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Es sind verrückte Zeiten an den Kapitalmärkten. Der Bitcoin-Kurs verharrt seit Monaten im Bereich um 90.000 Dollar. Gleichzeitig erleben Aktien und Edelmetalle eine beispiellose Rallye. Gold ist erst in dieser Woche auf 5.000 Dollar je Feinunze gestiegen und auch der Silberpreis ist auf 100 Dollar gestiegen. Währenddessen hat Bitcoin die Gewinne vom Jahresstart fast schon wieder komplett abgegeben. Allerdings sehen Analysten genau hier eine Chance.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin stagniert seit Monaten bei 90.000 Dollar.
- Gold ist auf ein neues Allzeithoch gestiegen.
- Analysten weisen nun darauf hin, dass Gold überkauft ist und nun auf hohem Niveau stagnieren könnte.
- Gleichzeitig könnte ein Teil des Kapitals der Edelmarktrallye in Bitcoin umgeschichtet werden.
- Die kommende Woche bringt allerdings nochmal Unsicherheitsfaktoren mit sich.
Abkühlung bei Edelmetallen?
Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Kursrallyes an den Börsen länger dauern können, als von Analysten angenommen. Bei Gold hat man beispielsweise einen weiteren Anstieg erwartet, dass die 5.000 Dollar Marke so schnell geknackt wird, war dann aber doch nicht zu erwarten. Auch dass Silber seinen Wert innerhalb von 6 Monaten fast verdreifacht haben so wohl nur die wenigstens erwartet.
Allerdings mehren sich durch den massiven Kursanstieg der letzten Monate natürlich auch die Alarmsignale aus technischer Sicht. Zwar können globale Unsicherheitsfaktoren wie geopolitische Spannungen oder Rezessionsängste die Kurse noch weiter antreiben, Gold bewegt sich aber inzwischen auch auf Monatsbasis in den überkauften Bereich, wie der Relative Stärke Index (RSI) zeigt.
https://twitter.com/MilkRoad/status/2015108012520935439?s=20
In der Vergangenheit war das ein deutliches Signal, dass der Markt überhitzt und der steile Kursanstieg war dann erstmal vorbei. Zwar nicht gefolgt von einem Crash, aber von einer Konsolidierungsphase. Analysten weisen nun darauf hin, dass es auch jetzt wieder dazu kommen könnte. Gold könnte sich also in den nächsten Wochen bis Monaten im Bereich zwischen 5.000 und 5.500 Dollar stabilisieren. Bitcoin könnte diese Stabilisierungsphase dagegen schon bald abgeschlossen haben.
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Aufholjagd bei Bitcoin erwartet
Wenn es passiert, passiert es meist schnell. Während die Goldrallye sich als nachhaltig erweisen könnte, könnte es vor allem bei Silber nach ersten Schwächeanzeichen schnell zu einer Kapitalrotation kommen. Daten zeigen, dass der Silberpreis zwar durch echte Angebotsverknappung echte Nachfrage getrieben wird, zu einem erheblichen Teil aber eben auch durch Spekulanten.
Früher oder später kommt der Zeitpunkt, an dem der exponentielle Anstieg endet und dann können überhebelte Positionen schnell liquidiert werden, zu hohen Verlusten führen und eine Kettenreaktion auslösen. Bewegt sich der Kurs über Wochen seitwärts oder bergab, was seit Monaten nicht mehr der Fall war, wird auch das Interesse vieler Privatanleger weniger. Ein Teil dieses Kapitals könnte dann schnell in Richtung Bitcoin fließen.
Interessant sind vor allem die Zahlen, auf die der Bloomberg-Analyst Eric Balchunas hinweist. Er zeigt auf, dass in den Silber-ETF von Blackrock in den letzten 6 Monaten gerade einmal eine Milliarde Dollar investiert wurde. Der Kurs ist in diesem Zeitraum um über 160 % gestiegen. Gleichzeitig wurden in den Bitcoin-ETF von BlackRock 6 Milliarden Dollar investiert. Der Bitcoin-Kurs ist in dieser Phase aber um über 24 % eingebrochen.
https://twitter.com/EricBalchunas/status/2014821797565194396?s=20
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass auch bei Bitcoin schon bald die Phase erreicht sein könnte, in der Verkäufer nicht mehr bereit sind, ihre Coins zum aktuellen Kurs abzugeben. Gleichzeitig ist die institutionelle Nachfrage hier aber extrem hoch, sodass es bei einem knapperen Angebot schnell zu einem ähnlich starken Anstieg kommen könnte.
Allerdings sollten Anleger auch beachten, dass der bevorstehende Zinsentscheid der Fed und die Möglichkeit eines weiteren Shutdowns in den USA die Unsicherheit an den Märkten nochmal verstärken könnten, wodurch die Risikobereitschaft der Anleger wohl nochmal sinken würde. Das könnte nochmal Druck auf Bitcoin ausüben, bevor sich der Markt erhalten kann. An den mittel- und langfristigen Bitcoin-Prognosen ändert sich dadurch allerdings nichts.
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