden stattdessen durch massive Verwässerung der Stammaktien finanziert.
Der Software-Kerngeschäftsbereich wirft nach wie vor keinen nennenswerten Free Cashflow ab. Um Zweifel an der Dividendenzahlungsfähigkeit zu zerstreuen, schuf Strategy im Dezember 2025 eine Art „US-Dollar-Reserve“ in Höhe von zunächst 1,44 Milliarden Dollar – mittlerweile auf 2,25 Milliarden Dollar angewachsen. Auch diese Reserve wurde größtenteils durch weitere Aktienemissionen finanziert.
Kurze Atempause durch MSCI-Entscheidung
Ein kleiner Lichtblick für die MSTR-Community kam am Rande: Der Indexanbieter MSCI entschied sich (zumindest vorerst) gegen eine sofortige Entfernung der sogenannten DATs (Dual-Asset-Tracker, zu denen auch MSTR zählt) aus seinen Indizes. Hätte MSCI anders entschieden, hätten massive Zwangsverkäufe durch passive Indexfonds gedroht.
Dennoch ist Strategy massiv von der Preis-Entwicklung bei Bitcoin bedroht. Sollte BTC in diesem Jahr noch weitere Crashs erleben, könnte dies durchaus die gefürchteten Zwangsverkäufe bei Strategy auslösen, die inzwischen für den gesamten Bitcoin-Markt ein enormes Risiko darstellt.
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