Alles auf Bitcoin bei Metaplanet und Eric Trump. Das Unternehmen leiht sich 130 Millionen USD, um BTC zu kaufen. 

Die jüngsten Bitcoin-Einkäufe dürften weiterhin für Skepsis am Markt sorgen. Schließlich gilt Metaplanet als das japanische Strategy, ein Vorzeigeunternehmen also, wenn es um Bitcoin geht. Seit März ist dazu der Sohn des US-Präsidenten, Eric Trump, im Beirat des Unternehmens Metaplanet. Eric Trumps Kryptovision ist klar: Bitcoin und nochmal Bitcoin. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Performance der Metaplanet Aktie verhältnismäßig schwach.
  • Anleger sind hin- und hergerissen – geht die Bitcoin-Strategie auf?
  • Unternehmen hält dennoch an aggressiven Bitcoin-Käufen fest.
  • Die ehemals als Red Planet firmierende Organisation leitete mal 1 Hotel.
  • Inzwischen ist Metaplanet der viertgrößte Bitcoin-Inhaber.
  • Sinkende BTC-Kurse hatten zuletzt für nicht realisierte Verluste gesorgt.

Hat Metaplanet weitere Bitcoin-Pläne für die Zukunft?

Auch Michael Saylor, inzwischen auch als Bitcoin-Gott bezeichnet, kauft Bitcoin. Allerdings deutlich günstiger im Durchschnitt als Metaplanet. Das japanische Unternehmen bezahlte 108.036 USD pro BTC. Am 25. November lag der Preis für 1 Bitcoin aber nur bei 86.923 USD, was einen nicht realisierten Verlust von 651 Millionen USD ausmacht. 

Dennoch sind die Aktionäre mit der Vision des Managements offenbar einverstanden. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um über 1.700 % auf 4,3 Milliarden Yen. 

In den vergangenen 52 Wochen schwankte der Kurs der Aktie enorm und lag zwischen 1,380 und 21,000 EUR. 

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Eine sichere Prognose wird bei so extremen Gegensätzen zur Herausforderung. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich das Unternehmen gerade 130 Millionen USD geliehen hat, um weiter Bitcoins einzukaufen. Die Schulden werden aus den bestehenden Reserven besichert und soll die Entschlossenheit des Managements, zu dem ja auch Eric Trump als Beirat gehört, weiterhin auf Bitcoin zu setzen, untermauern. 

Die Ankündigung hat für einen satten Kurssprung der Aktie gesorgt, die sich am Handelstag um über 10 % verbessern konnte. Parallel stieg auch der BTC-Preis, was die Kurssteigerung angetrieben haben dürfte. Welche Bitcoin-Prognosen näher am langfristigen BTC-Preis liegen werden, muss die Zukunft zeigen.

Wo liegen die Risiken bei Metaplanet?

Mit dem Nettoinventarwert NAV wird erklärt, wie viel ein Unternehmen wert ist. Die Vermögenswerte, die abzüglich aller Verbindlichkeiten aufgelistet sind, zeigen am Ende mit einer Kennzahl über oder unter 1, wie finanziell gesund die Organisation aufgestellt ist. Vereinfacht ausgedrückt, kann man mit dem NAV sehen, ob das Eigenkapital eines Unternehmens über dem Wert an der Börse liegt oder nicht. 

Bei Metaplanet beläuft sich die Eigenkapitalquote, ein anderer Begriff für den NAV, auf 96,7 % oder, anders ausgedrückt, auf einen NAV-Wert unter 1. Damit besitzt Metaplanet einen geringeren Börsenwert, als die Bitcoins, die es besitzt. Allerdings nur, wenn der BTC-Preis nicht weiter sinkt. Dann wird es wirklich eng für das Unternehmen. Mit der frischen Liquidität will Metaplanet nun seine aggressive Bitcoin-Treasury-Strategie fortführen und betont, dass es dafür keine Kapitalerhöhungen der Aktionäre braucht. Metaplanet ist zu einem hohen Teil von Fremdkapital abhängig, was das Risiko für eine weiterführende scharfe Korrektur der Aktie erhöht. 

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Zunächst unter dem Namen Red Planet bekannt, führte das Unternehmen lediglich 1 Hotel und galt unter der Hand als faktisch pleite. Dann kam Michael Saylor und mit ihm seine Bitcoin-Vision. Im April 2024 begann das inzwischen unter Metaplanet firmierende und an der Tokioter Börse gelistete Unternehmen mit dem ersten Kauf von BTC. 

Seit dem Beitritt von Eric Trump blickt die Öffentlichkeit verstärkt auf das Unternehmen. Nicht nur, dass Japan von der wachsenden Begeisterung für digitale Vermögenswerte profitiert. Das Land nutzt diese auch, um Investoren anzuziehen und regulatorische Änderungen in Gang zu bringen. 

Der jüngste Aufschwung unterstreicht die gestiegene Risikobereitschaft in Japan, da die Inflation das Lohnwachstum übersteigt und die Skepsis gegenüber Kryptoinvestitionen, die nach den schweren Sicherheitslücken an Börsen in den Jahren 2014 und 2018 aufgekommen war, überlagert.

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Was das für den Bitcoin-Preis bedeutet

In Japan ist in Bezug auf Kryptowährungen einiges los. Lokale Krypto-Börsen sollen zur Bildung von Rücklagen für Haftungsansprüche verpflichtet werden und müssen die Kryptowährungen ihrer Kunden in Cold Wallets verwahren. Das japanische Parlament hat für das Jahr 2026 eine ganze Reihe regulatorischer Anpassungen für den Krypto-Sektor geplant. 

Die Zeit, in der die Kurse von Bitcoin und Altcoins niedrig sind, nutzt offenbar auch Metaplanet, um seine Rolle als eine der weltweit führenden Bitcoin-Treasury-Organisationen auszubauen. 

Das Risiko ist bekannt, denn wann immer ein Unternehmen sein Geld auf (fast) nur eine Karte setzt, könnte der Plan auch schiefgehen. Bei der bekannten Volatilität der Kryptowährungen und der Sensibilität der Kurse auf politische und ökonomische Einflüsse sind die Risiken im Zusammenhang mit Bitcoin sicherlich besonders hoch. Dennoch bleibt Metaplanet vielleicht nichts anderes übrig, als alles auf eine Karte zu setzen. 

Wie würde die Alternative aussehen? Zurück in den stark gebeutelten Hotel-Sektor und wieder in der Bedeutungslosigkeit versinken? Für Japan sind solche riskanten Unternehmer beste Werbung für die eigene Krypto-Strategie. Der BTC-Kurs wird Sieger und Verlierer herbeiführen. Wo Metaplanet stehen wird, kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen.

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Paul Schröder
Paul Schröder

Paul ist hauptberuflicher Content-Writer mit einem Schwerpunkt auf Kryptowährungen und Finanzthemen. Seine Leidenschaft für Krypto begann 2016, als er seinen ersten Bitcoin für rund 900 Dollar kaufte. Seitdem hat er sich immer wieder intensiv mit dem Markt beschäftigt. 2024 machte er... Mehr lesen

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