Die Feierlaune ist am Kryptomarkt längst verflogen. Nachdem Bitcoin noch Anfang Oktober ein neues Allzeithoch erreicht hat und sich die Prognosen der Analysten überschlagen haben, zeigt sich heute ein ganz anderes Bild. Der Bitcoin-Kurs ist dramatisch eingebrochen und das zieht auch viele Altcoins mit nach unten. Die meisten Anleger und Analysten sind sich inzwischen sicher, dass der Bärenmarkt begonnen hat. Es gibt aber auch Experten, die widersprechen. Sogar die Prognosen von Investmentlegende Warren Buffett werden in Frage gestellt.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Robert Kiyosaki hat sich als Bestseller-Autor einen Namen gemacht und zählt zu den festen Größen der Finanzbranche.
  • Warren Buffett ist wohl der bekannteste und einer der erfolgreichsten Investoren der Welt.
  • Kiyosaki widerspricht Warren Buffett in Bezug auf seine Bitcoin-Einschätzung.
  • Für Kiyosaki gehört Bitcoin unbedingt ins Portfolio, genau wie Edelmetalle.

Bitcoin fällt und fällt

Wer vor etwa 6 Wochen zuletzt die Preise am Kryptomarkt gecheckt hat, dürfte heute seinen Augen kaum trauen. Was sich seitdem getan hat, ist unglaublich. Der Bitcoin-Kurs ist um rund 25 % gefallen und hat dabei auch die 95.000 Dollar Marke unterschritten. Die digitale Leitwährung ist Anfang Oktober noch auf 126.000 Dollar gestiegen. Damals haben sich Analysten mit ihren bullishen Krypto-Prognosen gegenseitig überboten.

1,1 Billionen Dollar Marktkapitalisierung sind seitdem am gesamten Kryptomarkt verpufft. Der Gesamtmarkt war vorher mit knapp 4,3 Billionen Dollar bewertet, sodass bis heute knapp ein Viertel davon verloren ist. Die Bitcoin-Prognosen der Analysten werden bearisher und viele sprechen davon, dass der Bärenmarkt beginnt und die Kurse auch das ganze nächste Jahr über weiter fallen werden.

Robert Kiyosaki widerspricht Warren Buffett

In der Finanzbranche gibt es viele selbsternannte Experten und Gurus, die mit Prognosen um sich werfen. Oft sind es Influencer, die in erster Linie Aufmerksamkeit generieren wollen. Es gibt aber auch einige wenige, die durch ihre Taten bereits bewiesen haben, dass sie sich auskennen, auch wenn sie das natürlich nicht befähigt, die Zukunft vorherzusagen.

Der wohl bekannteste Investor der Welt ist Warren Buffett, das Orakel von Omaha, wie er oft genannt wird. Auch Robert Kiyosaki hat sich in der Branche einen Namen gemacht, vor allem durch seinen Bestseller “Rich Dad, Poor Dad”, mit dem er Millionen von Menschen das Finanzsystem leicht verständlich erklärt hat.

Während Warren Buffett fast über seine ganze Karriere hinweg mit hohen Renditen durch kluge Investments überzeugt hat, hat er sich schon früh gegen Bitcoin ausgesprochen. Für ihn war es reine Spekulation, vor allem aber wollte er nie in Assets investieren, die er nicht zu 100 % verstanden hat.

Ärgern muss sich Buffett nicht. Die Renditen, die er über Jahrzehnte hinweg erzielt hat, muss ihm erstmal jemand nachmachen. Dennoch hat er mit seiner Bitcoin-Prognose bisher nicht Recht gehabt, da eben niemand immer Recht haben kann. Während Buffett mit Aktien niemand so schnell was vormacht, konzentriert sich Kiyosaki auf andere Assets.

Robert Kiyosaki hat in den letzten Jahren vor allem durch seine Investments in Edelmetalle von sich Reden gemacht. Schon lange hat er Allzeithochs für Gold und Silber prognostiziert und diese wurden nun auch erreicht. Seit einiger Zeit zählt er auch Bitcoin und Ethereum zu den “harten Assets”, die seiner Einschätzung nach unweigerlich immer weiter steigen werden.

Kiyosaki betont, dass das aktuelle Finanzsystem versagt und diejenigen, die auf Fiatwährungen oder Produkte setzen, die auf Fiatwährungen basieren, die Verlierer sein werden. Er traut weder der US-Notenbank Federal Reserve, noch der Regierung.

Zu oft hat die Vergangenheit gezeigt, dass Zentralbanken das Erhöhen der Geldmenge als einzigen Ausweg sehen, um ein kaputtes System am Laufen zu halten. Das führt zwangsläufig dazu, dass limitierte Güter wie Bitcoin immer teurer werden. Im aktuellen Marktumfeld würden sogar bewährte Anlageklassen wie US-Anleihen versagen, weil China und Japan diese gerade massiv abstoßen.

Kiyosaki betont daher in seinem aktuellen Tweet, dass sich Buffett in Bezug auf Bitcoin geirrt hat. Er selbst ist überzeugt, dass der Bitcoin-Kurs in den nächsten Jahren auf eine Million Dollar steigen kann. Seine langfristige Ethereum-Prognose fällt mit einem Kursziel von 60.000 Dollar ebenfalls extrem bullish aus.

Am Ende ist es wohl keine Entweder-Oder-Frage und der Schlüssel für ein gutes Portfolio dürfte in der Diversifizierung liegen. Bitcoin hat hier aber tatsächlich noch viel Luft nach oben, weil die Kryptowährung zur Diversifizierung institutioneller Portfolios erst seit knapp 2 Jahren überhaupt in Frage kommt.

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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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