Während Bitcoin nun schon seit Wochen in einem zähen Seitwärtstrend zwischen 94.000 und 84.000 US-Dollar verharrt, legt ein On-Chain-Preismodell des On-Chain-Analysten Root nahe, dass die führende Kryptowährung derzeit weder über- noch unterbewertet ist, sondern genau um ihren fairen Wert gehandelt wird. Erfahre in diesem Artikel mehr zum Thema!
Das Wichtigste im Überblick:
X-Analyst Root erklärt, dass Bitcoin weder über- noch unterbewertet ist
In einem neuen X-Beitrag hat der Kryptoanalyst Root ein Update zur Bewertung des Bitcoin-Preises auf Grundlage der sogenannten „On-Chain-Value Map“ veröffentlicht – ein Bewertungsmodell, dass Root selbst anhand von drei On-Chain-Metriken erstellt hat: Realized Cap, Liquid Supply, and Coin Days Destroyed.
Zunächst wäre da die realisierte Marktkapitalisierung, also ein MarketCap-Bewertungsmodell, welches den Wert jedes im Umlauf befindlichen Coins berücksichtigt, zu dem er zuletzt auf der Blockchain gehandelt wurde.
Vereinfacht ausgedrückt spiegelt dieser Indikator also jenes Kapital wider, das die Investoren insgesamt für den Kauf des Bitcoin-Gesamtbestands tatsächlich ausgegeben haben.
Die zweite Metrik, der sogenannte „liquide Bestand“, erfasst jenen Teil des Bitcoin-Angebots, der von Investoren gehalten wird, die ihre Coins häufig transferieren.
Unterm Strich handelt es sich dabei also um das Angebot, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit bald wieder in den Umlauf zurückkehrt, anstatt langfristig gehalten zu werden.
Schließlich misst die Kennzahl „Coin Days Destroyed“, wie viele angesammelte Coin-Days im Netzwerk zurückgesetzt werden. Ein „Coin Day“ entsteht, wenn 1 BTC einen Tag lang nicht bewegt wird.
Wird ein Coin transferiert, der zuvor eine bestimmte Anzahl an Coin-Days angesammelt hat, wird dieser Zähler wieder auf null gesetzt – die bis dahin aufgebauten Coin-Days gelten damit als „zerstört“.
CDD eignet sich besonders gut, um Phasen zu erkennen, in denen langfristige Investoren beginnen, ihre Bestände zu verteilen. Diese sogenannten Long Term Holder halten ihre Coins über lange Zeiträume und akkumulieren dadurch viele Coin-Days.
Werden solche alten Bestände bewegt, führt die Zerstörung einer großen Anzahl an Coin-Days zu deutlichen Ausschlägen im CDD, was auf mögliche Distributionsphasen hindeuten kann.
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Für seine These stützt er sich auf die „On-Chain-Value Map“
Root hat die drei Kennzahlen nun in einem Bewertungsmodell namens „On-Chain-Value Map“ zusammengefasst:
Wie die obige Grafik zeigt, stieg Bitcoin im Rahmen seines Allzeithochs im Oktober deutlich über das „überbewertete Niveau“. Allerdings ist der Bitcoin-Kurs seither merklich gefallen und hat sich damit wieder dem Niveau des „fairen Werts“ gemäß dem Modell angenähert.
Demnach scheint der Vermögenswert, zumindest aus Sicht der On-Chain-Value Map, aktuell weder unter- noch überbewertet, sondern weitgehend neutral zu sein.
Bitcoin kratzt an der 88.000-USD-Marke
Fakt ist jedoch, dass der Bitcoin-Kurs in dieser Woche bislang relative Stärke zeigt und zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels bei rund 87.700 US-Dollar notiert, was einem Anstieg von 0,93 Prozent in 24 Stunden und 1,41 Prozent auf 7-Tage-Basis entspricht.

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