Bitcoin nähert sich aktuell einer der wohl wichtigsten Zonen der vergangenen Monate. Das Level um 117.000 US-Dollar war in der Vergangenheit mehrfach Dreh- und Angelpunkt für starke Bewegungen. Mal diente es als Unterstützung, später als Widerstand – und genau hier entscheidet sich nun, ob der Markt den Weg frei für ein neues Allzeithoch macht. Sollte der Ausbruch gelingen, sehen Analysten das Potenzial für eine schnelle Rally bis rund 123.000 US-Dollar.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin steht kurz vor dem Bruch der 117.000 US-Dollar-Marke – ein Schlüsselbereich aus vergangenen Bewegungen.
  • Ein Ausbruch könnte den Kurs rasch in Richtung 123.000 US-Dollar treiben, wo viele erste Gewinne realisieren wollen.
  • Stablecoins und saisonale Faktoren stützen den Markt, Q4 gilt historisch als stärkste Phase für Krypto.
  • Das FOMC-Meeting mit möglichen Zinssenkungen könnte zusätzlich Auftrieb geben, birgt aber auch Risiken.
  • Ethereum zielt auf 6.500 US-Dollar, während sich Altcoins auf eine mögliche neue Altcoin Season vorbereiten.

Bereits im Vorfeld hatte der Markt klare bullische Strukturen gezeigt. Auf mehreren Zeitebenen – vom 4-Stunden-Chart über den Tageschart bis hin zu höheren Timeframes – ist die Umkehr nach oben erkennbar. Das spricht dafür, dass der aktuelle Schub nicht nur eine kurze Erholung, sondern ein bestätigter Trendwechsel sein könnte. Auch die jüngsten Bewegungen deuten darauf hin, dass Marktteilnehmer Liquidität auf der Oberseite anpeilen.

Entscheidende Widerstände und Supportmarken

Der Bereich um 117.000 US-Dollar gilt nun als letzte große Hürde. In der Vergangenheit hatte dieser Punkt bereits mehrfach für Richtungswechsel gesorgt. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte daher die Tür zu deutlich höheren Kursen öffnen. Auf Sicht der kommenden Wochen rückt die Marke bei 123.000 US-Dollar als nächstes realistisches Ziel in den Vordergrund.

 

Darüber hinaus zeigen Fibonacci-Extensions, dass selbst ein Lauf in Richtung 137.000 US-Dollar nicht ausgeschlossen ist. Diese Zone könnte sich später als möglicher Wendepunkt herausstellen, an dem viele Trader wieder vorsichtiger werden. Dennoch überwiegt derzeit die Erwartung, dass der Markt zunächst den Aufwärtstrend fortsetzt.

Liquidität, Saisonalität und Geldpolitik

Neben der Charttechnik spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Die Umlaufmenge von Stablecoins wie USDT oder USDC steigt spürbar an. Das bedeutet, dass zusätzliche Kaufkraft in den Markt fließen könnte. Parallel dazu zeigt die Saisonalität ein klar bullisches Muster: In den vergangenen Jahren war das vierte Quartal regelmäßig die stärkste Phase für Kryptowährungen.

Ein weiterer Aspekt ist die Geldpolitik der US-Notenbank. Beim kommenden FOMC-Meeting werden Zinssenkungen erwartet. Schon ein Schritt von 25 Basispunkten wäre ein starkes Signal. Historisch gesehen starteten viele große Bitcoin-Rallys genau nach solchen Entscheidungen. 

Wahrscheinlichkeit der Zinssenkungen in den USA

Zinssatz in den USA wird zu nahezu 100 Prozent Wahrscheinlichkeit sinken, Quelle: https://www.cmegroup.com

Allerdings mahnen Beobachter auch zur Vorsicht: 2019 etwa brach der Markt nach ersten Senkungen kurzfristig ein, bevor sich später ein neuer Crypto Bullrun etablierte.

Ethereum und Altcoins ziehen nach

Auch Ethereum bewegt sich in einem klar bullischen Muster. Analysten sehen Kursziele um 6.500 US-Dollar, die sich aus Fibonacci-Projektionen ableiten. Im Vergleich zu Bitcoin hinkte Ethereum bislang etwas hinterher, könnte aber im weiteren Verlauf aufholen.

Darüber hinaus zeichnet sich eine mögliche Altcoin Season ab. Historisch rotieren Investoren nach einem starken Bitcoin-Lauf verstärkt in kleinere Coins. Erste Signale dafür sind bereits in der Marktstruktur erkennbar. Beobachter erwarten daher, dass die kommenden zwei Monate auch für den breiteren Altcoin-Sektor dynamisch verlaufen könnten.

Die aktuelle Marktlage gilt somit als spannender Moment. Zwischen technischer Stärke, wachsender Liquidität, saisonalen Mustern und der Aussicht auf sinkende Zinsen stehen die Chancen für den nächsten großen Schub gut.

 

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Stefan Haas
Stefan Haas

Nach dem Maschinenbaustudium war Stefan mehrere Jahre als leitender Angestellter tätig, bevor er 2020 in die Selbstständigkeit wechselte. Erste Berührungspunkte mit Bitcoin hatte er bereits 2016 – damals noch im kurzfristigen Trading. Später baute und betrieb er ein eigenes Mining... Mehr lesen

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