Der Kryptomarkt ist von einem Schock in den Panik-Modus übergegangen. Die Kurse von Bitcoin, Ethereum, XRP und den meisten großen Kryptowährungen sind innerhalb kürzester Zeit massiv eingebrochen. Während man bei Bitcoin noch mit einem blauen Auge davongekommen ist, sieht die Situation bei Altcoins dramatisch aus. Die bullishen Prognosen, die man noch vor einer Woche überall gehört hat, sind damit Geschichte. Nun kommen Analysten mit einem deutlich düstereren Ausblick für die nahe Zukunft von Bitcoin und Co.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin steht kurz davor, die 100.000 Dollar Marke zu unterschreiten.
  • Die Prognosen der Analysten werden immer bearisher und reichen schon bis 60.000 Dollar.
  • Die US-Wirtschaft steht nach wie vor unter Druck, was die Märkte nervös werden lässt.
  • Es gibt aber auch einige Argumente, die für eine baldige Erholung sprechen.

60.000 Dollar Kursziel erwartet

Auf die Nervosität der letzten Tage folgt nun Panik am Kryptomarkt. Bitcoin hat nicht nur die 110.000 Dollar Marke unterschritten, inzwischen sieht es auch so aus, als könnte am Wochenende auch die 100.000 Dollar Marke, die psychologisch eine wichtige Rolle spielt, unterschritten werden. Wer denkt, dass hier schon der Boden erreicht ist, könnte sich irren. Zumindest wenn es nach den Bitcoin-Prognosen einiger Analysten geht.

Dr. Profit, der schon vor einigen Wochen prognostiziert hat, dass der Bitcoin-Kurs auf 90.000 Dollar fallen wird, hat seine Prognose nun nochmal überarbeitet. Allerdings ist das Ergebnis dabei nicht bullisher ausgefallen. Im Gegenteil, nun erwartet er, dass der Bitcoin-Kurs auf bis zu 60.000 Dollar fallen wird.

Bankenkrise voraus?

Einer der Gründe, warum die Kurse heute am Kryptomarkt und auch an den globalen Finanzmärkten weiter fallen, ist die Sorge um erste Banken in den USA. Einige Regionalbanken haben in der aktuellen Berichtsaison bereits Verluste gemeldet, was Anleger nervös macht. Viele befürchten eine Bankenkrise wie im Jahr 2008.

Ganz so schlimm dürfte es nicht werden, da die großen Geldhäuser bereits hervorragende Zahlen gemeldet und die Prognosen der Analysten übertroffen haben, dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die USA auch ernstzunehmende Schwierigkeiten haben.

Die Verschuldung ist weiterhin hoch, die Zinsen sind nach wie vor hoch, die Wirtschaft schwächelt und der Fed sind die Hände gebunden, da die Inflation auch weit über dem Zielwert liegt. Es bleibt also spannend, ob die bearishen Prognosen tatsächlich Realität werden. Sollte es dazu kommen, dürfte es sich aber um ideale Einstiegsgelegenheiten handeln, da Analysten damit rechnen, dass sich am langfristigen Bild nichts ändert und die Bitcoin-Rallye auch im kommenden Jahr weitergeht, trotz der aktuellen Korrektur.

Hoffnung bleibt

Während man in den sozialen Netzwerken aktuell nur noch liest, dass der Krypto-Bärenmarkt kommt und die Rallye für Bitcoin vorbei ist, dürfte es am Ende doch nicht ganz so dramatisch werden. Wie immer gibt es auch Hoffnung. Es gibt auch ein paar Argumente, die dafür sprechen, dass die Kurse bald wieder steigen.

So dürfte die Fed beispielsweise an weiteren Zinssenkungen nicht vorbei kommen, wenn sie den Arbeitsmarkt in den USA wieder stärken will. Außerdem hat die Gold-Rallye in der Vergangenheit immer wieder zu einer verzögerten Bitcoin-Rallye geführt, wenn Kapital von Gold abgezogen und in andere harte Assets wie Bitcoin investiert wird.

Zudem sollte man nicht vergessen, dass die Trump-Familie selbst groß am Kryptomarkt eingestiegen ist und wohl einiges daran setzen wird, dass es hier in naher Zukunft wieder bergauf geht. Aktuell könnte also einmal mehr eine Gelegenheit sein, Bitcoin zu kaufen und sich in ein ein paar Monaten über den niedrigeren Einstiegskurs zu freuen.

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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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