Ein Kryptograf nutzte einen unsicheren Private Key, um JPEGs direkt in die Bitcoin-Blockchain einzubetten. Im Kontext der Node-Software-Auseinandersetzung zwischen Core und Knots zeigt dies die Unzulänglichkeiten aktueller Spam-Filter und die Notwendigkeit dynamischerer Mempool-Policies auf.
Das Wichtigste im Überblick:
JPEG-Spam per Private Key: Technik und Implikationen
Gemeinsam mit BitMEX Research nutzte ein Kryptograf einen explizit dafür erzeugten, unsicheren Private Key, der sich ausschließlich aus On-Chain-Daten ableiten lässt. Die Verankerung der JPEGs in der Blockchain erfolgte nicht etwa im klassischen OP_RETURN-Feld, sondern direkt im Private Key, die zum Beispiel in einem Krypto Wallet genutzt werden kann, um BTC zu versenden.
Unstoppable JPGs In Private Keys
We create a Bitcoin transaction with an “unstoppable image” inside our private keys, deliberately vulnerable private keys, such that they can be calculated from the data available on the blockchainhttps://t.co/a1rG02MoVo
— BitMEX Research (@BitMEXResearch) August 26, 2025
Diese eigenartige Einbettung funktioniert innerhalb der Konsensregeln und lässt sich nicht durch klassische OP_RETURN-Filter verhindern. Sie präsentiert auf besonders prägende Weise, wie Verbote von OP_RETURN-Dateninskription durch andere Bitcoin Alternativen unterlaufen werden können.
Welche Rolle spielen Bitcoin Core und Knots im Spam-Konflikt?
In der Debatte um Spam-Kontrolle steht Bitcoin Core (Version 30) einer Fork gegenüber, die sich Knots nennt. Core hat sich entschieden, die Datenträger-Schwelle für OP_RETURN auf ca. 1 MB anzuheben, während Knots konservative Limits von 80 Bytes bevorzugt, um die besagten Mempools zu entlasten. Aber die Inskription im Private Key macht deutlich, dass selbst strengste OP_RETURN-Limits Spam nicht vollständig eliminieren können. Vor allem da Daten auch an anderen Stellen zirkulieren können.
Die Entwickler von Knots betonen diesbezüglich, dass ihr Ziel nie die absolute Spam-Prävention war, sondern lediglich die breite Massenabschreckung durch Mempool-Normen. Nicht der vollständige Schutz vor ausgeklügelten Umgehungen.
Der steigenden Popularität von Knots steht dieser Umstand jedoch nicht im Wege, inzwischen ist Knots auf bestem Weg dahin, die populärste Node-Software für BTC zu stellen, was aber vor allem daran liegt, dass im Core-Lager auch ältere Software-Versionen verwendet werden. Dennoch ist der Konflikt wegweisend für die zukünftige Entwicklung von Bitcoin und kann sich damit auch auf den Preis auswirken (siehe Bitcoin Prognose).
Konsequenzen für Blockchain-Spam-Filterung und Mempool-Policy
Das JPEG im Key markiert einen Wendepunkt in der IT. Mempool-Spamfilter, vor allem jene, die auf OP_RETURN-Limits setzen, reichen nicht mehr aus. Die meisten sogenannten Soft-Fork-Strategien zielen auf standardisierte Felder. Hier jedoch wird die Grenze zwischen Key und Datenträger verwischt. Wer Mempool-Policy formuliert, muss auch konsensseitige Schlupflöcher adressieren.
Vermutlich ist die Lösung aus Knots-Sicht nicht allein in datenträgerbezogenen Filterungen zu finden, sondern eher in dynamischen Fee-Markt-Basisdruckmechanismen. Möglicherweise auch in einem neuen Paradigma, das sämtliche Transaktionsbestandteile als potenziellen Spam-Vektor betrachtet – und nicht nur das OP_RETURN-Feld allein.
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