Ledger gilt seit Jahren als eines der führenden Unternehmen der Welt für Hardware-Wallet und hat sein Angebot weit über die reine Verwahrung von Kryptowährungen hinaus ausgebaut. Rund um Ledger Wallet ist in den vergangenen Jahren ein ganzes Ökosystem aus Apps, Services und DeFi-Anbindungen entstanden. Nun folgt der nächste strategische Schritt: Mit der Einführung von Bitcoin-Yields erweitert das Unternehmen sein Produktportfolio um eine Ertragskomponente. Damit wird es erstmals möglich, direkt über Ledger mit Bitcoin Zinsen zu erzielen, ohne die Kontrolle über die eigenen Coins aufzugeben. Die wertvollste Kryptowährung der Welt bekommt selbst auf dem Cold-Wallet somit einen weiteren Nutzen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ledger erweitert sein Ökosystem und ermöglicht erstmals Bitcoin-Zinsen direkt aus Selbstverwahrung.
  • Die neue BTC-Yield-Funktion integriert Lombard und Figment direkt in die Ledger Wallet.
  • Kern des Modells ist LBTC, vollständig durch Bitcoin gedeckt und transparent abgesichert.
  • Erträge entstehen über Babylon-Staking und sind direkt in Bitcoin denominiert.
  • Rund 98 Prozent aller Bitcoin gelten bisher als onchain inaktiv.
  • LBTC ist bereits auf 15 Blockchains in verschiedenen DeFi-Anwendungen nutzbar.
  • Erstmals kommt ein externes Bitcoin-Ertragsprodukt direkt in die Ledger Wallet.

Ledger bringt Zinsen auf Bitcoin

Ledger macht einen wichtigen Schritt, um Bitcoin aus der Rolle des reinen Wertspeichers zu lösen. Der Hardware-Wallet-Hersteller und Softwareanbieter führt in seiner Ledger Wallet erstmals eine „BTC Yield“-Funktion ein, mit der Nutzer direkt aus der Selbstverwahrung heraus Erträge auf ihre Bitcoin erzielen können. Möglich wird das durch eine Integration mit Lombard und Figment, die ab sofort über den Discover-Bereich der Wallet verfügbar ist. Ledger sichert nach eigenen Angaben rund 22 Prozent des weltweiten Bitcoin-Bestands, entsprechend groß ist die Signalwirkung dieses Produkts.

Der Kern der neuen Funktion ist LBTC, ein vollständig durch Bitcoin gedeckter, verzinslicher Token. Jeder LBTC ist per Proof of Reserve transparent abgesichert, zusätzlich wacht ein Sicherheitskonsortium aus 15 Institutionen über die Infrastruktur.

Für Nutzer bedeutet das: Sie müssen ihre BTC weder an eine zentrale Plattform übertragen noch verkaufen, sondern können sie in der eigenen Wallet in ein ertragsbringendes Format überführen. Die Rendite entsteht unter anderem über das Babylon-Bitcoin-Staking-Protokoll.

Strategisch zielt Ledger damit auf ein enormes, bislang kaum genutztes Potenzial. Schätzungen zufolge sind über 98 Prozent aller Bitcoin onchain inaktiv, bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,8 Billionen US-Dollar. Mit der neuen Integration sollen diese „schlafenden“ Bestände erstmals produktiv genutzt werden. Zusätzlich ist LBTC auf inzwischen 15 Blockchains einsetzbar und kann in verschiedenen DeFi-Anwendungen als Sicherheit oder für weitere Strategien verwendet werden.

Bitcoin-Zinsen schreiben Geschichte

Für Ledger ist das mehr als nur ein neues Feature: Es ist ein weiterer Baustein, um Bitcoin als aktives Kapital im DeFi-Ökosystem zu etablieren. Später im Jahr 2026 möchten die Entwickler die Funktion zudem direkt in den Earn-Bereich der Wallet integrieren.

Besonders an dieser Neuerung ist vor allem der historische Charakter: Erstmals wird ein externes Bitcoin-Ertragsangebot direkt in die Ledger Wallet integriert. Bislang mussten Bitcoin-Halter ihre Coins in der Regel an Börsen, Verwahrstellen oder separate Protokolle übertragen, um Zinsen zu erhalten. Dies ist ein Schritt, der immer mit zusätzlichen Risiken verbunden war. Mit der Integration von Lombard und Figment wird dieser Umweg überflüssig. Das Verdienen von Bitcoin-Zinsen soll intuitiver möglich sein.

Zinsen verdienen mit Bitcoin: So funktioniert es bei Ledger

Mit der neuen „BTC Yield“-Funktion in der Ledger Wallet können Ledger-Nutzer erstmals direkt aus der Selbstverwahrung heraus Erträge auf Bitcoin erzielen, ohne die Coins an eine zentrale Börse zu übertragen. Technisch basiert das Angebot auf dem Protokoll Lombard in Zusammenarbeit mit Figment und dem Liquid-Staking-Token LBTC.

Voraussetzung ist, dass Ledger Wallet und das Ledger-Gerät auf dem neuesten Stand sind und sich mindestens 0,00015 BTC auf dem entsprechenden Konto befinden. Der Zugang erfolgt in der Ledger Wallet über den Bereich „Entdecken“ und die dort integrierte Figment-App. Nach dem Verbinden und Entsperren des Ledger-Geräts wählen die Anleger zunächst das Bitcoin-Konto aus, von dem die Einzahlung erfolgen soll. Zusätzlich legen die Wallet-Nutzer ein Ethereum-Konto für die Gutschrift von LBTC fest. Durch das Signieren einer Nachricht erfolgt die Bestätigung, dass beide Konten demselben Eigentümer gehören.

Bitcoin Zinsen

Anschließend lässt sich der gewünschte BTC-Betrag einzahlen und die Transaktion auf dem Ledger-Gerät bestätigen. Die hinterlegten Bitcoin werden in LBTC umgewandelt, der Erträge in Bitcoin generiert, unter anderem über das Babylon-Staking. Der aktuelle Status und die aufgelaufenen Erträge lassen sich sowohl im Figment-Dashboard als auch im Verdienen-Bereich der Ledger Wallet einsehen.

btc

Für den Ausstieg können Nutzer LBTC jederzeit wieder in BTC tauschen. Nach der Bestätigung erscheinen die Bitcoin in der Regel innerhalb von bis zu 72 Stunden wieder auf dem ursprünglichen Bitcoin-Konto.


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Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

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