Bitcoin zeigt aktuell erneut Stärke am Markt. Der Kurs konnte sich über der Marke von 72.000 US-Dollar etablieren und damit einen wichtigen psychologischen Bereich verteidigen. Auffällig ist dabei vor allem die Stabilität der jüngsten Bewegung.
Trotz der vorherigen Korrektur sehen wir bislang kaum größere Gewinnmitnahmen, während gleichzeitig Anschlusskäufe auftreten. Auf Wochensicht notiert Bitcoin rund sieben Prozent im Plus, was darauf hindeutet, dass Käufer wieder zunehmend Kontrolle über den Markt gewinnen.
Insgesamt wirkt die aktuelle Marktstruktur konstruktiv und könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich im Bereich um 60.000 US-Dollar tatsächlich ein tragfähiger Boden gebildet hat.
Starke Akkumulation zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar
Eine der interessantesten On-Chain-Metriken zur Bewertung möglicher Markt-Böden ist die sogenannte Entity-Adjusted URPD (UTXO Realized Price Distribution). Diese Kennzahl zeigt, in welchen Preisregionen Bitcoin zuletzt gekauft wurde und wie groß der Anteil des Angebots ist, der zu diesen Preisen akkumuliert wurde. Dabei werden interne Transfers – etwa zwischen Wallets derselben Institution – herausgerechnet, um ein realistischeres Bild der tatsächlichen Marktaktivität zu erhalten.
Aktuelle Daten zeigen, dass während der jüngsten Korrektur über 533.000 BTC zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar gekauft wurden. Dadurch befindet sich inzwischen rund 7,65 % des gesamten Bitcoin-Angebots in dieser Preisregion. Zum Vergleich: Anfang des Jahres lag dieser Wert noch bei etwa 4,98 %.
The total Bitcoin purchased between $60,000 and $70,000 during this pullback was 533,603 BTC.
Now 7.65% of the supply sits in this price region, compared to 4.98% on January 1. https://t.co/wGpFKZq2dR
— James Van Straten (@btcjvs) March 5, 2026
Das bedeutet, dass sich in diesem Bereich eine erhebliche Menge an Kapital positioniert hat. Solche Cluster gelten in der Regel als starke Unterstützungszonen, weil viele Marktteilnehmer ihre Positionen dort aufgebaut haben und weniger bereit sind, unter diesen Einstiegspreisen zu verkaufen.
Historisch gesehen entstehen größere Markt-Böden häufig genau dort, wo sich eine massive Akkumulationszone bildet. Sollte Bitcoin erneut in Richtung dieser Preisregion korrigieren, könnte dieser Bereich daher als stabiler Nachfragebereich fungieren. Genau dieses Muster stärkt aktuell die These, dass der Bereich um 60.000 US-Dollar eine wichtige Bodenbildung darstellen könnte.
Mehr Infos: Bitcoin Prognose für 2026
Positives Coinbase Premium signalisiert institutionelle Nachfrage
Ein weiterer wichtiger Indikator für die Marktstruktur ist der sogenannte Coinbase Premium Gap. Diese Metrik misst die Preisunterschiede zwischen Bitcoin auf Coinbase und anderen globalen Börsen wie Binance.
Da Coinbase traditionell besonders stark von US-amerikanischen institutionellen Investoren genutzt wird, gilt ein positiver Premium-Wert als Hinweis darauf, dass diese Marktteilnehmer aktiv Bitcoin kaufen. Wenn der Preis auf Coinbase über dem globalen Durchschnitt liegt, bedeutet das, dass US-Kapital aggressiver auf der Käuferseite steht.
Aktuell liegt der Coinbase Premium Gap bei rund +29 US-Dollar und bleibt damit deutlich im positiven Bereich. Das signalisiert, dass die Nachfrage aus den USA weiterhin vorhanden ist.
In case you’re wondering, the Coinbase Premium Gap is still positive.
Current value: +$29. 📈 pic.twitter.com/jaROvM3gSp
— Maartunn (@JA_Maartun) March 5, 2026
Gerade während Markt-Korrekturen ist diese Kennzahl besonders relevant. Wenn der Premium während eines Rücksetzers positiv bleibt, deutet das darauf hin, dass institutionelle Investoren die Schwächephase nutzen, um Positionen aufzubauen.
Historisch betrachtet gingen viele stärkere Marktbewegungen genau mit solchen Phasen einher. Die Kombination aus stabilen Preisen und gleichzeitig positiver institutioneller Nachfrage kann daher ein starkes Signal sein, dass der Markt nicht mehr in einer klaren Distributionsphase steckt.
Starke ETF-Zuflüsse zeigen institutionelle Akkumulation
Ein dritter Faktor, der für Stabilität im Bitcoin-Markt spricht, sind die weiterhin robusten Zuflüsse in die Spot-Bitcoin-ETFs. Laut aktuellen Daten wurden in den letzten drei Tagen über 1,1 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-ETFs investiert.
Große Zuflüsse gelten daher als klarer Hinweis darauf, dass institutionelles Kapital weiterhin Interesse an Bitcoin zeigt.
WOW institutions are really buying this Bitcoin bottom with over $1.1B worth of ETF purchases combined over the last 3 days pic.twitter.com/XB04sKqTHz
— Satoshi Flipper (@SatoshiFlipper) March 5, 2026
Besonders bemerkenswert ist, dass diese Zuflüsse während einer Markt-Korrektur stattgefunden haben. Statt Kapitalabflüsse zu sehen, wurde die Schwächephase offenbar genutzt, um Positionen aufzubauen. Die gesamte Marktkapitalisierung der Spot-ETFs liegt mittlerweile bei über 93 Milliarden US-Dollar, während das tägliche Handelsvolumen zuletzt rund 7,6 Milliarden US-Dollar betrug. Diese Zahlen zeigen, dass die ETF-Struktur inzwischen zu einem zentralen Bestandteil der Bitcoin-Nachfrage geworden ist.
Zusammengenommen mit den On-Chain-Daten und der positiven Coinbase-Premium-Metrik ergibt sich daher ein relativ klares Bild: Der Bereich um 60.000 US-Dollar könnte sich rückblickend als wichtiger Boden im aktuellen Marktzyklus herausstellen – doch eine finale Bestätigung der Bitcoin Prognose steht noch aus.
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