Bekannte Experten kommen zu einer spannenden Schlussfolgerung, wenn wir uns den Status quo im Februar 2026 anschauen: „Own assets or be left behind.“ So rahmt The Kobeissi Letter derzeit eine Reihe von Entwicklungen ein, die – aus Sicht der Analysten – vor allem eines bedeuten sollen: Politik und Geldpolitik dürften 2026 alles daransetzen, Wachstum und Vermögenspreise zu stützen.

In diesem Umfeld würden Rücksetzer weniger als Trendbruch, sondern eher als taktische Einstiegsmomente gelesen. Auch für Bitcoin ist diese These denkbar bullisch.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Analysten sehen politische Unterstützung als treibenden Faktor für steigende Vermögenspreise.
  • Fiskalprogramme, mögliche Zinssenkungen und schwächerer Dollar könnten Assets stützen.
  • Rücksetzer gelten daher eher als Einstiegschancen statt langfristiger Trendwechsel.
  • Bitcoin-Befürworter betonen Knappheit, Selbstverwahrung und langfristige Akkumulation unabhängig vom Preis.
  • Künstliche Intelligenz und globale Makrotrends könnten Märkte strukturell dauerhaft verändern.

Führende Experten bullisch: Asset-Preise werden weiter steigen

Wenn Kobeissi von einem US-Präsidenten mit „100.000“-Ziel für den Dow spricht, ist damit eine wiederholt aufgegriffene Trump-Aussage gemeint, die als politisches Signal für „Asset-Optimismus“ interpretiert wird – unabhängig davon, ob das Ziel realistisch ist.  Denn zuletzt bekräftigte der amtierende Präsident sein Vorhaben, den Dow Jones während seiner Amtszeit noch zu verdoppeln.

Der zweite Punkt ist weniger ein formaler Zwang als eine politische Lesart: In den letzten Wochen wurde öffentlich über Trumps Fed-Personalien und den Druck auf niedrigere Zinsen diskutiert – der Subtext lautet, dass die Geldpolitik 2026 eher lockerer als straffer werden soll.

Beim Thema „2.000-Dollar-Schecks“ geht es um die wiederkehrende Debatte um eine mögliche „tariff dividend“-Art Zahlung. Entscheidend: Mehrere aktuelle Berichte betonen, dass es dafür bislang keinen beschlossenen, fixen Auszahlungsmechanismus gibt – es ist politisches Gesprächsmaterial, keine gesicherte Maßnahme. Doch die Fantasie genügt.

Punkt vier ist konkreter: Die US-Treasury verweisen auf die Idee, über Fannie/Freddie Käufe von rund 200 Mrd. US-Dollar an Mortgage-Backed Securities die Hypothekenzinsen zu drücken – ein Ansatz, der tendenziell Finanzbedingungen lockert.

Punkt fünf bezieht sich auf das Anfang Februar unterzeichnete, rund 1,2 Billionen US-Dollar schwere Funding-Paket zur Beendigung eines Shutdowns.

Und Punkt sechs greift Trumps Aussage auf, der Dollar sei „great“, obwohl er zuvor deutlich nachgegeben habe – als Narrativ, das einen schwächeren Dollar politisch „normalisiert“ und Risiko-Assets Rückenwind geben kann.

Die politische und makroökonomische Gemengelage in den USA scheint damit eindeutig bullisch für Aktien, Bitcoin und Co.

 „Buy-the-Dip“ für 2026? Bitcoin bleibt spannend

Aus dieser Kombination lässt sich Kobesissis Kernthese ableiten: Wenn Fiskalpolitik (große Budgets, Shutdown-Vermeidung) und geldpolitische Erwartungen (Druck zu niedrigeren Zinsen) gleichzeitig wirken, steigt die Wahrscheinlichkeit eines „Policy Put“ – also einer Politik, die bei Stress eher stützt als bremst. In so einem Regime werden Rücksetzer an Aktien- und Kryptomärkten oft als Liquiditätsdellen interpretiert, nicht als Ende des Zyklus.

Genau hier dockt die folgende Prognose an: Der bekannte Finanzanalyst Simon Dixon schreibt sinngemäß, man solle den Bitcoin-Preis kurzfristig ignorieren und stattdessen darauf achten, Monat für Monat mehr Bitcoin zu besitzen – fallende Kurse seien dann rechnerisch eine Gelegenheit, mit Fiat mehr Sats zu kaufen.

Bemerkenswert ist dabei weniger die Kursprognose als das Weltbild dahinter: Dixon setzt auf die Unveränderlichkeit des Angebots (21 Mio.), betont Selbstverwahrung und warnt vor „Yield“-Versprechen, Beleihung und Zwischenvehikeln, bei denen Anleger im Stressfall via Margin Calls aus Positionen gedrängt werden könnten. Die Makro-Passage ergänzt das um ein Umfeld, in dem der Dollar relativ schwächer tendiert, während längere Renditen hoch bleiben können – eine Konstellation, die historisch oft zu Kapitalrotationen, Inflations- und Sachwertnarrativen führt.

Seine Tech-These („AI changes everything) ist im Kern ebenfalls „Buy the dip“: Nicht weil Risiken verschwinden, sondern weil systemrelevante Trends politisch und finanziell abgesichert werden könnten.

Historisch betrachtet haben starke Rücksetzer an Finanz- und Kryptomärkten häufig attraktive Einstiegsgelegenheiten geboten, vor allem für langfristig orientierte Anleger. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass Korrekturen durchaus in längere Bärenmärkte übergehen können und Geduld erforderlich bleibt. Gerade deshalb galten Dollar-Cost-Average-Strategien in der Vergangenheit oft als sinnvoller Ansatz.

Doch Bitcoin steht womöglich aktuell schlechter dar, als es die umgebenden Faktoren eigentlich vermuten lassen. Dies weckt Hoffnung in der Bitcoin Prognose für 2026.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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