Rückblickend lässt sich festhalten, dass Bitcoin im Jahr 2025 deutlich hinter vielen anderen Assetklassen zurückblieb. Während Aktienmärkte, Gold, Silber und andere klassische Anlagen überwiegend solide bis stark performten, konnten Kryptowährungen insgesamt nicht überzeugen. Betrachtet man die Jahresperformance, war 2025 für den Kryptomarkt kein erfolgreiches Jahr. Bitcoin verlor mehr als fünf Prozent an Wert, zahlreiche Altcoins schnitten noch deutlich schlechter ab und büßten teils weit über die Hälfte ihres Kursniveaus ein. Selbst Bitcoin als vermeintlich stabiles Basis-Investment konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Nun stellt sich für viele Anleger dennoch die Frage: War 2025 wohl doch bullisch? Denn ein bekannter Krypto-Analyst überzeugte jüngst mit einer anderen Einschätzung. Auf den Blickwinkel kommt es in einer Bitcoin-Prognose nämlich an. Das Jahr 2025 könnte zugleich eine Chance für 2026 offenbaren:

Das Wichtigste im Überblick:

  • 2025 blieb Bitcoin deutlich hinter Aktien, Gold, Silber und anderen Assetklassen zurück.
  • Bitcoin verlor über fünf Prozent, viele Altcoins sogar mehr als fünfzig Prozent.
  • Bis Oktober 2025 entwickelte sich Bitcoin laut Ran Neuner überraschend stark.
  • Ein externes Schockereignis löste Panikverkäufe und brach die Marktkorrelation abrupt.
  • Nach etwa zwölf Wochen beginnt laut Neuner bereits eine spürbare Markterholung.
  • Raoul Pal sieht den Vierjahreszyklus vom Fünfjahres-Superzyklus abgelöst.
  • Der nächste große Höhepunkt wird von Pal erst für 2026 erwartet.

Ran Neuner: 2025 war kein Flop für Bitcoin

Der bekannte Krypto-Trader Ran Neuner widerspricht in einem neuen Post auf X der weit verbreiteten Ansicht, dass 2025 ein gescheitertes Jahr für den Kryptomarkt gewesen sei. Seiner Einschätzung nach verzerrt der Blick auf die Jahresperformance die tatsächliche Entwicklung. Bis zum 10. Oktober 2025 habe sich Bitcoin stark entwickelt, sei eines der besser performenden Assets gewesen und habe sich eng im Gleichklang mit den globalen Märkten bewegt. Wäre das Jahr zu diesem Zeitpunkt beendet worden, so Neuner, hätte man es klar als Bullrun bezeichnet.

Der eigentliche Bruch kam laut ihm nicht durch eine normale Korrektur, sondern durch ein externes Schockereignis, das die Korrelation zu anderen Märkten abrupt zerstörte. Dieses Ereignis löste Panikverkäufe aus und spülte über eine Million Bitcoin aus den Händen langfristiger Investoren auf den Markt. Dadurch wirkte die spätere Jahresbilanz deutlich schlechter, als es der eigentliche Trend zuvor vermuten ließ.

Neuner argumentiert, dass Märkte keine Kalenderjahre kennen und 2025 schlicht in einer Korrekturphase endete, ähnlich wie nach dem FTX-Schock. Nach rund zwölf Wochen habe jedoch bereits eine Erholung eingesetzt. Aus seiner Sicht ist der Verkaufsdruck inzwischen weitgehend abgebaut, Bitcoin beginne sich wieder an die globalen Märkte anzugleichen. Deshalb sieht er 2026 nicht als gewöhnliches Jahr, sondern als mögliches Aufholjahr für den gesamten Kryptosektor.

Geht der Superzyklus in 2026 weiter?

Bereits Ende 2025 vertrat der bekannte Makro-Investor Raoul Pal eine deutlich andere Sicht auf den Bitcoin-Zyklus als viele Experten. Während große Teile des Marktes das Jahr 2025 als enttäuschend einstuften, argumentierte Pal, dass sich die klassischen Vierjahreszyklen strukturell verändern. Seiner Analyse zufolge habe sich der bisherige Rhythmus zu einem „Fünf-Jahres-Superzyklus“ ausgeweitet, getrieben durch makroökonomische Faktoren, steigende globale Liquidität und den fortschreitenden Vertrauensverlust in Fiat-Währungen. Auch das untermauert eine bullische Bitcoin Prognose für 2026.

Pal erklärte, dass der eigentliche Höhepunkt dieses Zyklus nicht mehr 2025, sondern erst im zweiten Quartal 2026 zu erwarten sei. Die Schwächephase und die starke Korrektur wertete er nicht als Ende des Bullenmarktes, sondern als Verzögerung innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends.

Aus seiner Sicht spricht vieles dafür, dass Bitcoin in eine finale, beschleunigte Phase eintritt, in der nicht mehr nur spekulative Nachfrage, sondern auch institutionelle und staatliche Akteure eine größere Rolle spielen. Auch demnach dürfte die Konsolidierung aus 2025 tendenziell als Chance einzuordnen sein, um sich vor dem nächsten Aufwärtsswing zu positionieren.


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Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

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