Ein JPMorgan-Bericht vom 1. Dezember 2025 zeigt, dass die Bitcoin-Mining-Profitabilität im November 2025 zum vierten Mal in Folge gesunken ist. Bedingt durch einen 1-prozentigen Rückgang der Hashrate auf 1.074 EH/s, einen 25-prozentigen Einbruch der Bruttogewinne pro EH/s und den anhaltenden Bärenmarkt für Bitcoin.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die Bitcoin-Netzwerk-Hashrate fiel im November 2025 um 1 Prozent auf durchschnittlich 1.074 EH/s, was auf abnehmende Wettbewerbsintensität und steigende Mining-Schwierigkeiten hinweist.
  • Die tägliche Block-Prämie pro EH/s sank um 25 Prozent auf 41.400 US-Dollar im Vergleich zum Vormonat und um 20 Prozent zum Vorjahr, was die Profitabilität weiter belastet.
  • Der Bitcoin-Preis befindet sich seit Oktober 2025 in einem Bärenmarkt, der das Mining weniger rentabel macht und die Marktkapitalisierung börsennotierter US-Mining-Firmen um 16 Prozent auf 59 Milliarden US-Dollar drückt.
  • Trotz Marktdruck erzielte Cipher Mining (CIFR) ein Kursplus von 9 Prozent, getrieben durch den kürzlichen Fluidstack-Deal für zusätzliche HPC-Kapazitäten, während Bitdeer (BTDR) um 40 Prozent einbrach.
  • Energiepreise, regulatorische Rahmenbedingungen wie die US-Crypto-Market-Structure-Gesetze und der potenzielle Einfluss des Halvings bleiben entscheidende Faktoren für die zukünftige Mining-Rentabilität und einen möglichen Crypto-Bull-Run.

Sinkende Hashrate als Indikator für komplexere Mining-Prozesse?

Gestern veröffentlichte der US-amerikanische Finanzdienstleister JPMorgan einen neuen Bericht zur Rentabilität des Bitcoin-Minings. Analysten des Kreditinstituts stellten fest, dass die Hashrate im November 2025 um 1 Prozent auf 1.074 EH/s gefallen ist. 

Für die Kennzahl wird die Rechenleistung pro Sekunde gemessen, die für die Verarbeitung von Transaktionen auf der Proof-of-Work-Blockchain benötigt wird. Somit ist die Hashrate ein wichtiger Indikator für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks und für die Bitcoin Prognose. Darüber hinaus gibt sie Auskunft über die Wettbewerbsintensität. 

Bitcoin weniger profitabel als noch im Vormonat

Miner erhalten für erfolgreich validierte Bitcoin-Transaktionen eine Block-Prämie als Vergütung. Mining-Unternehmen verdienten im November 2025 eine tägliche Bitcoin-Block-Vergütung von durchschnittlich 41.400 US-Dollar pro EH/s. Der Bruttogewinn der täglichen Prämien sank dabei im November 2025 um 25 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Verglichen zum Vorjahr nahm die Block-Belohnung sogar um 20 Prozent ab.

Der Rückgang zeigt, dass der ressourcenintensive Mining-Prozess mehr Rechenleistung benötigt und schwieriger wird. Damit einher geht auch der Preisabfall bei Bitcoin. Seit Oktober befindet sich Bitcoin in einem Bärenmarkt, die das Mining weniger profitabel als zuvor machten. Auch die kombinierte Marktkapitalisierung der börsennotierten US-Mining-Unternehmen ist um 16 Prozent auf 59 Milliarden US-Dollar gesunken. 

Herausforderungen als Chance für Mining-Unternehmen?

Das volatile und komplexe Marktumfeld veranlasst Unternehmen, Investitionen in die Mining-Infrastruktur regelmäßig neu zu bewerten. Mining-Unternehmen stehen unter Druck. Doch trotz der herausfordernden Markentwicklung können nach wie vor Gewinne erzielt werden. 

Energiepreise und regulatorische Rahmenbedingungen sind Faktoren, die den Miningerfolg zusätzlich nachhaltig beeinflussen. Für die Marktentwicklung wird das regulatorische Umfeld weiterhin eine entscheidende Rolle spielen. Die Blicke der Marktbeobachter richten sich dabei vor allem auf die USA, die mit den Crypto Market Structure Gesetzen wegweisend für den nächsten Crypto Bull Run sein könnten. 

Seit Bestehen von Bitcoin hat die Erhöhung des Preises von Bitcoin eine Verringerung des Blockrewards im Halving aufgehoben. Die Frage ist dabei, wie tief der Bitcoin-Preis fallen kann, bevor das Mining von Bitcoin unprofitabel wird und Miner ihre Hashpower in andere Kryptowährungen investieren könnten.

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Michael Sprick
Krypto Journalist

Michael Sprick ist ein freiberuflicher Journalist und Content Writer mit Schwerpunkt Blockchain und Web3 und wohnt in Barcelona. In der Vergangenheit hat er u.a. für btc-echo.de und für die BSV Blockchain Association gearbeitet. Mehr lesen

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