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Wer denkt, dass 2025 ein verrücktes Börsenjahr war, dürfte in diesem Jahr eines Besseren belehrt werden. Die Kapitalmärkte sind völlig außer Kontrolle geraten, was auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist, die selbst Experten nur noch schwer einordnen können. Das volle Ausmaß zeigt sich jetzt bereits im ersten Monat des neuen Jahres. Edelmetalle, die als sicherer Hafen dienen sollten, legen Achterbahnfahrten hin, die man sonst nur vom Kryptomarkt kennt. Genau das könnte Bitcoin jetzt glänzen lassen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Edelmetalle haben eine beispiellose Rallye hingelegt.
- Silber ist allein in diesem Jahr um über 60 % gestiegen.
- Heute ist es zu einem massiven Flash-Crash gekommen.
- Der Goldpreis hat um fast 10 % nachgegeben, bei Silber waren es fast 20 %.
- Während die Volatilität bei Edelmetallen steigt, sinkt sie am Kryptomarkt.
- Bitcoin scheint im aktuellen Umfeld unterbewertet zu sein, während Edelmetalle überhitzt wirken.
Bei Edelmetallen herrscht das pure Chaos
Lange hat man Edelmetalle seinem Portfolio beigemischt, um in Zeiten eines Börsencrashs oder einer Krise abgesichert zu sein. Oft war es so, dass Gold, Silber und Co. gestiegen sind, wenn am Aktienmarkt Unsicherheit herrschte. Risiko-Assets wurden dann schnell verkauft und Edelmetalle gekauft. Dieses Modell funktioniert allerdings schon das ganze letzte Jahr nicht mehr.
Wie sich gezeigt hat, sind die großen Aktienindizes trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren stark gestiegen und Edelmetalle haben trotz dieser Euphorie an den Märkten zugelegt. Sogar noch deutlich stärker als Aktien. Die Folge war ein Kursplus von fast 160 %, das Silber im Jahr 2025 hingelegt, gefolgt von einem Plus von 60 % allein im Januar 2026. Bei Gold verhält es sich ähnlich, auch wenn die Kurssprünge hier nicht ganz so heftig ausgefallen sind.
Auch der Goldpreis ist im letzten Jahr um über 65 % gestiegen und dann allein im Januar 2026 nochmal um fast 30 %. Dass das nicht gut enden kann, mussten viele Anleger in den letzten 48 Stunden scherzhaft erfahren. Zwar sind die Edelmetalle Year to Date noch immer ordentlich im Plus, wer aber erst in dieser Woche eingestiegen ist und sich von der Euphorie anstecken lassen hat, dürfte bereits nervös werden.
Allein gestern ist der Goldpreis um fast 9 % geschwankt, während Silber eine Tagesschwankung von über 12 % hingelegt hat. Heute hat sich die Lage nicht beruhigt, sondern verschärft. Silber ist heute innerhalb weniger Stunden um fast 20 % eingebrochen, Gold um fast 10 %.
Um zu verstehen, wie absurd die Entwicklungen an den Märkten aktuell sind, kann man den letzten Absatz gerne nochmal lesen. Es handelt sich hier nicht um Kryptowährungen, die solche Kursschwankungen hinlegen, sondern um Gold und Silber, die als sicherste Assets in stürmischen Zeiten angesehen werden.
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Der Bitcoin-Moment?
Natürlich kann man jetzt nicht einfach behaupten, dass Edelmetalle zu Unrecht so gehyped wurden, die Mehrheit der Anleger hat Gewinne mitgenommen, die auch extrem hoch sind, wenn man schon vor den letzten zwei Jahren investiert war. Was allerdings nicht von der Hand zu weisen ist, ist die Tatsache, dass man vor allem Silber nicht mehr als Schutz vor extremen Schwankungen im Portfolio ansehen kann und auch bei Gold wird der Einstieg vielen Investoren offenbar zu unsicher.
Gleichzeitig sehen wir, dass Bitcoin auf 82.000 Dollar gefallen ist und damit nach wie vor rund 35 % unter seinem Allzeithoch notiert. Zwar ist auch Bitcoin in den letzten Tagen gefallen, die Schwankungen sind aber längst nicht so heftig wie bei den Edelmetallen ausgefallen.
(Bitcoin Chart – Quelle: Tradingview)
Die extreme Volatilität und die extrem hohe Bewertung von Gold und Silber führt dazu, dass immer mehr Investoren zögern, jetzt noch einzusteigen. Gleichzeitig zeigt sich bei Bitcoin, dass sich der Kurs auf einem tiefen Niveau seit Monaten stabilisiert. Seit der Bitcoin-Kurs im November 2025 auf 80.000 Dollar gefallen ist, wurde dieser Wert nicht mehr unterschritten, trotz zahlreicher neuer Unsicherheitsfaktoren.
Damit sieht es immer stärker danach aus, als wäre bei Bitcoin der Boden erreicht, auch wenn es unter extremen Einflüssen nochmal um 5 – 10 % bergab gehen könnte. Schnell wird klar, dass Edelmetalle inzwischen deutlich mehr Crash-Potenzial haben, während Bitcoin enormes Aufholpotenzial hat.
Sicher ist, dass das Jahr ähnlich turbulent weitergehen könnte, wie es angefangen hat. Auch wenn sich Edelmetalle im Laufe des Tages wieder leicht erholen und unter Umständen auch nochmal neue Allzeithochs erreichen könnten, sollten Anleger hier keine Kursvervielfachungen mehr erwarten, wie es in den letzten zwei Jahren der Fall war. Ein Einstieg wird immer riskanter und vor allem die hoch gehebelten Positionen werden in diesem Umfeld schnell liquidiert.
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