Die globale Energiekrise, verschärft durch Konflikte wie in der Ukraine und im Nahen Osten, treibt die Strompreise in die Höhe und behindert die Expansion des Bitcoin-Minings. Die Industrie kämpft global zunehmend mit Netzüberlastungen, Energieknappheit und regulatorischen Hürden.
Das Wichtigste im Überblick:
Energiekrise wirkt sich auf das Bitcoin Mining aus
Bitcoin Mining ist zu einem bedeutsamen Geschäftsmodell rund um den Globus geworden. Damit es expandieren kann, sind große Rechenzentren erforderlich, die viel Strom verbrauchen. Dies stellte bis 2021 kein Problem dar, denn Energie war günstig. Doch mittlerweile steht die gesamte Welt vor Krisen in der Energieversorgung. Dabei sinken derzeit die Profite der Miner stark und ist nicht nur von der Bitcoin Prognose abhängig. Denn die Profite sanken schon bevor Bitcoins Preis im Oktober fiel.
Durch die vielen Kriege und Konflikte in der Welt, wie in der Ukraine und im Nahen Osten, sind die Energiepreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im Bereich des Bitcoin Mining werden immer größere Kapazitäten an Rechenleistung und Kühlung benötigt, was nun immer höhere Kosten verursacht und die Expansion hemmt.
Zugleich wollen immer mehr Menschen in Kryptowährungen investieren oder sie als Zahlungsmittel nutzen. Die vorhandene Infrastruktur kann die Nachfrage kaum noch decken. Dabei geht die US Energy Information Administration von weitere steigenden Strompreisen im Jahr 2026 um 8,5 % aus.
Netzüberlastungen drohen in den Bitcoin-Zentren
Durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz erhält das Bitcoin Mining starke Konkurrenz im Bereich des Kapazitätsausbaus. Selbst in Texas, wo sich in den USA die meisten Rechenzentren für das Bitcoin Mining befinden, stößt man langsam an Grenzen. Es kommt zeitweise zur Überlastung des Netzwerks. Die Stromknappheit treibt die Preise noch weiter in die Höhe, so dass 20 Cent pro Kilowattstunde, statt früher zwei Cent, keine Seltenheit sind. Einige Bitcoin-Rechenzentren haben bereits aufgegeben, weil ihnen die Insolvenz droht.
Die großen Player im Bitcoin-Mining verschulden sich inzwischen sogar massiv, um selbst zu Energieunternehmen zu werden. Dabei bauen sie eigene Umspannwerke und Gaskraftwerke aus. Die Branche ist so stark von Energie abhängig, dass die Branche sich selbst dazu gezwungen sieht, in die Energieproduktion eingreifen zu müssen.
Illegales Bitcoin Mining in Asien
Ähnliche Energieprobleme gibt es auch in Asien, wo die Kryptowährungen noch schneller expandieren als in Europa und den USA. Allerdings liegen die Ursachen dort in illegalen Mining-Aktivitäten, die in Malaysia seit 2020 Stromkosten in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar verursacht haben.
Die Behörden haben in den letzten fünf Jahren 13.000 illegale Bitcoin Farmen in versteckten Lagerhäusern geschlossen. Es bleibt abzuwarten, ob das Vorgehen gegen illegales Mining die Energiesituation entlastet.
Nördliche Energie-Resorte sind aufgebraucht
Kältere Regionen galten vor einigen Jahren noch als Zufluchtsorte für Bitcoin-Miner. Inzwischen ist das Konzept der nordischen Energie-Reservate aber Geschichte. Dies bekommen insbesondere Bitcoin Miner in Kanada und Island zu spüren.
Hier erhalten Bitcoin-Mining-Unternehmen, die sich niederlassen wollen, keine Zulassungen mehr. In Schweden ist sogar ein Verbot für Bitcoin-Rechenzentren in der Diskussion, nachdem Energiepreise auch bedingt durch den deutschen Energiemarkt gestiegen sind. Die Krise beim Bitcoin Mining gefährdet Bitcoin langfristig und könnte sich damit auch auf kommende Altcoin Seasons auswirken.
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